12. Februar 2010
Domino (Indigo)
Als das ehemalige Test Icicles-Mitglied Devonté Hynes vor ziemlich genau 2 Jahren mit “Falling Off The Lavender Bridge” sein Solodebüt veröffentlichte, war das Hallo groß. Denn in diesem Mann steckte ein großartiger Songwriter, und die zuerst nach schnödem Country und Folk klingenden Lieder entpuppten sich mit jedem Durchlauf als wundervolle Songs mit einnehmenden Melodien. So wurde aus diesem Album ein treuer Weggefährte, und als Ende letzten Jahres ein Nachfolger angekündigt wurde, steigerte sich die Vorfreude auf das Jahr 2010.
Auf “Life Is Sweet! Nice To Meet You” erwartet uns ein wesentlich experimentierfreudiger Hynes. 60s-Beats, 70s-Gitarren, Synthie-Sounds, klassisches Klavier und Chöre werden hier verwoben, zusammengeführt und zu kleinen Hymnen verarbeitet. Was auch hier wieder auffällt: die Selbstverständlichkeit, die Leichtigkeit, mit der aus den unterschiedlichsten Stilen und Jahrzehnten lodernde Popsongs entstehen.
Die knapp 50 Minuten sind äußerst abwechslungsreich und bieten uns von tanzbarem Sixites Funk-Pop (“Marlene”), über eine Piano Etüde (“Etude Op. 3 ‘Goodnight Michalek’”) und einem Belle & Sebastian-mäßigen Liebeslied (“I Don’t Want To Wake Up Alone”) bis zu der von einer Ukulele getriebenen Perle “There’s Nothing Underwater” sehr, sehr viel.
“Life Is Sweet!…” ist kein zweites “Falling Off The Lavender Bridge” geworden. Das ist zwar einerseits schade, andererseits aber auch gut so. Nur messen lassen muss sich die neue Platte am Vorgänger. Und da verliert das aktuelle Album knapp. Trotzdem eine Glanzleistung. Natürlich!
Highlights: “Marlene”, “There’s Nothing Underwater”, “The Big Guns Of Highsmith”
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