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Radioheads Schlagzeuger auf Abwegen. Sein Solodebüt “Familial” ist letzten Freitag erschienen, und überraschenderweise klingt das gar nicht mal so schlecht, wie ich ursprünglich erwartet hatte. Singen kann der Phil, soviel steht fest. Und Songs schreiben auch.
Philip Selway – “By Some Miracle”
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Als kleiner Bonus hier das komplette Album “Familial” im Stream:
Albumstream: Philip Selway – “Familial”
Ich habe vor 2 Tagen doch glatt diesen wundervollen Rant von René verpasst: Die Veröffentlichung eines Musikvideos auf einem Blog oder auf Youtube hat denselben Effekt, wie das Mitschneiden eines Songs im Radios auf Tape, den man dann seinen Leuten vorspielt. „Hör Dir das an, geiler Scheiß!“ Diese Veröffentlichung hat heute zwar eine andere Qualität, da sie meistens mit Video kommt und im besten Fall von mehr als ein paar Leuten gehört wird, dieser Unterschied spielt allerdings kulturell keine Rolle.
Der Punkt ist: Kultur hat schon immer so funktioniert, über das Teilen, Sharing!, von Kultur… die Weitererzählung einer Geschichte am Lagerfeuer, die zu Mythen wurden. Die Gesänge der Sklaven auf den Baumwollfeldern, aus denen der Blues wurde. Das ist der natürliche Viraleffekt: Gute Songs, gute Storys werden weitererzählt, das ist essentieller Bestandteil aller Kultur und hat erstmal wenig mit Filesharing oder Downloads zu tun, sondern mit Youtube und auch deren Embed-Funktion. [...]
Ich bin es leid. Im Grunde müsste man sämtliche Labels bei der GEMA, die dieses Spiel spielen, boykottieren. Ich bin es leid, auf Youtube-Links zu klicken um dann lesen zu müssen, dass ich im falschen Land lebe. Ich bin es leid, mit diesem Scheiß meine Zeit zu verschwenden und auch wenn Proxies und Schlagmichtot eine Krücke dafür wären, so blieben sie Krücken. Ich gehe nicht gerne auf Krücken nur weil ein paar verfickte Bürokraten meinen, ich dürfte hierzulande nicht laufen. Und wenn die Songs, die Musik, nicht viel wichtiger wären, als all diese Deppen zusammen, dann würde ich diesen Boykott auch durchziehen. Kann ich aber nicht, weil ich da auch nicht rauskann. Ich bin gefangen in einer wundervoll klingenden Kultur, die geknebelt ist von Rechtsabteilungen und der Song ist es, der zählt. Nicht wie er geregelt ist. Ein Dilemma für das ich in absehbarer Zukunft keine Lösung sehe.
Und heute ergänzt René das Ganze noch mit diesem wirklich tollen Song des Liedermachers Sid:
Fuck Sony Entertainment by Sid
Ich weiß, man sollte die ganze Thematik immer schön differenziert betrachten, aber spätestens nach der fünften Landesschranke in einem Youtube-Video am Morgen platzt einem der Kragen.

Die Hamburger Band Herrenmagazin veröffentlicht Anfang September ihr neues Album “Das wird alles einmal Dir gehören”, und um uns alle richtig heiß zu machen, verschenken sie einen Song. Es handelt sich um “Alle sind so”, bei dem der sympathische Songwriter Gisbert zu Knyphausen gesanglich mitwirkt. Einfach auf die Homepage der Jungs, eine gültige E-Mail-Adresse hinterlassen und freuen.
Zum Download hier entlang.

Dieser Song meiner Lieblingsband ist unter den Tisch gefallen. Er hat es nicht auf das neue Album “High Violet” geschafft. Und wenn ich ihn mir so anhöre, denke ich “fantastich, aber an welcher Stelle des Albums hätte der eigentlich gepasst?”. Ich vermute, das gleiche Problem hatte die Band auch. Sie spielten das von einem Piano getragene “You Were A Kindness” bei einer Session für das Minnesota Public Radio. Dort könnt ihr euch auch die komplette Session anhören. Hier die Setlist: “England,” “Terrible Love,” “You Were A Kindness” und “Bloodbuzz Ohio”.
The National – “You Were a Kindness” by Some Kind of Awesome
Die MP3 bekommt ihr drüben bei Stereogum

Das aktuelle Konzept von CocoRosie: Frauen mit Bärten und seltsamen Instrumenten. Wobei sie die seltsamen Instrumente ja schon vorher benutzten, nur die Bärte, die sind neu. Besonders anschaulich wird ihr Konzept auf dem Cover ihres aktuellen Albums “Grey Oceans”. Geschmackssache. Die Musik ist wie immer verschroben, verhuscht, verwirrend und doch irgendwie einnehmend. Mehr als drei Songs am Stück schaffe ich allerdings nicht. Ich habe keine Ahnung, woran das liegen mag. Vielleicht haben sie ein wenig von ihrer Magie eingebüßt?
Diese großartige Daytrotter-Session höre ich mir allerdings gerne an. Um die Songs herunterzuladen, müßt ihr euch registrieren, aber das ist komplett kostenlos und ohne irgendwelche Fallstricke.

Es ist für eine relativ unbekannte Band etwas ungünstig, sich den Namen des nigerianischen Staatspräsidenten auf die Fahnen zu schreiben, denn das erschwert die Recherche ungemein. Deswegen zitiere ich hier einfach den NME: Club NME veterans Goodluck Jonathan are a five-piece band from Brighton, releasing their debut EP, ‘This Is Our Way Out’, on September 13th. They claim that the world “needs a soundtrack…with fucking big drums.” And we couldn’t agree more.
Goodluck Jonathan – Broken Heart by Cannonball_PR
Download der MP3 über den Pfeil rechts.

Ungewöhnlicher Name. Kraków Loves Adana bezeichnen sich als heimatlos, aber aus Deutschland kommend. Die Wahrheit liegt wohl in Freiburg. Sängerin und Gitarristin Deniz Cicek und Multi-Instrumentalist Robert Heitmann machen langsame, düstere, gefühlvolle, irgendwie aus der Zeit gefallene Musik, die schnell einen Sog entfaltet, dem man sich nur entziehen kann, wenn draussen die Sonne scheint. Ihr Album “Beauty” ist bereits Anfang Juli erscheinen, aber das stört natürlich überhaupt nicht. Die MP3 der Woche kommt heute als ZIP-Datei, aber das werdet ihr verkraften.

Ich bin mir nicht ganz sicher, wann die EP “Thank You for Your Love” genau veröffentlicht wird; Amazon behauptet am 3. September. Auf jeden Fall wird der Titelsong auch auf dem kommenden Studioalbum “Swanlights” vertreteten sein, welches dann im Oktober folgt. “Thank You for Your Love” ist in jedem Fall ein wunderschönes Stück, getragen wie immer von Hegartys aussergewöhnlicher Stimme.
Antony and the Johnsons – “Thank You for Your Love”
Foto: Don Felix Cervantes

I’m just alone / with these thoughts. Der Frontmann von Maximo Park wandelt auf Solopfaden und bringt im Okotber sein Debüt “Margins” heraus. Zusammen mit Freund Andy Hodson (The Matinee Orchestra/Warm Digits) werkelte er wohl seit vier Jahren in Newcastle herum, und plötzlich realisierte Smith, das da ein Album entstand. “After recording about five or six songs over the course of the last few years I realised I was making an album.”
Smith geht in eine leicht poppigere Ecke als seine Hauptband, aber seine Gesangslinien und natürlich seine Stimme sind unverwechselbar. Den Opener “North Atlantic Drift” könnt ihr euch gegen eine Newsletter-Registrierung auf der Homepage Paul Smiths umsonst herunterladen. Und vorher anhören geht selbstverständlich auch.
Hier die Tracklist von “Margins”:
01 North Atlantic Drift
02 The Crush and The Shatter
03 Improvement/Denouement
04 Strange Friction
05 While You’re In The Bath
06 This Heat
07 I Drew You Sleeping
08 Alone, I Would’ve Dropped
09 Dare Not Dive
10 I Wonder If
11 Our Lady Of Lourdes
12 The Tingles
13 Pinball
Foto: Ciaran McGuiggan

Am 20. August ist es soweit. Das Ende einer Trilogie ist in Sicht. Was mit “Hombre Lobo” seinen rockigen Anfang nahm und mit “End Times” seine melancholische Fortsetzung fand, soll nun seinen Anschluss erfahren.
Zu hören sein sollen Keyboards, Drum-Maschinen, Loops und Sounds. Bei dem bereits gratis verteilten “Looking Up” konnte man das so noch nicht hören, der Song klingt recht LoFi und hat einen klassischen Rock’n'Roll-Basslauf. Das nachfolgende “Spectacular Girl” deutete mit seinen programmierten Rhythmus schon an, wohin es gehen könnte. Jetzt ist ein weiterer Song aufgetaucht, und dieser löst das Versprechen ein.
Nach diesen drei Songs muss ich mal wieder sagen: ich freu mich auf die neue Platte. Aber nach 3 Alben in 15 Monaten brauche ich dann auch mal mindestens ein Jahr Eels-Pause.
Den Song gibt’s drüben bei Stereogum: Eels – “Baby Loves Me”
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EELS live:
07.09. Hamburg – Grosse Freiheit
10.09. Berlin – Astra
11.09. Muenchen – Theaterfabrik


