Kritik: Beach House – “Teen Dream”

26. Februar 2010
Cooperative Music (Universal)

Victoria Legrand und Alex Scally sind zurück. Ihr drittes Album trägt diesmal bereits im Titel das Wort, das wieder einmal die Marschrichtung vorgibt: Dream Pop. Das heißt im Falle des Duos alte, analoge Drum-Maschinen, leiernde Synthies, sparsame Gitarren und der verträumte Gesang Legrands. Dabei wirken viele Songs so, als habe sich die Band Hits aus längst vergangenen Tagen vorgenommen, diese bis zur Unkenntlichkeit entschleunigt und ihnen eine neue Dimension der Intensität hinzugefügt. Bei dieser Vorgehensweise entstehen nahezu perfekte Songs wie das nicht enden wollende “Walk In The Park”, das sowohl Mittel- als auch Höhepunkt des Album darstellt. Würde die Band das Ende nicht ausblenden, würde dieser Song ewig weiterlaufen. Und ganz ehrlich: ich hätte kaum etwas dagegen.

Aber die anderen Songs stehen “Walk In The Park” in nichts nach. Sei es das sanft eröffnende “Zebra”, das fast völlig still stehende “Silver Soul”, das leiernde “Norway” oder das vorantrabende “10 Mile Stereo”. Die Musik auf “Teen Dream” ist melancholisch und erheiternd, warm und kalt, modern und nostalgisch, leise und laut, anziehend und abstoßend. Das zündet alles nicht beim ersten Durchlauf, so viel ist klar. Aber wie immer bei den ganz großen Platten braucht auch diese Zeit und Muße. Wenn man nur ein wenig davon investiert, gibt einem Beach House eine Menge zurück. Liebe, Hoffnung, Nachdenklichkeit, Schönheit.

Highlights: “Walk In The Park”, “Lover Of Mine”, “Zebra”

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“Norway”

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