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	<title>nicorola &#187; Interviews</title>
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	<description>Rock-a-hula, Baby</description>
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		<title>Seitenwechsel #24 &#8211; xrfarflight</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 10:05:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[xrfarflight]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich präsentiere hier ja desöfteren Touren von Bands, die ich persönlich mag. Sei es per Banner oder durch Verlosung von Freikarten. Nun kam letztens die Anfrage eines freundlichen Promoters, ob ich nicht Lust hätte, die Hamburger Band xrfarflight zu präsentieren. &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-24-xrfarflight">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2011/02/xrfarflight.jpg" alt="" title="xrfarflight" class="alignnone size-full wp-image-19563" /></p>
<p>Ich präsentiere hier ja desöfteren Touren von Bands, die ich persönlich mag. Sei es per Banner oder durch Verlosung von Freikarten. Nun kam letztens die Anfrage eines freundlichen Promoters, ob ich nicht Lust hätte, die Hamburger Band <a href="http://xrfarflight.bandcamp.com/">xrfarflight</a> zu präsentieren. Nach den ersten Höreindrücken war ich überzeugt und sagte zu.<br />
Dann aber die Überraschung einen Tag später. Da meldete sich doch eines der Bandmitglieder bei mir und erzählte mir, das er auf meiner &#8220;Über mich&#8221;-Seite gelesen hätte, das ich aus Ocholt komme. Und nun ratet mal, aus welchem kleinen Kaff dieser Musiker kommt? Richtig! Und nicht nur das, er ist der Sohn des Pastors, bei welchem ich damals meine Konfirmation hatte. Klein ist die Welt. Natürlich fragte ich Daniel, ob er Lust auf einen Seitenwechsel hätte. Hatte er. Viel Spaß bei diesem sehr interessanten Einblick! <span id="more-19562"></span></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Daniel</strong> (<a href="http://www.xrfarflight.com/">xrfarflight</a>):</p>
<p>Natürlich haben das Internet und damit verbundene musikwirtschaftliche Neuerungen viele &#8220;alteingesessene&#8221; Strukturen geschwächt und teilweise sogar lahmgelegt (Plattenläden, Mailorder, Fanzines etc&#8230;), bieten auf der anderen Seite ein riesiges Arsenal an Möglichkeiten für Musiker &#8211; all dies wurde hier und anderswo schon viel und gut besprochen und diskutiert.</p>
<p>Mir fällt in dieser Dikussion aber immer wieder ein anderer Fragenkomplex vor die Füsse: Musik und das Machen selbiger ist für mich als Musiker Lebensinhalt, eine erfüllende und glücklich machende Angelegenheit. So weit, so gut. Doch wer macht die &#8220;andere&#8221; Arbeit &#8211;  die ein genauso wichtiger Teil wie das Musikmachen selbst ist, wenn man als Band etwas gebacken kriegen will??? Wer kümmert sich um Auftrittsmöglichkeiten, wer um die Werbung für eine neue Platte, wer sorgt für den Vertrieb, sowohl physisch als auch digital? Wie ist man als Band heutzutage &#8220;präsent&#8221;? Bei allen Fragen zur aktuellen musikwirtschaftlichen und sonstigen Lage einer Musikerexistenz sind diese Fragen essentiell.</p>
<p><span class="zitat">Man kann schneller und leichter mehr machen, dafür wird in den meisten Fällen die Wirkung geringer sein.</span>Und in diesem Bereich hat sich für die Musiker nicht viel geändert, aller Veränderung anderer Umstände zum Trotz. Nach wie vor gibt es da die altbekannten 2 Möglichkeiten (Mischformen inklusive) &#8211; DIY oder &#8220;Profis machen lassen&#8221;. DIY ist heutzutage besser möglich denn je, hat aber angesichts der Riesenschwemme an Internet-Inhalten auch einen viel höheren &#8220;Verdunstungsfaktor&#8221; als früher. Man kann schneller und leichter mehr machen, dafür wird in den meisten Fällen die Wirkung geringer sein.<br />
Ausserdem frisst DIY genausoviel Energie wie eh und je (was könnte man in der Zeit, die für das Buchen eines Konzertes draufgeht, alles für Lieder schreiben? Hach&#8230;). Die &#8220;Profis&#8221; in Form von Bookern, Promotern, Verlags-, Vertriebs- und Labelleuten muss man kennen. Und sich auch noch gegenseitig toll finden. Hat auch und immer noch viel mit Glück zu tun.</p>
<p>Ich denke, dass es heutzutage für Musiker nicht mehr oder weniger möglich ist, mit oder sogar von ihrer Musik zu leben, wie schon vor etlichen Jahren, es hängt eben nach wie vor sehr stark davon ab, in welchen Strukturen man sich bewegt, was für ein Umfeld einen umgibt, wer einer Band hilft, sei es finanziell oder mit der eigenen Arbeitskraft. Und da sind wir Musiker entweder zur Selbstausbeutung aufgerufen oder Anderen ausgeliefert. Oft erlebe ich das Abfeiern oder Beklagen musikwirtschaftlicher, internetzischer oder sonstiger musikrelevanter Neuerungen als Verschiebungen, mit denen man sich sehr gut von obigen Fragen ablenken kann. Und diese Fragen und ihre Antworten tragen doch arg zum Glück oder Un-Glück einer Musikerexistenz bei. &#8230;Wobei natürlich das Musizieren selbst doch immer noch am glücklichsten macht <img src='http://www.nicorola.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> &#8230;</p>
<p>//////////</p>
<p>xrfarflight verschenken ihre tolle EP &#8220;Producing Dust&#8221; via Bandcamp. Im März kommt das  mittlerweile zweite Album.</p>
<p><a href="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3376252510/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=990000//">http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3376252510/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=990000//</a></p>
<p>xrfarflight: <a href="http://www.xrfarflight.com/">Homepage</a> | <a href="http://xrfarflight.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, roccatune. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
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		<title>Interview: Wye Oak</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 12:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Baltimore]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Wye Oak]]></category>

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		<description><![CDATA[Wye Oak kommen aus Baltimore und bestehen aus der Songwriterin, Sängerin und Gitarristin Jenn Wasner und dem einhändig Schlagzeug spielenden (die andere Hand spielt Orgel und vieles anderes) Multi-Instrumentalisten Andy Stack. Das neue Album &#8220;Civilian&#8221; erscheint am 4. März 2011 &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/interview-wye-oak">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2011/01/wye-oak-duo.jpg" alt="" title="wye-oak-duo" class="alignnone size-full wp-image-19022" /></p>
<p>Wye Oak kommen aus Baltimore und bestehen aus der Songwriterin, Sängerin und Gitarristin Jenn Wasner und dem einhändig Schlagzeug spielenden (die andere Hand spielt Orgel und vieles anderes) Multi-Instrumentalisten Andy Stack. Das neue Album &#8220;Civilian&#8221; erscheint am 4. März 2011 als CD, LP und digitaler Download bei City Slang. Am Tag der Vertragsunterzeichnung mit dem Label weilten die beiden in der Hauptstadt und spielten abends ein Konzert im vollen Michelberger Hotel in der Warschauer Straße.</p>
<p>Da ich das neue Album schon hören durfte und schwer angetan bin, bat ich Jenn, mir ein paar Fragen zu beantworten. <span id="more-19021"></span></p>
<p><b>Hallo. Danke, das Du dir die Zeit nimmst, mir einige Fragen zu beantworten. Kannst du dich bitte kurz vorstellen?</b></p>
<p>Hi, ich bin Jenn Wasner. Ich komme aus Baltimore in Maryland. Ich mache zusammen mit Andy Stack Musik, und zusammen sind wir das Duo Wye Oak.</p>
<p><b>Kannst du mir kurz erzählen, wie ihr beide als Duo zusammen gekommen seid?</b></p>
<p>Wir spielten zusammen in einer Band in unserer Highschool-Zeit, Musik war also schon immer ein wichtiger Teil unserer Freundschaft.</p>
<p><b>Euer neues Album &#8220;Civilian&#8221; wird in Deutschland im März veröffentlicht. Ich konnte es bereits hören und bin begeistert. Ein sehr fragiles und dennoch kraftvolles Album. Klingt nach einer Menge Arbeit und Herzblut. Wie war der Aufnahmeprozess?</b></p>
<p>Früher war unser Aufnahmeprozess eher eigenbrötlerisch und selbstbezogen, nur Andy und ich. Wir machten alles alleine: schreiben, arrangieren, einspielen, produzieren. Mit &#8220;Civilian&#8221; haben wir jetzt zum ersten Mal ein paar Außenstehende dazugeholt. Mit Chris und Mickey Freeland haben wir in den Beat Babies Studios in Baltimore aufgenommen und die Abmischung hat John Congleton in Dallas übernommen. Obwohl Andy und ich immer noch fürs Schreiben, Arrangieren und Einspielen zuständig waren, war es sehr aufschlussreich, den ganzen Prozess für fremde Ohren zu öffnen. Diese Vorgehensweise ermöglichte es uns, einen Schritt zurück zu treten und uns auf die Feinheiten der Songs zu konzentrieren, auf den Sound und das Gefühl des Albums, ohne uns in den technischen Finessen des Aufnehmens oder des Abmischens zu verlieren.</p>
<p><b>Hattet ihr einen bestimmten Sound im Kopf, als ihr ins Studio gingt oder hat sich das eher organisch entwickelt?</b></p>
<p>Typischerweise werden auch die besten Ideen und Vorsätze während der Aufnahmen über den Haufen geworfen, denn Songs tendieren dazu, die überraschendsten Entwicklungen zu durchlaufen. Es ist sehr wichtig, genau hinzuhören und auf die eigenen Instinkte zu vertauen, um es den Songs zu erlauben, zu reifen und sich zu entwickeln.</p>
<p><b>Wie würdest du &#8220;Civilian&#8221; mit eurem letzten Studioalbum &#8220;The Knot&#8221; vergleichen? Hat sich irgendetwas an eurer Herangehensweise geändert?</b></p>
<p>Wie bei jeder anderen Aktivität entwickeln sich auch beim Songwriting im Laufe der Zeit die eigenen Fähigkeiten durch Übung. In den Songwritingprozess für das neue Album steckte ich mehr Zeit als jemals zuvor. Nach eniger Zeit machte es Klick! und ich fühlte mich mit meinen Ideen und Worten auf einmal viel wohler. In diesen paar Wochen habe ich wohl mehr Songs geschrieben als in den ganzen Jahren zuvor. Die meisten haben es nicht aufs Album geschafft; die besten präsentierten sich als stimmiges Set und wurden schließlich zu &#8220;Civilian&#8221;.</p>
<p><span class="zitat">Schicht um Schicht in einen Song zu packen ist nicht schwer, die Herausforderung ist das Weglassen der überflüssigen Schichten.</span><b>Was magst du besonders am neuen Album?</b></p>
<p>Wenn ich mir das Album jetzt anhöre und über den ganzen Prozess nachdenke, bin ich am meisten von den Sounds und Teilen beeindruckt, die wir weggelassen haben. Von dem dadurch entstandenen Raum. Schicht um Schicht in einen Song zu packen ist nicht schwer, die Herausforderung ist das Weglassen der überflüssigen Schichten. Ich finde, das ist uns auf dem neuen Album bisher am Besten gelungen.</p>
<p><b>Ich nehme mal an, das du Computer in deinem Alltag verwendest. Inwieweit benutzt du sie auch für die Musik?</b></p>
<p>Ich hoffe, in diesem Jahr viel über elektronische Musik zu lernen. Wir werden die meiste Zeit des Jahres auf Tour sein, und ich kann diesen ganzen kreativen Schreibprozess nicht nur in meinem Kopf speichern. Glücklicherweise haben wir ein ansehnliches Arsenal an portablen Geräten und verschiedener Software, die wir mit uns um die Welt nehmen können. Ich hoffe, soviel Zeit wie irgend möglich mit dem Schreiben neuer Songs zu verbringen.</p>
<p><b>Apropos um die Welt: vor einer Weile habe ich gelesen, das ihr für euren Lebensunterhalt quasi permanent unterwegs seid, und das die CD-Verkäufe eher nur ein Taschengeld sind. Ist dieses Leben auf Tour nicht verdammt anstrengend?</b></p>
<p>Ja, definitiv. Sehr hart. Ich vermisse meine Familie und meine Freunde und die großartigen Künstler, Musiker und Leute in Baltimore permanent. Aber jeder muss für seinen Lebensunterhalt arbeiten, und ich bin in der glücklichen Lage, etwas zu tun, was ich liebe und kann obendrein um die ganze Welt reisen.</p>
<p><b>Fällt die Reaktion auf eure Musik in unterschiedlichen Ländern auch unterschiedlich aus?</b></p>
<p>Hmmm, schwer zu sagen. Soweit ich das sehe, ist die Art der Anerkennung in unterschiedlichen Ländern verschieden. Ich habe Shows an Orten gespielt, wo ich dachte, das wir alles total in den Sand gesetzt hätten, aber nach der Show erzählt mir jemand &#8220;nein, nein, die Leute hier reagieren immer so&#8221;. Unsere Musik ist sehr textlastig, und mich bestärkt es als Songwriterin jedes Mal, wenn ich es schaffe, das Publikum trotz sprachlicher oder kultureller Barrieren zu packen.</p>
<p><b>Euer Gratis-Auftritt vor ein paar Tagen im Hotel Michelberger war großartig.</b></p>
<p>Die Show im Michelberger war absolut großartig. Wir spielten kanpp eine Stunde in einem sehr vollen Raum vor einem sehr warmherzigen und begeisterten Publikum. Es hat unheimlich Spaß gemacht. Hinzu kommt, das das Hotel unglaublich toll und komfortabel war, und die Mitarbeiter waren äußerst höflich und zuvorkommend. Vielen Dank nochmal!</p>
<p><b>Gratis-Konzerte, Gratis-MP3s.. was denkst du als Künstlerin über das Internet und die Art und Weise, in der Musik heute entdeckt und vertrieben wird?</b></p>
<p>Sich der Veränderung zu widersetzen ist sinnlos. Die Art, in der die Menschen mit Musik interagieren, ändert sich permanent. Ich persönlich finde das aufregend und befreiend. Da ist eine Welt voller inspirierender Musik und Kunst verfügbar, die ich ohne das Internet niemals entdeckt oder gefunden hätte. Für mich als Musikkonsumentin und Künslerin wiegen die Vorteile wesentlich mehr als die Nachteile. Es ist sehr viel einfacher, mit einem neuen System zurecht zu kommen, wenn man aufgeschlossen und lernbereit ist.</p>
<p><b>Wünscht du dir manchmal, die goldenen Zeiten der CD miterlebt zu haben?</b></p>
<p>Neee. Wenn es die noch gäbe, wären wir heute nicht hier. Das Internet ist wahrscheinlich der einzige Grund, warum uns die Leute kennen und unsere Musik gehört haben. Mit seinen Wünschen sollte man also vorsichtig sein! <img src='http://www.nicorola.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><b>Nenn mir doch bitte einen Musiker oder eine Band, die du liebst und von der du denkst, das viel mehr Leute ihre Musik hören sollten. </b></p>
<p>Unsere Freunde von Lower Dens aus Baltirmore. Ihr Album &#8220;Twin Hand Movement&#8221; war ohne Ausnahme mein Favorit 2010.</p>
<p><b>Möchtest du meine Lesern noch etwas sagen?</b></p>
<p>Hi readers! Thanks for listening!</p>
<p>//////////</p>
<p>Wye Oak: <a href="http://www.facebook.com/pages/Wye-Oak/14168304109?v=wall">Facebook</a> | <a href="http://www.myspace.com/wyeoak">MySpace</a> | <a href="http://www.wyeoakmusic.com/">Homepage</a></p>
<p><a href="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10848081&#038;server=vimeo.com&#038;show_title=1&#038;show_byline=1&#038;show_portrait=1&#038;color=00ADEF&#038;fullscreen=1&#038;autoplay=0&#038;loop=0">http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10848081&#038;server=vimeo.com&#038;show_title=1&#038;show_byline=1&#038;show_portrait=1&#038;color=00ADEF&#038;fullscreen=1&#038;autoplay=0&#038;loop=0</a>
<p><a href="http://vimeo.com/10848081">Wye Oak &#8211; My Neighbor &#8211; Luxury Wafers Sessions</a> from <a href="http://vimeo.com/luxurywafers">Luxury Wafers</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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		<title>Seitenwechsel #23 &#8211; i am poet</title>
		<link>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-23-i-am-poet</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 12:32:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[I Am Poet]]></category>

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		<description><![CDATA[SomeVapourTrails war schon im Oktober begeistert: &#8220;Neben der zu erwartenden Suche nach dem ureigenen Stil geben die fünf Tracks darüber hinaus Einblick, in die ersten Schritte eines hochveranlagten Musikers. Und nein, er gerät nicht ins Stolpern. Im Gegenteil, i am &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-23-i-am-poet">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2011/01/i-am-poet.jpg" alt="" title="i-am-poet" class="alignnone size-full wp-image-18846" /></p>
<p>SomeVapourTrails war schon <a href="http://www.lieinthesound.de/2010/10/der-punkt-als-ausrufezeichen-i-am-poet/">im Oktober begeistert</a>: <em>&#8220;Neben der zu erwartenden Suche nach dem ureigenen Stil geben die fünf Tracks darüber hinaus Einblick, in die ersten Schritte eines hochveranlagten Musikers. Und nein, er gerät nicht ins Stolpern. Im Gegenteil, i am poet. darf sich mehr Können auf die Fahne schreiben als die meisten Künstler, die Woche für Woche in den Neuerscheinungslisten der Magazine so aufschlagen.&#8221;</em></p>
<p>Bei mir meldete sich Maximilian leider erst jetzt, sonst hätte ich ihn mit Sicherheit schon früher einmal erwähnt bzw. ihn gefragt, ob er nicht Lust hat, ein paar Zeilen für den Seitenwechsel zu schreiben. Aber besser spät als nie. Und die tolle EP &#8220;phonological&#8221; gibt es nach wie vor umsonst auf der <a href="http://www.iampoet.de/">Homepage des Künstlers</a>. Viel Spaß bei diesem sehr interessanten Einblick! <span id="more-18845"></span></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Maximilian</strong> (<a href="http://www.iampoet.de/">i am poet</a>):</p>
<p><em>&#8220;Die Musikindustrie. Ein Business, in dem man einfach nur genug Arschloch sein muss um Erfolg zuhaben.&#8221;</em> (Zitat eines Freundes der an der Popakademie Mannheim Musikbusiness studiert hat.)</p>
<p>Ich glaube, damit hat er gar nicht mal so unrecht. Alles ändert sich momentan. Die Plattenfirmen verkaufen immer weniger physische Tonträger und auch die legalen Downloadzahlen reichen nicht aus, um den Verlust zu kompensieren. Ich bin einer, der eigentlich darunter leiden sollte &#8211; ein Künstler. Aber nachdem ich 2009 die großartige Aktion Radioheads bewundern durfte, die ihr Album &#8220;In Rainbows&#8221; zu einem, des Käufers beliebig hohen oder auch niedrigen (bis zu 0$) Preis zum Download anboten, wurde mir klar, dass es als Nachwuchskünstler kein Weg mehr an der Pflicht vorbeiführt, das Web zu Promotion und Marketing-Zwecken zu nutzen.</p>
<p>Seit dem Release meiner Debut-EP im Herbst diesen Jahres habe ich intensiv über die Möglichkeiten recherchiert, die einem das Internet als Künstler UND Hörer bietet. Als Hörer scheint das Internet einem auf den ersten Blick ausschließlich Vorteile zu bieten, wenn nicht, wie bei mir mit 14, die Polizei mit einem Durchsuchungsbefehl vor der Tür steht und den PC auf Grund von Uhrheberrechtsverletzung beschlagnahmt (womit die Frage zur Meinung zu illegalen Downloads wohl auch geklärt wäre). Doch meiner Meinung nach trägt das Internet auch dazu bei, dass viele Hörer auf Dauer schlichtweg überfordert sind angesichts der enormen Fülle des WWW. Dies macht es einem Künstler wiederum immer schwerer, den Sprung zu schaffen, da jeder Hörer im Netz die Macht hat zu entscheiden was gut ist, was nicht gut ist oder was so schlecht ist, dass es sich einfach schon wieder lohnt (aktuell: moneyboy).</p>
<p>Ich habe meine EP über die Creative Commons Lizenz veröffentlicht, da es für mich sehr viel wichtiger ist, Leute mit meiner Musik zu erfreuen, als finanziellen Nutzen daraus zu ziehen. Hierbei lasse ich mir über die Lizenz jedoch immer noch die Hintertüroffen, Geld zu verdienen, sobald einer meiner Songs zu einem kommerziellen Zweck verwendet wird. Ich denke, dass dies sowohl für den Hörer, als auch für den Künstler die beste Methode ist, Musik frei zugänglich zu machen.</p>
<p>//////////</p>
<p><object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F5924056&#038;g=1&#038;show_comments=true&#038;color=4f6993"></param><embed height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F5924056&#038;g=1&#038;show_comments=true&#038;color=4f6993" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"> </embed> </object><span><a href="http://soundcloud.com/iampoet/faustology-2-prison">faustology #2 (prison)</a> by <a href="http://soundcloud.com/iampoet">iampoet</a></span></p>
<p>Infos zu i am poet:</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/poetmakesyourlifebetter">MySpace-Seite</a><br />
<a href="http://www.iampoet.de/">Homepage</a><br />
<a href="http://www.facebook.com/iampoetmusic">Facebook</a></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, roccatune. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Seitenwechsel #22 &#8211; Mon Petit Chou Chou</title>
		<link>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-22-mon-petit-chou-chou</link>
		<comments>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-22-mon-petit-chou-chou#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 10:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Mon Petit Chou Chou]]></category>

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		<description><![CDATA[Mon Petit Chou Chou aus Gießen und Nürnberg mischen Shoegaze mit Elementen des 2000er Washington DC-Sounds. Sie singen von Träumen, Erinnerungen und Befindlichkeiten von Mittzwanzigern. Die drei mögen u.a. Silver Scooter, The Van Pelt, Slint und Q and not U. &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-22-mon-petit-chou-chou">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/11/mon-petit-chou-chou.jpg" alt="" title="mon-petit-chou-chou" class="alignnone size-full wp-image-18275" /></p>
<p>Mon Petit Chou Chou aus Gießen und Nürnberg mischen Shoegaze mit Elementen des 2000er Washington DC-Sounds. Sie singen von Träumen, Erinnerungen und Befindlichkeiten von Mittzwanzigern. Die drei mögen u.a. Silver Scooter, The Van Pelt, Slint und Q and not U. 2008 nahmen Mon Petit Chou Chou zusammen mit Marcel Römer (Juli) erste Demos auf, darauf folgten im Mai 2010 weitere Aufnahmen mit Kai Steffen Müller (Mikroboy) für die erste EP, welche im November 2010 erscheint.</p>
<p>Nach einem kurzen Mailwechsel mit Lorenz erklärte dieser sich bereit, einen kleinen Text zu schreiben. Viel Spaß bei diesem sehr interessanten Einblick! <span id="more-18273"></span></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Lorenz</strong> (<a href="http://monpetit.bandcamp.com">Mon Petit Chou Chou</a>):</p>
<p>Wir sehen die schimmernde Oberfläche des Musik-Ozeans, die durch viele Blogs, Musikmagazine und soziale Netzwerke täglich neu hergestellt wird. Darunter verbirgt sich ein gewaltiges Archiv. Ich stelle mir vor, dass dieses Archiv unter der Oberfläche sich immer weiter durch die Zeit rollt, wobei ständig Musikpartikel von der Oberfläche aufgenommen werden, während andere sich aus dem Sog lösen und dort hin sinken, wo nerdig leuchtende Fische einsam auf Beute warten. Bis irgendwann ein paar Idealisten – auf eigene Faust oder aus einem institutionellen Kontext heraus – sich wieder daran machen, die am Grund der Tiefsee liegenden Schätze zu heben und sie durch ihre musikjournalistische Intervention wieder an den Sog anzuschließen, durch den sie wieder bis an die Oberfläche gelangen können.</p>
<p><span class="zitat">Noch nie war es so einfach, sich wie ein Nerd zu fühlen oder einer zu sein, denn das Internet lässt uns alle zu Nerds werden – ob wir das wollen oder nicht.</span>Für musikgeschichtlich und -ethnologisch interessierte Menschen ist das Internet immer wieder ein Glücksfall. Manchmal stoße ich durch Freunde auf Seiten, wo ich mich mehrere Stunden oder Wochen lang herumtreibe, weil dort Musik angeboten wird, die früher Experten von staatlichen Radiosendern, mikroskopisch kleinen Untergrund-Musikszenen oder Musikethnologen vorbehalten war. Noch nie war es so einfach, sich wie ein Nerd zu fühlen oder einer zu sein, denn das Internet lässt uns alle zu Nerds werden – ob wir das wollen oder nicht.</p>
<p>Da gibt es jemanden in Brooklyn, der nigerianischen Highlife-Kassetten und andere Musik aus afrikanischen Staaten digitalisiert, die er selbst einmal auf Reisen gekauft oder zugeschickt bekommen hat, und diese Musik dann (im Zusammenspiel mit anderen Fans) <a href="http://awesometapesfromafrica.blogspot.com/">einordnet und kommentiert</a>. Wer nachvollziehen will, woher wohl ein Teil der Inspiration von Bands wie Vampire Weekend oder <a href="http://www.myspace.com/pttrns">Pttrns</a> stammt, der muss sich jetzt nicht mehr auf Derivate wie „Graceland“ von Paul Simon beschränken, sondern kann sich ohne großen Aufwand dieser Musik auch aus einer ‚ethnologischen’ Perspektive nähern.<br />
Da gibt es seit kurzem bei Youtube sehr viele Stunden aus dem musikethnologischen <a href="http://www.youtube.com/user/AlanLomaxArchive">Archiv von Alan Lomax</a> zu streamen, der ab den 1940ern Folksongs festhielt, wie sie zum Beispiel von der Landbevölkerung der Südstaaten performt wurden. Wer den Freak Folk von Joanna Newsom, Devendra Banhart, Animal Collective usw. mit einem neuen Ohr hören möchte, kann sich hierfür etwas Zeit nehmen und muss nicht bei Bob Dylan und Pete Seeger stehen bleiben.<br />
Und da gibt es einen Berliner Comic-Zeichner, der auf seinen Reisen mit Vorliebe Flohmärkte und Ramschläden aufsucht und dort aus unansehnlichen Kisten 7-Inches zieht, die er häufig aus schierer Sammelwut mitnimmt und dann <a href="http://mischalke04.wordpress.com">auf seinem Blog zum Thema macht</a>. – Wer sich heute nicht mehr vorstellen kann, welch eine befreiende Wirkung Rock’n’Roll und dann auch Beat auf das geneigte Publikum der 50er und 60er gehabt haben muss, sollte sich dort mal von Erkin Koray „Sana Bir Seyler Olmus“ oder „Kanamam“ von Mavi Isiklar anhören. Elvis und die Beatles werden bei diesem Versuch für Dich nicht sehr hilfreich sein, der türkische Beat vielleicht schon.</p>
<p><strong>Was hat das mit der Lage der Musik-Industrie und der damit verbundenen Existenz von Musikern zu tun?</strong> Das weiss ich auch nicht so genau. Ich stelle nur fest, dass ein guter Teil der Musik, die mich in den letzten Jahren fasziniert und beeinflusst hat, vielleicht gar nicht für mich gemacht, sondern höchstens für mich wiederentdeckt und verfügbar gemacht wurde. Und deshalb möchte ich denen danken, die weit gereist und tief getaucht sind, um diese Schätze für uns wieder ins Archiv und zum Teil auch an die Oberfläche zu holen.<br />
Ohne sie müsste ich mir wohl erst gar keine Gedanken darüber machen, was ich mit meiner Musik erreichen kann und will – denn mich fasziniert an Musik schon immer die Geschichte hinter dem Sound, die Suche nach überraschenden Querverbindungen und die unvorhersehbare Wendung in der Rezeption über Jahrzehnte. Ohne diese Faszination für das Abseitige und Abgetauchte, das sich plötzlich im Mainstream finden lässt oder in verschiedenen Untergrund-Genres aufgegriffen wird, würde mir ein wichtiger Impuls fehlen, um selbst ein Instrument in die Hand zu nehmen.</p>
<p>//////////</p>
<p><a href="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3888311618/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcolor=4285BB//">http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3888311618/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcolor=4285BB//</a></p>
<p>Infos zu Mon Petit Chou Chou:</p>
<p><a href="http://monpetit.bandcamp.com">Bandcamp &#8211; Mon Petit Chou Chou</a></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, Simfy. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
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		<title>Video-Interview: The Strange Death Of Liberal England</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 14:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[The Strange Death of Liberal England]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern spielten The Strange Death Of Liberal England im Vorprogramm von Slut im Berliner Lido. Leider war ich familiär verhindert, und so konnte ich meinen Interviewtermin nicht leibhaftig wahrnehmen. Der Philipp war jedoch so nett, und hat der Band meine &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/video-interview-the-strange-death-of-liberal-england">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/11/the-strange-death-of-libera.jpg" alt="" title="the-strange-death-of-libera" class="alignnone size-full wp-image-18122" /></p>
<p>Gestern spielten The Strange Death Of Liberal England im Vorprogramm von Slut im Berliner Lido. Leider war ich familiär verhindert, und so konnte ich meinen Interviewtermin nicht leibhaftig wahrnehmen. Der Philipp war jedoch so nett, und hat der Band meine Fragen zum neuen Album &#8220;Drown Your Heart Again&#8221; vorgelegt. Vielen Dank dafür!</p>
<p>Keyboarder Andy hat meine Rolle übrigens zimelich gut gespielt, wie ich finde <img src='http://www.nicorola.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  <span id="more-18120"></span></p>
<p><a href="http://player.vimeo.com/video/16653927">http://player.vimeo.com/video/16653927</a>
<p><a href="http://vimeo.com/16653927">The Strange Death Of Liberal England Interview</a> from <a href="http://vimeo.com/user1283882">Nico Schipper</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><strong>Tourdaten:</strong><br />
09. November 2010, 20:00 &#8211; Logo, Hamburg<br />
10. November 2010, 20:00 &#8211; Luxor, Köln<br />
11. November 2010, 20:00 &#8211; Schocken, Stuttgart</p>
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		<title>Seitenwechsel #21 &#8211; PEER</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 10:11:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Wir sind Peer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich zitiere: PEER gruppiert sich um Sänger und Songschreiber Peer Göbel, der mit Le Mobilé zwei Alben herausbrachte, solo unter dem Namen Peer zwei CDs veröffentlichte, mit seinem Videoblog Undertube den Indie-Rock in die Berliner U-Bahn brachte – und mit &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-21-wir-sind-peer">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/11/wir-sind-peer.jpg" alt="" title="wir-sind-peer" class="alignnone size-full wp-image-18068" /></p>
<p>Ich <a href="http://www.peerband.de/band/">zitiere</a>: <em>PEER gruppiert sich um Sänger und Songschreiber Peer Göbel, der mit <a href="http://www.lemobile.de/">Le Mobilé</a> zwei Alben herausbrachte, <a href="http://www.myspace.com/peeripherie">solo unter dem Namen Peer</a> zwei CDs veröffentlichte, mit seinem Videoblog <a href="http://undertube.de/">Undertube</a> den Indie-Rock in die Berliner U-Bahn brachte – und mit der neuen Bandformation nun Geister ruft, die nicht mehr kontrolliert werden können. Mit Mitgliedern von Hund am Strand, Le Mobilé, Ampl:tude, Sumo und The Grand Coulee könnte man PEER fast eine Berliner Indie-Supergroup nennen – ihre Konzerte sind denn auch ein wenig wie bei den legendären Gigs von Bob Dylan mit The Band.</em></p>
<p>Viel Spaß bei diesem sehr interessanten Einblick! <span id="more-18064"></span></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Peer</strong> (<a href="http://www.peerband.de">PEER</a>):</p>
<p>Das klingt immer so ein bisschen traurig, wenn Musiker über den digitalen Umschwung befragt werden, in Zeiten, wo sich Indie-Platten nur selten so verkaufen, dass sie ihre Kosten einspielen. Dabei hätten wir vor zwanzig Jahren noch unsere Aufnahmen auf rauschigen 4-Spur-Geräten gemacht und selbst auf Kassette kopiert, und wären vielleicht kaum über Berlin hinausgekommen. Studio wäre viel zu teuer gewesen, Videos drehen sowieso. Dass Leute „einfach so“ in unsere Musik reinhören und sie kennenlernen können, wäre nur im Plattenladen oder Radio möglich gewesen &#8211; also für die meisten unerreichbar. Insofern ist das eine Entwicklung, die Hunderttausenden Leuten ermöglicht hat, Musik zu machen, Labels zu gründen, Studios aufzumachen, CDs rauszubringen, sich zu verwirklichen und ein Stück glücklicher zu sein. Dass es auf der anderen Seite für Musik-Fans (wie uns) super ist, muss man kaum mehr erwähnen, die jetzt alle mögliche Musik schnell an der Hand haben, neue Musik entdecken können, sie noch einfacher an Freunde verschenken und von Freundinnen geschenkt bekommen können. Und das muss man allen Kritiken immer wieder entgegenhalten: Es deutet nichts darauf hin, dass Musik an Wert verloren hat, also an Bedeutung im Leben der Einzelnen oder Vielen, sondern sie wird nur nicht mehr so viel gekauft.</p>
<p>Und das wiederum ist etwas, was auch im Indie-Bereich zu spüren ist. Vor sechs Jahren habe ich noch die <a href="http://userpage.zedat.fu-berlin.de/~pedro/magister/internet_indies.html">These vertreten</a>, dass die ursprüngliche Internet- (=Hacker-) und Indie-Kultur sich einander so ähnlich sind, dass Indie-Labels nicht so sehr von der freien digitalen Verfügbarkeit betroffen sind. Inzwischen ist der betreuende Prof gestorben und die Wirklichkeit hat mich überholt.</p>
<p><span class="zitat">Unsere Brötchen verdienen wir mit anderen Jobs.</span>Denn selbst Bands, die im Indie-Spektrum gut gefeatured wurden wie Ja, Panik, können von ihrer Musik nicht leben. Vielleicht ein paar Monate nach dem Platten-Release, mit Festivals und Touren, aber die Aufnahmen der Musik (sei es auf Tonträger oder digital) bringen kaum etwas ein. Auch kleine Major-Bands wie Karpatenhund können sich gerade mal ein Jahr nach der Platte finanzieren, wenn sie jeden zweiten Tag auf Tour sind. Oder Indielabels wie Loob Musik oder Sinnbus, die mit einiger Anerkennung und tollen Platten agieren, müssen sich durch andere Jobs querfinanzieren. Unser Vertrieb sagt, vor zehn, fünfzehn Jahren hätte man von Bands wie uns noch so viel verkauft, dass etwas dabei rumgekommen wäre.</p>
<p>Für uns ist die Situation gerade, dass wir trotz Kulturförderung einige Tausend Euro in die Aufnahmen und die Platte gesteckt haben, 50:50 mit dem Label, die gute Freunde sind. Aber es wird Jahre dauern, bis man zumindest wieder auf Null kommt. Unsere Brötchen verdienen wir mit anderen Jobs. Ergo: Musikmachen ist für uns eine Art teures Hobby. Wie andere Leute ihre Euros in den Fitnessclub, in Fernseher oder Auto investieren, zahlen wir eben für Instrumente, Proberaum und Platten. Wobei ich das Wort „Hobby“ komplett verneinen würde, denn das wertet die Bedeutung ab: Musikmachen ist eine Leidenschaft, ein Teil von mir, was ich machen will und werde, unabhängig von Verwertung. Wenn das Ziel wäre, mit Musik Geld zu verdienen, würde ich wohl eher Comedy-Solo-Auftritte machen, auflegen, in einer Cover-Band auf Tagungen und Volksfesten spielen.</p>
<p>Auf der All2gethernow, dem Geschwisterprojekt der Popkomm, vertraten einige Vortragende die These, dass man die Bekanntheit durch freigegebene Musik dazu nutzen sollte, auf andere Weise Geld zu verdienen. Das verkehrt aber den Kern der Idee, dass ich eben Musik machen will &#8211; und nicht ein Buch dazu schreiben, Vorträge halten, ein Blog mit Flattr betreiben, die Musik als Hörbuch einlesen, meine Person vermieten, T-Shirts verkaufen will. Nein, ich will die eigene Musik machen.</p>
<p>Es ist ein blöder Zufall, dass Musik eben nicht so viele digitale Daten benötigt wie ein Film, und deshalb leichter zu kopieren ist. Wobei die rückgängigen Verkaufszahlen wahrscheinlich weniger auf das Kopieren zurückzuführen sind, als darauf, dass im Netz so viel Musik verfügbar ist. Wie der Mainstream in zahlreiche Subkulturen zerfallen ist, ist das Musikhören durch die Vielfalt des Internets noch weiter auf die persönliche Ebene gewandert.</p>
<p>Um den Bogen zum Anfang zu schlagen: Ich glaube natürlich, wir wären auch vor zwanzig Jahren von einem Label gesignt worden und über Berlin hinausgekommen. Weil unsere Musik super ist, weiterhelfen und glücklich machen kann. Wer daran teilhaben will, wer das über Konzertbesuche und Musikkäufe zu schätzen wissen will, ist herzlich eingeladen. Die Digitalisierung ist nicht rückgängig zu machen. Aber mit dem Tollen an der Musik hat das auch gar nichts zu tun.</p>
<p>Foto: <a href="http://www.jessicalennan.com/">Jessica Lennan</a></p>
<p>//////////</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-21-wir-sind-peer"><img src="http://img.youtube.com/vi/JjeP7nmtX1s/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Infos zu Wir sind Peer:</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/peerband">MySpace-Seite der Band</a><br />
<a href="http://www.peerband.de/">Homepage</a><br />
<a href="http://www.facebook.com/peerband">Facebook</a></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, Simfy. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
<p><strong>Weiterhin aktuell:</strong> <a href="http://www.nicorola.de/features/seitenwechsel-jetzt-auch-als-magazin-naja-zumindest-als-pdf">Seitenwechsel: die ersten 20 Artikel jetzt auch als Magazin</a></p>
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		<title>Seitenwechsel #20 &#8211; Cancel The Astronaut</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 18:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Cancel The Astronaut]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Name ist und bleibt gut gewählt, der bleibt hängen. Vor Kurzem stieß ich auf diese kleine Band aus Edinburgh und mochte ihre Musik, also schrieb ich einen kurzen Beitrag. Die Band stieß auf meine Worte und berichtete im eigenen &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-20-cancel-the-astronaut">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/10/cancel-the-astronaut.jpg" alt="" title="cancel-the-astronaut" class="alignnone size-full wp-image-17828" /></p>
<p>Der Name ist und bleibt gut gewählt, der bleibt hängen. Vor Kurzem stieß ich auf diese kleine Band aus Edinburgh und mochte ihre Musik, also schrieb ich einen <a href="http://www.nicorola.de/aktuelle-beitrage/musik/anhoren/cancel-the-astronaut">kurzen Beitrag</a>. Die Band stieß auf meine Worte und berichtete im <a href="http://canceltheastronauts.blogspot.com/2010/09/nice-germans.html">eigenen Blog darüber</a>. Kurz darauf standen wir in Kontakt, und ich fragte ganz locker nach, ob sie nicht vielleicht Lust hätten, uns ihre Perspektive auf das moderne Musikbusiness darzulegen. Matthew hatte Lust und haute in die Tasten, und zwar richtig. Freut euch auf einen langen und interessanten Einblick, den ich wie immer nicht übersetzt habe, um ihn nicht zu verfälschen. <span id="more-17826"></span></p>
<p><em>Hello. Nico was kind enough to ask me to write something about my experience of being in a local unsigned band, which, in conclusion, is a lot like being in a very small and unsuccessful army: 95% of your time is occupied by banal, mundane and utterly boring non-activity, and the other 5% is spent in complete and absolute terror.</p>
<p>I&#8217;ve included some of my thoughts on the Edinburgh music scene, which is all I&#8217;m even vaguely qualified to talk about, since we are a very small band, and rarely bother to leave the city, let alone the country. I&#8217;ve also included some personal reflections about what it&#8217;s like to be in Cancel the Astronauts, which will have no relevance to anyone other than those people who are in Cancel the Astronauts. You should still read it though&#8230;</p>
<p>The Edinburgh music scene is very healthy and has benefited from the energies of some very talented and extremely dedicated individuals, as well as some frankly excellent bands. Edinburgh&#8217;s biggest and most successful band of recent years, Broken Records, worked incredibly hard to get signed, gigging endlessly up and down the country, and their well deserved success has been great for the city as a whole. It reminds people that Edinburgh can produce great bands that should not be ignored. Withered Hand is pretty closely affiliated to Fence Records and has just signed a deal to get their album released in the USA, and Meursault are just about to embark on their second(?) european tour. These bands are all brilliant and you should all go and listen to them if you haven&#8217;t already.</p>
<p>From my perspective (and I know nothing because I&#8217;m a bit of a cold fish) two of the most important people responsible for the resurgence of Edinburgh&#8217;s music scene are Matthew from Song, by Toad, and Bart from eagleowl. Now there are other people that I could mention, and there are undoubtedly plenty of others that I can&#8217;t mention, because I&#8217;m shy and don&#8217;t know many people, but when we first started three years ago Matthew and Bart seemed to be in or around the best things that were happening musically in the city. Matthew writes Song, by Toad which really is in my humble opinion the best music bog I&#8217;ve ever read. While I tend not to like everything he enjoys I find myself coming back to SbT because it feels like a real community, it&#8217;s beautifully designed, constantly updated with reviews, videos and podcasts, and is home to some fantastic bands like Meursault. It&#8217;s become much more than just a blog, so much so that Matthew has become a blogger/label boss/other things full time.</p>
<p>Bart from eagleowl spends an awful lot of time organising great gig nights like Gentle Invasion and the Retreat festivals, and also appears to be in almost every decent band in the city. Apart from us of course. He has always encouraged us, gave us gigs, and helped to promote other bands and gigs and venues. All this, and he&#8217;s in a cracking band too. It&#8217;s because of the efforts of people like Matthew and Bart that Edinburgh bands have so much confidence at the moment, and have a strong network of fans/friends/influential people on which to rely. Matthew and Bart both thoroughly deserve the success they&#8217;ve had with their respective endeavours because they&#8217;ve worked so hard.</p>
<p> <span class="zitat">As a band it tells us that it&#8217;s not enough just to write songs and stick them up on Myspace</span>I mention them because their example is evidence that if you want to do something well, then you have to spend an awful lot of time on it. As a band it tells us that it&#8217;s not enough just to write songs and stick them up on Myspace; there&#8217;s so much competition now that nobody&#8217;s going to find you. Put on your own gigs, help other bands and promoters with their gigs, start a blog, use Facebook and Bandcamp and Twitter, make some cheap videos and put them up on your own Youtube channel, give away some music for free, make your CDs and website look really beautiful, GO AND MEET PEOPLE, etc, etc, etc. It&#8217;s not enough just to be in a band, it&#8217;s necessary to look like you&#8217;re in a band too. And it&#8217;s pretty easy to do with even a minimum amount of effort. This is something we are admittedly very bad at, and is probably one of the many reasons why we are not superfamous, but we&#8217;re trying to get better.</p>
<p>As for us, it can certainly be very frustrating being in an unsigned band. We&#8217;ve been very lucky in that we&#8217;ve made friends with some wonderful bands, such as Kid Canaveral, French Wives and Come On Gang!, all of whom have a bigger profile than us. We&#8217;ve been able to get some great gigs through our association with these guys and I would encourage any new bands to go out there and make friends. It sound silly and obvious but it&#8217;s nice to make new friends and if people think you&#8217;re a good band and nice people then you&#8217;ll benefit from those sorts of connections. </em></p>
<p><a href="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer.swf/album=4029929339/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB/">http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer.swf/album=4029929339/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB/</a></p>
<p><em>We&#8217;ve also had some some great support from local bloggers and music journalists. Scottish blogs such as Aye Tunes, Kowalskiy, Peenko and the Radar guys have consistently plugged our gigs, given us great reviews and played our music to people. All this really helps to increase our profile but much more than that encourages us to keep going, keep writing songs and playing gigs, and provides some necessary armour against the more frustrating aspects of being in a band. For example, we have been playing gigs for three years around Edinburgh and we still often play to very small audiences. As a band you want to play to as many people as possible and it&#8217;s easy to get down when you&#8217;re playing to tiny crowds. It&#8217;s tough not to take it as a rather large hint: you&#8217;re rubbish and noone wants to come and watch you! It&#8217;s on these occasions that you need strong self belief, and having the support of enthusiastic bloggers and other musicians really does make a difference. As such, I can&#8217;t overemphasise enough to new bands the importance of building up positive friendships and contacts online.</p>
<p><span class="zitat">Don&#8217;t expect to make any money either. In fact, expect to lose a bit of it.</span>Don&#8217;t expect to make any money either. In fact, expect to lose a bit of it. There&#8217;s a lot of music out there right now and it&#8217;s very easy to get. Illegal downloads have probably had a big effect on successful bands but probably not on us since noone has heard of us anyway. Perhaps it means that labels are less likely to sign little ands like us because of the risks involved, but I&#8217;ve no real idea to be honest. I&#8217;m of the opinion that if you keep writing better songs, songs that are so good that they can&#8217;t be ignored forever, then eventually you&#8217;ll find an audience and a way of making a living out of music. That might be nonsense though.</p>
<p>Don&#8217;t give up. If you really believe that your music is good and is worth making, and properly believe that too, not in an embarrassing Liam Gallagher-esque &#8216;I&#8217;m great me&#8217; way, but in an &#8216;I&#8217;ve actually thought a bit about it, and yeah, I think we&#8217;re good, but we&#8217;re determined to get better still&#8217; sort of way then don&#8217;t give up. If you stop because it&#8217;s frustrating and tiring and you don&#8217;t seem to be getting anywhere then I can guarantee that you&#8217;ll never get anywhere. So just don&#8217;t stop. That&#8217;s my only real advice to anyone, and the only thing I&#8217;ve actually learned from being in Cancel the Astronauts. Hopefully we&#8217;ll get to the stage where we&#8217;ll decrease the percentage of boredom/terror to something a little more terrifying like 80%/20%. I would like a bit more terror in my life.</p>
<p>I think that&#8217;s everything I can think of. Bye!</em></p>
<p><a href="http://canceltheastronauts.blogspot.com/">Homepage der Band</a><br />
<a href="http://www.myspace.com/canceltheastronauts">MySpace</a></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, roccatune. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
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		<title>Interview: Maps &amp; Atlases</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 19:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Maps & Atlases]]></category>

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		<description><![CDATA[Maps &#38; Atlases aus Chicago gelten im Folk- und Indie-Bereich als einer der vielversprechendsten Newcomer aus den USA. Zwar nicht als Anwärter auf reißenden Absatz an den Plattentheken, dafür betrachten sie Kritiker in künstlerischer Instanz als eine der aktuell wenigen &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/interview-maps-atlases">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/09/maps-and-atlases.jpg" alt="" title="maps-and-atlases" class="alignnone size-full wp-image-17592" /></p>
<p><em>Maps &amp; Atlases aus Chicago gelten im Folk- und Indie-Bereich als einer der vielversprechendsten Newcomer aus den USA. Zwar nicht als Anwärter auf reißenden Absatz an den Plattentheken, dafür betrachten sie Kritiker in künstlerischer Instanz als eine der aktuell wenigen Bands, die sperrige Entwürfe und künstlerischen Spieltrieb in originelle Songs von drei Minuten packen kann. Ohne Quetschen, ohne Spannen.</em> (<a href="http://www.auftouren.de/2010/09/08/rezension-maps-atlases-perch-patchwork/">auftouren</a>)</p>
<p>Ich bin von ihrem Album &#8220;Perch Patchwork&#8221; ziemlich begeistert, auch wenn ich zugeben muss, das wir noch einen langen gemeinsamen Weg vor uns haben, bis aus Begeisterung echte Zuneigung wird. Aber eigentlich mache ich mir da wenig Sorgen. Ihr kennt ja <a href="http://www.nicorola.de/aktuelle-beitrage/news/allgemein/in-eigener-sache-nachwuchs">meine aktuelle Situation</a>, deswegen habe ich auf eine Übersetzung verzichtet. <span id="more-17589"></span></p>
<p><strong>Hello! Thanks for taking the time answering some questions! Can you please introduce yourself?</strong></p>
<p>My name is David and I&#8217;m in the band Maps &amp; Atlases</p>
<p><strong>Your debut record &#8220;Perch Patchwork&#8221; will soon be released in Germany. How do you guys feel about the reception and finally having a full length out there after two EPs (plus one unofficial CD-R, as far as I know)?</strong></p>
<p>I feel very excited that we have been able to make and release the music that we want to make and that we have fans who are receptive to that.</p>
<p><strong>I red an interesting review of your record (http://citylifers.co.uk/maps-atlases-perch-patchwork/):<em> Maps &amp; Atlases formed in 2004 and six years later they’re releasing their debut album. What the hell have they been doing all this time? I’ll tell you using metaphors and similes. They’ve been hungrily eating and digesting the works of many of the finest alternative artists of the last 10 years, and assimilating them into their repertoire. The result is something like what happens to those dogs in ‘The Thing’ when the parasitic extraterrestrial host reveals itself – a bloody mess of entrails, legs, heads and tentacles.</em> Why did you choose to put out your first full-length record so far into your career?</strong></p>
<p>Both of the EPs had an energy that seemed complete and in both cases we were faced with the choice of turning them into full lengths or releasing them as they were and I think that in both cases we made the right choice. We waited until now because this was the first time that we had an album that felt like a complete work.</p>
<p><strong>In your own words, what is the difference between this full lenght an your EPs?</strong></p>
<p>I think that there are many differences and that we have grown quite a bit in many ways, but I guess the main difference would be that this album has a larger scope of mood, textures, instrumentation and more sonic diversity.</p>
<p> <strong>&#8220;Perch Patchwork&#8221; is an amazing record, full of sounds, drum patterns and things to discover. You&#8217;ll not get it at first listen. It sounds like there was lots of time put into it. How was the recording process?  </strong></p>
<p>Recording the album was a long process of experimentation. Producer Jason Cupp did a great job of guiding the process and helping us to explore all of the different potential paths for the songs and we had a lot of fun working together.</p>
<p><strong>Lyrically, this albums seems dark, but the music is very bright. Is that something sort of natural? Did they just sort of tie together in the end?</strong></p>
<p>I think that the album may seem dark in contrast to the EPs, because it has a much wider spectrum of moods. We have a natural energy together that does seem to be relatively bright, but with this album we wanted to explore different things and create a balance of emotions within the record.</p>
<p><strong>What is the song writing process like in the band? Does everyone contribute lyrics and music?</strong></p>
<p> The process is different for different songs. Earlier in the history of the band many of the songs arose from jamming on ideas and stumbling onto things that were fun to play, so many of the parts on Tree, Swallows, Houses came about in this way with Erin and I contributing most of the lyrics. You and Me and the Mountain started more toward the direction of Perch Patchwork by still allowing surprises and evolution in the live setting, but having the chords, song structure and lyrics laid out ahead of time to keep the songs focused.</p>
<p> <strong>Where do your get your inspiration from?</strong></p>
<p> Everyday life, normal experiences. I go for a lot of walks and I feel that I am always stumbling upon small or silly things that stick with me .</p>
<p><strong>Can you imagine writing a score or compile a soundtrack? What kind of film or genre would you choose?</strong></p>
<p>I would love to contribute to a movie soundtrack in some way.  Chris (drums) and Erin (guitar) were film majors in College and I think that our band has a somewhat cinematic approach toward making music and I definitely feel that I have a cinematic way of interpreting music. I&#8217;m not sure which genre would be ideal though, maybe a comedy.</p>
<p><strong>You already toured the EU as support act for the Foals. In October you&#8217;ll play a few gigs in Germany. What can we expect from your shows?</strong></p>
<p>We always try to do things that are different and that feel authentic and we always have fun. We have been trying to challenge each other more musically to do new things, but at the same time balancing that with the fact that we are putting on a show.</p>
<p><strong>Is the reaction to your music different in different countries?</strong></p>
<p>The reaction to our music is very different everywhere, even in different regions in the US. It is interesting, but keeps it fun and exciting for us to play in different types of environments for different audiences.</p>
<p>I<strong> assume you use computers in your daily life. In which way do you use them for making music?</strong></p>
<p>Sometimes I try to use computers for making or recording music, but mostly I just rely on more skilled people to help me with that.</p>
<p><strong>As an artist, what are your views on how the Internet is changing the way music is discovered and distributed?</strong></p>
<p>I think that the internet has created an extremely interesting environment for musicians and artists. There are so many great bands in the world and I&#8217;m glad that I can hear so many of them thanks to the internet.</p>
<p><strong>Please name a band or musician who you love and think more people should be listening to.</strong></p>
<p>Nick Cave, Kate Bush, Bill Callahan</p>
<p><strong>Do you want to say anything else to my readers?</strong></p>
<p>We are very excited to come to Germany!</p>
<p>//////////</p>
<p><a href="http://player.vimeo.com/video/14358575">http://player.vimeo.com/video/14358575</a>
<p><a href="http://vimeo.com/14358575">Maps &amp; Atlases &#8211; Solid Ground</a> from <a href="http://vimeo.com/fatcatrecords">FatCat Records</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fs%3Fie%3DUTF8%26x%3D11%26ref_%3Dnb_sb_noss%26y%3D24%26field-keywords%3Dmaps%2520atlases%2520perch%26url%3Dsearch-alias%253Daps&amp;site-redirect=de&amp;tag=nicorola-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">&#8220;Perch Patchwork&#8221; bei Amazon</a><img src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=nicorola-21&amp;l=ur2&amp;o=3" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none!important;margin:0!important;" /></p>
<p><strong>Tourdaten:</strong></p>
<p>16. Okt 2010, 19:30 &#8211; Hafenklang, Hamburg<br />
17. Okt 2010, 19:30 &#8211; Festsaal Kreuzberg, Berlin<br />
18. Okt 2010, 19:00 &#8211; Beatpol, Dresden<br />
19. Okt 2010, 19:30 &#8211; Cafe Cairo, Würzburg</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/mapsandatlases">MySpace</a></p>
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		<title>Interview: Fotos</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 18:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 10. September erscheint das dritte Studioalbum der Hamburger Band Fotos. &#8220;Porzellan&#8221; ist ihr bisheriges Meisterstück geworden, soviel sei verraten. Nicht nur, weil es das dunkelste, lärmendste und vor allem mächtigste FOTOS-Album ist, sondern auch aufgrund der unglaublich tollen Songs. &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/interview-fotos">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/08/fotos.jpg" alt="" title="fotos" class="alignnone size-full wp-image-17160" /></p>
<p>Am 10. September erscheint das dritte Studioalbum der Hamburger Band Fotos. &#8220;Porzellan&#8221; ist ihr bisheriges Meisterstück geworden, soviel sei verraten. Nicht nur, weil es das dunkelste, lärmendste und vor allem mächtigste FOTOS-Album ist, sondern auch aufgrund der unglaublich tollen Songs. So kratzbürstig sich dieses Album auch manchmal gibt, ist es letztendlich doch reinster, strahlender Pop. <span id="more-17158"></span></p>
<p><strong>Hallo! Vielen Dank, das du dir die Zeit für ein paar Fragen nimmst.  Kannst du dich bitte kurz vorstellen?</strong></p>
<p>Ich bin Tom Hessler von der Gruppe Fotos aus Hamburg.</p>
<p><strong>Nach mittlerweile 10 Durchläufen muss ich euch zu eurem fantastischen neuen Album gratulieren. Obwohl ihr ja &#8220;Mauer&#8221; als Single ausgewählt habt, klingt &#8220;Porzellan&#8221; für mich wie ein Album aus einem Guss. Inwieweit habt ihr eher an einem Album als an einzelnen Songs gearbeitet?</strong></p>
<p>Es war von Anfang an klar, dass wir ein Album als ganzes ohne lästige, auf Radiomaßstäbe getrimmte Singles produzieren wollten. Gerade weil wir dem Druck, den wir früher beim Major hatten, nicht mehr ausgesetzt waren und ein Album machen wollten, das vor allem uns selbst überzeugt.</p>
<p><strong>Euer erstes Album war ja noch sehr vom britischen Indierock beinflusst, auf eurem zweiten habt ihr euch anderen Einflüssen wie Soul oder Funk geöffnet. Auf &#8220;Porzellan&#8221; hört man jetzt überhaupt keine Nu-Wave-Gitarren mehr, statt dessen fahrt ihr teilweise ganz schöne Shoegaze-Gitarrenwände auf. Wann war für euch klar, dass ihr ein anderes Album, eine andere Musik machen und euch verändern und wandeln wollt?</strong></p>
<p>Jedes Album entsteht auf der Basis einer Grundidee. Diese Grundidee gibt Textthemen und das damit verbundene Soundgewand vor. Im Rahmen dessen entstehen eine Reihe Songs von denen die besten auf dem Album landen. Wir sehen das neue Album als krasses Gegenteil zum letzten, das sehr trocken und unräumlich ist. Beide Alben beschäftigen sich mit Leere, vertonen Leere. Das letzte klingt wie ein Vakuum, das neue füllt den leeren Raum mit Klang und macht ihn dadurch hörbar.</p>
<p><strong>Gibt es konkrete Einflüsse aus der letzten Zeit oder steckte dieser Sound schon lange in euch?</strong></p>
<p><span class="zitat">Der Pop ist alt und frisst sich nur noch selbst.</span>Wir hören gerne britische Musik aus den 80igern, ob New Wave oder Shoegaze, aber auch Klassik, Eklektronik, Folk und Filmmusik. Überhaupt mögen wir Musik sehr gerne. Einflüsse sind unvermeidbar in dieser eklektizistischen Zeit. Der Pop ist alt und frisst sich nur noch selbst. Aber wir haben ihn eben alle so gern dass wir ihn auch nicht sterben lassen wollen.</p>
<p><strong>Möchtet ihr als Band immer unberechenbar bleiben?</strong></p>
<p>Wir machen was uns gefällt. Vor allem jetzt ohne Plattenfirma ist das sehr befreiend. Unser Leben lang das gleiche Album aufzunehmen ist für uns keine Option. Auch wenn man immer noch von vielen konservativen Musikhörern als unauthentisch verdammt wird, wenn man auf jedem Album neue Wege geht, aus Spass an der Veränderung und aus Neugier. Kunst sollte nie stagnieren. Wenn wir auf Stagnation aus gewesen wären, wären wir Banker geworden.</p>
<p><strong>Ihr habt also keine Ahnung, wohin die Reise bei eurem nächsten Album gehen wird?</strong></p>
<p>Nein.</p>
<p><strong>Wieviel Einfluss hatte Olaf Opal auf die neuen Stücke?</strong></p>
<p>Er hatte in erster Linie Einfluss auf mich als Künstler, mir neues Selbstbewusstsein gegeben. Der Sound der Stücke war auch in den Demos schon klar formuliert. Durch Olaf aber ist er noch wesentlich konkretisiert worden. Sozusagen von 2d nach 3d.</p>
<p><strong>Eure Songtitel sind auf dem neuen Werk eher düster und passen damit perfekt zur Musik. &#8220;Nacht&#8221;, &#8220;Feuer&#8221;, &#8220;Angst&#8221;, &#8220;Alles schreit&#8221;, &#8220;Raben&#8221;. Auch inhaltlich sieht es bei euch aktuell nicht rosig aus. &#8220;Ich baue eine Mauer um mich&#8221; oder auch &#8220;Wie ein Insekt bin ich gesteckt, auf einer Nadel, fährt ein Pfeil in meinen Magen, aus Metall&#8221; mˆgen hier als Beispielzeilen herhalten. Ergaben sich die Texte aus eurem neuen Sound oder entwickelten sich die Texte völlig losgelöst?</strong></p>
<p>Die Stimmung war eben nicht rosig als ich die Texte und die Musik schrieb, meist entstand beides gleichzeitig.</p>
<p><strong>Eure ersten beiden Alben erschienen bei EMI Music, euer neues Album wird von Snowhite veröffentlicht. Seid ihr froh, den sicherlich recht groﬂen Druck des Majors los zu sein?</strong></p>
<p>Wir sind jetzt auf eigenen Wunsch frei und haben Snowhite als Promoagentur engagiert. Wir wollen nie mehr zurück in dieses Korsett und bereuen, dass wir so naiv waren zu glauben, wir wären eine Ausnahmeband, die nicht zermahlen wird von der Mühle des Mainstream-Drucks, der bei Plattenfirmen in diesen Zeiten mehr denn je herrscht.</p>
<p><strong>Wenn ich es richtig mitbekommen habe, werden die Tickets für eure anstehenden Livetermine nur auf eurer eigenen Homepage vertrieben und etwas aussergewöhnlicher sein. Was steckt dahinter?</strong></p>
<p>Die Firma Tickettrickser war früher der hauseigene Ticketvorverkauf des Hamburger Buback Labels. Als diese keine Zeit mehr dafür hatten, hatte ich die Idee den Laden zusammen mit unserem Manager Arne und unserem ehemaligen PM Sven zu übernehmen und limitierte Kontingente anzubieten. Liebevoll gestaltete Fantickets im individuellen Design der jeweiligen Band, direkt vertrieben auf den Seiten der Bands, zusammen mit einem Geschenk für die Fans, das auch jede Band individuell aussucht. Dabei verdienen wir nicht viel aber bieten eine schöne Alternative zum hässlichen CTS Standartticket an. Da kann man dann ja für 120 Euro ein U2 Ticket kaufen&#8230;</p>
<p><strong>Auf meinem Blog gab es kürzlich ein Tourtagebuch der Band Pitchtuner, die in Japan und China unterwegs waren und einen sehr interessanten Einblick in die doch ganz andere Kultur boten. Auch ihr wart mit dem Goethe Institut vor 2 Jahren schon einmal in China. Bei euch steht in Kürze eine weitere Asien-Tour an, diesmal stehen z.B. Pakistan, Sri Lanka und Indonesien auf dem Programm. Was erwartet ihr und wie bereitet ihr euch vor?</strong></p>
<p>Wir werden unseren Kameramann Martin mitnehmen, einen Freund der Band, der auch unsere Produktionsdiarys und Podcasts dreht. Er wird einen 90minütigen Dokumentarfilm über die Reise drehen, der voraussichtlich im Fernsehen laufen wird. Nach unseren bisherigen Reisen nach Armenien, Mexiko, Zentralasien oder China wissen wir, das man die Eindrücke dieser Reisen unbedingt festhalten muss. Für sich selbst, aber eben auch für die heimische Zuhörer- / Zuschauerschaft. Ein Land wie z.B. Indien bietet sich dafür sehr an. Wir hatten schon mit Lebensmittelvergiftungen zu kämpfen, werden also Antibiotika mitnehmen, aber auch die ein oder andere Impfung kann nicht schaden.</p>
<p><strong>Vor Kuzem startete in Deutschland mit simfy ein Streaming-Angebot, welches die eigene Plattensammlung im Prinzip überflüssig macht. Für 10 Euro im Monat hat man Zugriff auf ¸ber 6 Millionen Songs (so zumindest die Werbung) und kann diese auch auf dem eigenen Mobiltelefon immer dabei haben. Wie steht ihr als Künstler dazu?</strong></p>
<p>Als Künstler verdient man mit Angeboten aus der digitalen Welt recht wenig. Für einen Song, der bei ITunes verkauft wird, bekomme ich wenige Cents. Bei den Pauschal-Angeboten noch weniger, da dort vor allem die Großen wie Robby Williams oder Metallica die Löwenanteile verdienen. Das Album seiner Lieblingskünstler zu kaufen ist immer noch der beste Weg um ihn zu unterstützen. Aber wenn man ehrlich ist, macht das doch kaum einer mehr. Selbst etablierte Künstler, die vor 1000-2000 Menschen live spielen, verkaufen kaum noch genug Alben um ihre Herstellungskosten einzufahren. Wir haben das neue Album nur über Förderung und durch den Verlag finanziert bekommen. Wie das nächste finanziert wird, ist noch unklar. Als Künstler hört man aber nicht auf zu produzieren, nur weil das Geld fehlt. Man muss weitersenden. So oder so.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview.</strong></p>
<p>//////////</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fs%3Fie%3DUTF8%26ref_%3Dnb_sb_ss_i_0_11%26field-keywords%3Dfotos%2520porzellan%26url%3Dsearch-alias%253Daps%26sprefix%3Dfotos%2520porze&amp;site-redirect=de&amp;tag=nicorola-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">&#8220;Porzellan&#8221; bei Amazon</a><img src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=nicorola-21&amp;l=ur2&amp;o=3" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none!important;margin:0!important;" /></p>
<p><a href="http://player.vimeo.com/video/14207992">http://player.vimeo.com/video/14207992</a>
<p><a href="http://vimeo.com/14207992">Fotos &#8211; Mauer (Musikvideo)</a> from <a href="http://vimeo.com/snowhite">Snowhite</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Den Song Porzellan kriegt ihr übrigens nach wie vor umsosnt gegen die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse auf der Homepage der Band.</p>
<p><a href="http://www.fotosmusik.de/">www.fotosmusik.de</a></p>
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		<item>
		<title>Interview: The Bewitched Hands On The Top Of Our Heads</title>
		<link>http://www.nicorola.de/features/interviews/interview-the-bewitched-hands-on-the-top-of-our-heads</link>
		<comments>http://www.nicorola.de/features/interviews/interview-the-bewitched-hands-on-the-top-of-our-heads#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 20:36:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[The Bewitched Hands On The Top Of Our Heads]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich dachte zuerst, The Bewitched Hands on the Top of Our Heads kämen aus Kanada, denn ihre Musik klingt nach der Weite, der Natur und der Indie-Musik dieses Landes. Mit ihrem Bandnamen machen die Franzosen schon einmal vieles richtig, denn &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/interview-the-bewitched-hands-on-the-top-of-our-heads">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/08/bewitched-hands.jpg" alt="" title="bewitched-hands" class="alignnone size-full wp-image-16977" /></p>
<p>Ich dachte zuerst, The Bewitched Hands on the Top of Our Heads kämen aus Kanada, denn ihre Musik klingt nach der Weite, der Natur und der Indie-Musik dieses Landes. Mit ihrem Bandnamen machen die Franzosen schon einmal vieles richtig, denn so etwas merkt man sich. Der Kenner spricht dann später nur noch in der Kurzform &#8220;The Bewitched&#8221; von ihnen, ist ja klar. Die Musik klingt wie eine aufregende Mischung aus Sixties-Psychedelica, New Wave Folk und Punk, und ist bei aller Widerborstigkeit wahnsinnig mitreißend. <span id="more-16976"></span></p>
<p><strong>Hallo! Danke, das ihr euch die Zeit nehmt, mir einige Fragen zu beantworten. Könnt ihr euch bitte kurz vorstellen?</strong></p>
<p>Wir sind Bewitched Hands On The Top Of Our Heads und wir kommen aus Frankreich.</p>
<p><strong>Ein wenig zu den Anfängen: Wie seid ihr als Band zusammengekommen?</strong></p>
<p>Wir waren schon seit langer Zeit befreundet. Wir haben bereits in vielen verschiedenen anderen Bands gespielt, und an einem Tag im Jahr 2007 beschlossen wir, zusammen eine Band zu gründen, Songs zu schreiben und Spaß zu haben. Der Name kommt von Bens Soloprojekt, und wir nahmen ihn einfach, da er unserer Meinung nach perfekt zu unserer Einstellung passt.</p>
<p><strong>Ihr kommt aus Reims. Ich kenne mich in der französischen Musikszene nicht besonders aus&#8230; wie sieht die Musikszene in der Stadt aus?</strong></p>
<p>Es gibt eine kleine Musikszene in Reims. Obwohl es nur ein paar Veranstaltungsorte gibt, beheimatet die Stadt viele Bands, z.B. Yuksek, Brodinski und die Shoes im elektronischen Bereich, Alb, John Grape und Libelul im Pop-Bereich. In Bezug auf den Bekanntheitsgrad und den Stil sind diese Bands sehr unterschiedlich, aber sie zeigen, das die Stadt in Bezug auf Musik sehr aktiv ist. Vor fünf bzw. zehn Jahren war das definitiv nicht so.</p>
<p>Über die französische Szene allgemein: von den Fünfzigern bis zum Ende der Neunziger schafften es nur wenige französische Pop- und Rockmusiker außerhalb Frankreichs erfolgreich zu sein. Mit dem Durchbruch der elektronischen Musik und dem Erfolg von Air und Daft Punk änderten sich die Dinge. Heutzutage erhält eine Band wie Phoenix einen Grammy Award, was zeigt, das sich die Wahrnehmung der französischen Musik in der Welt positiv entwickelt hat. Es gibt Platz für englisch-singende französische Bands, für französische Instrumentalbands&#8230;.</p>
<p><strong>In einem anderen Interview habt ihr eure Musik als melodischen, psychedelischen Pop beschrieben. Was sind eure Einflüsse? Was inspiriert euch?</strong></p>
<p>Wir haben alle eine Menge unterschiedliches Zeug gehört, also erwarten wir von der Band eine Art Mix dieser Einflüsse&#8230; Die Band begann als Pop/Folk-Combo (Folk-Gitarren, eine Menge Gesangsharmonien, Tambourines), aber wir wollten unsere Musik nie in solche Raster eingesperrt wissen. Wir haben ausserdem einen amerikanischen Rock-Einfluss. Manchmal nutzen wir auch Achtziger-Synthies, weil wir alle Kinder der Achtziger sind.</p>
<p><strong>Wenn ich richtig informiert bin, dürfte euer Debütalbum beinahe fertig sein. Wie geht es voran? Wird es so klingen, wie ihr es euch vorgestellt habt?</strong></p>
<p>Das Album ist fertig, es wird im Oktober veröffentlicht. Danach gehen wir auf große Tour durch Frankreich, England und durch die USA, neben weiteren Ländern. Ob das Ergebnis so ausfällt, wie wir es uns vorgestellt haben, wird sich zeigen. Momentan sind wir sehr zufrieden, alles läuft gut für uns und wir hoffen, das es so weitergeht. Am allermeisten freuen wir uns darauf, vor einem Publikum zu spielen, welches unser Album vorher gehört hat, eventuell sogar ein paar Texte mitsingen kann, welches wirklich gekommen ist, um uns zu sehen.</p>
<p><strong>Was findet ihr richtig klasse an eurem Album?</strong></p>
<p> Wir lieben die Art, wie wir es aufgenommen haben, wir haben es genauso gemacht, wie wir wollten. Das ist die Art, wie wir arbeiten: für uns selbst, mit unserem eigenen Zeug. Wir haben oft versucht, Spontanität zu forcieren, First Takes zu behalten. Alles was Emotionen erzeugt, war und ist für uns immer wichtiger als das Höchstmaß an Perfektion. Den Song &#8220;Cold&#8221; haben wir zum Beispiel live aufgenommen, und auf dem Album ist die allererste Aufnahme gelandet. Bei &#8220;Out Of Myself&#8221; spielt Anthonin zum Beispiel die Drums, obwohl er selbst kein Schlagzeuger ist. Es gibt eine Menge solcher Beispiele. Obwohl es unser erstes Album ist und wir in Zukunft bestimmt eine Menge Schwachstellen entdecken, sind wir doch sehr stolz auf die Art und Weise, in der wir es aufgenommen haben.</p>
<p><strong>Inwieweit hat das Internet eurer Meinung nach die Art und Weise verändert, in der Musik entdeckt und vertrieben wird?</strong></p>
<p>Es ist sehr schwer, hier eine klare Position zu beziehen, denn es gibt sowohl positive als auch negative Aspekte. Die Entdeckung neuer, unbekannter Musik war niemals so einfach wie heute. Die Musikindustrie gibt nur widerwillig ihr bisheriges Geschäftsmodell aus der Hand&#8230;.wir befinden uns in einer Übergangsphase, und die Plattenfirmen müssen sich an diese neuen Gegebenheiten anpassen. Aber ich denke, wir wissen einfach nicht, wohin die Reise geht.</p>
<p><strong>Ist die Art und Weise, in der Radiohead ihr letztes Album vertrieben haben, etwas, das ihr euch für eure Musik vorstellen könnt?</strong></p>
<p>Ich denke, die &#8220;Bezahl was du willst&#8221;-Distribution ist ein wenig einfacher, wenn du Radiohead heisst und bereits 30 Millionen Alben verkauft hast. Ich denke, das wird für unbekannte Bands keinen positiven Effekt haben. Außerdem kenne ich jetzt keine andere Band, die ihrem Beispiel gefolgt ist. Ich denke nicht, das das die Lösung ist, das es eine neue Art der Beziehung zwischen Musiker und Fans darstellt. Vielleicht ist es aber auch nur ein Weg, um auf sich aufmerksam zu machen.</p>
<p><strong>Denkt ihr, es könnte eure Popularität steigern, wenn ihr eure Musik umsonst verteilt?</strong></p>
<p>Wir verschenken bereits den unveröffentlichten Song &#8220;I Don&#8217;t Know&#8221; bei <a href="http://rcrdlbl.com">rcrdlbl.com</a> und den Titel &#8220;Hard To Cry&#8221; bei iTunes. Und natürlich machen wir das gerne, denn es ist ein toller Weg, unsere Musik zu entdecken. Und &#8220;I Don&#8217;t Know&#8221; ist auch eine Art Bonus für die Leute, die uns bereits kennen. Vielleicht geben wir unsere Musik eines Tages umsonst weg, wenn Musikläden ihre Gitarren verschenken und Hausbesitzer ihre Appartments&#8230; was für eine großartige Welt wäre das.</p>
<p><strong>Was können wir von euren Liveshows erwarten? Werdet ihr bald nach Deutschland kommen?</strong></p>
<p> Energie, Songs, eine Menge Gitarren und Gesangsharmonien. Wir haben noch nie in Deutschland gespielt, es gibt noch keine Termine bisher, aber wir würden wahnsinnig gerne bei euch spielen.</p>
<p><strong>Welchen Song hättet ihr gerne geschrieben?</strong></p>
<p>Einige von uns würden sagen &#8220;Waterloo Sunset&#8221; von den Kinks, andere vielleicht eher &#8220;Ace Of Spades&#8221; von Motörhead.</p>
<p><strong>Was sind eure Zukunftspläne eure Musik betreffend?</strong></p>
<p>Wir werden weiterhin live spielen, wir wollen neue Songs schreiben, sie spielen und aufnehmen&#8230;. eigentlich sehr einfach, wir wollen weitermachen.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></p>
<p>//////////</p>
<p><a href="http://rcrdlbl.com/artists/The_Bewitched_Hands_On_The_Top_Of_Our_Heads/music">&#8220;I Don&#8217;t Know&#8221; bei RCRDLBL</a><br />
<a href="http://www.myspace.com/handsbewitched">MySpace-Seite</a></p>
<p><a href="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9915786&#038;server=vimeo.com&#038;show_title=0&#038;show_byline=1&#038;show_portrait=0&#038;color=&#038;fullscreen=1">http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9915786&#038;server=vimeo.com&#038;show_title=0&#038;show_byline=1&#038;show_portrait=0&#038;color=&#038;fullscreen=1</a>
<p><a href="http://vimeo.com/9915786">WORK</a> from <a href="http://vimeo.com/user3099311">TheBewitchedHands</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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