Kritik: The Drums – “Summertime” (EP)

26. Februar 2010
Cooperative Music (Universal)

Der NME schreibt folgendermaßen über die Band aus New York: “New York’s official Coolest New Band … this might be the most contagiously energetic NYC band of the past 10 years.” Ihre jetzt auch in Deutschland erhältliche EP “Summertime” erschien in den USA bereits vor einem halben Jahr, und die Band arbeitet gerade an einem Longplayer, der im Juni erscheinen soll. Wir müssen uns aber erstmal mit dieser EP zufrieden geben.

Als erstes springt uns der kleine Hit “Let’s Go Surfing” an, bei dem bereits mit dem Titel fast alles gesagt ist. Surf Musik, klar. Aber hier klingt das so, als machten Joy Division Urlaub in Malibu und träfen dort auf Robert Smith von The Cure. Das gemeinsam Ergebnis wäre dieser Song. Gelungener Einstieg. Die Nähe zu Joy Division wird bei “Make You Mine” sogar noch greifbarer. Extrem bis auf die Basslinie reduzierter Song, schön zurückgenommen, dennoch eingängig. Eigentlich trifft diese Charakterisierung auf alle 7 Songs dieser EP zu. Diese ist nämlich einfach wegzuhören, bietet den einen oder anderen Moment zum Mitsummen oder -pfeifen und zaubert auch hin und wieder ein kleines Lächeln aufs Gesicht.

Aber bereits nach dem dritten Durchgang fällt der fehlende Tiefgang auf. Alle Songs strahlen an der Oberfläche, aber will man sich näher mit ihnen beschäftigen, dann merkt man, das The Drums doch in sehr flachem Gewässer surfen. Ein guter Anfang ist dennoch gemacht, ich bin auf das Album gespannt.

Highlights: “Let’s Go Surfing”, “Don’t Be A Jerk, Johnny”, “Make You MIne”

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