magic_mp3Wie bereits angekündigt, habe ich mein neues Mobiltelefon auf seine Fähigkeiten als MP3-Player getestet. Zuerst einmal ein paar Eindrücke zur Hardware. Das HTC Magic ist äußerst solide verarbeitet, auch auf stärkeren Druck knarzt hier nichts. Die Oberfläche ist hochglänzend und wirkt sehr edel, zieht aber Fingerabdrücke magisch an. Die insgesamt sechs Tasten unterhalb des großen Bildschirms sind in silber gehalten und mit schlichten Symbolen versehen. An der Optik ist bis auf den Trackball, der wie ein Deo-Roll-On ausschaut, absolut nichts einzuwenden.

Doch gleich bei der ersten Begutachtung fällt ein Punkt ins Auge, der den Einsatz als MP3-Player fragwürdig macht. Das HTC Magic besitzt keinen Kopfhöreranschluß. Nur ein Mini-USB-Port ist an der Unterseite des Gerätes vorhanden. Das ist wirklich ärgerlich und kaum nachvollziehbar, denn so muss man entweder auf das mitgelieferte Headset zurückgreifen oder sich einen Adapter besorgen. Das im Lieferumfang enthaltene Headset macht dabei keine sonderlich gute Figur. Sicher, es funktioniert einwandfrei und ist besonders für Gespräche unterwegs praktisch, da man das Handy dafür nicht aus der Tasche holen muss. Für den Musikgenuss ist es allerdings kaum zu empfehlen, zu wenig Bass und ein gewisses Klirren schmälern den Höreindruck. Da ich mir bisher keinen Adapter zugelegt habe, musste ich aber die HTC Kopfhörer benutzen und habe mich ein wenig an sie gewöhnt, aber um einen Adapter kommt man meiner Meinung nach nicht herum. Wer darauf steht, die Mitfahrer in der U-Bahn zu nerven, dem sei gesagt, das die eingebauten Lautsprecher genug Lautstärke etwickeln, um alle anderen im nährern Umkreis zu belästigen.

Erfreulicherweise legt Vodafone dem Gerät eine 8 GB MicroSD-Karte bei, so dass man im Prinzip sofort mit dem Befüllen des Gerätes loslegen kann. Hierzu verwendet man einfach das mitgelieferte USB-Kabel und gibt am Telefon den Datentransfer frei. Sowohl am Mac als auch am PC meldet sich das Magic als Laufwerk an und kann befüllt werden. Einfach alle gewünschten Songs in den Ordner „Musik“ schmeißen, das war es. Der Android Musikplayer ordnet die Songs dann anhand der ID3-Tags nach Interpret und Album. Der Startbildschirm der Musik-Applikation bietet vier große Schaltflächen, „Interpreten“, „Alben“, „Titel“ und „Playlists“ und ist ziemlich selbsterklärend. Wählt man nun z.B. Interpreten gelangt man auf eine alphabetische Auflistung der Künstler plus Anzahl der vorhandenen Alben. Tippt man nun auf einen Eintrag, so klappt ein Untermenü auf und zeigt die vorhandenen Alben des Künstlers an. Das ist etwas seltsam gelöst, denn ich bin es von meinen bisherigen MP3-Playern gewohnt, das ich dann in ein neues Menü mit den aufgelisteten Alben gelange. Diese Lösung kann mitunter zu einer etwas verwirrenden Ansicht führen, gerade wenn man keine Lust hat, sämtliche aufgeklappten Menüpunkte auch wieder zu schließen.

Erst der Klick auf ein Album bringt mich in die nächste Übersicht, und zwar auf die der enthaltenen Songs. Hier wählt man dann aus, mit welchem Song man starten möchte. Danach gelangt ihr auf den Übersichtsbildschirm, den ihr oben als Screenshot sehen könnt. Schlicht, aber funktional und übersichtlich. Rechts vom obligatorischen Albumcover finden sich Buttons für die Listenansicht der aktuellen Wiedergabe, für Zufallswiedergabe der aktuellen Auswahl und für die Endlosschleife. Zurück kommt man immer über den entsprechenden Button unterhalb des Bildschirms, eine Lösung über den Touchscreen ist hier leider nicht vorgesehen. Auch den Menübutton wird man immer wieder benutzen, zum Beispiel um auf den Startscreen zurückzukehren. Insgesamt etwas umständlich, aber immerhin noch gut bedienbar.

Playlisten können ohne Probleme unterwegs erstellt werden, dazu reicht ein Klick auf das Menü oder ein langer Druck auf den Bildschirm in der Listenansicht der Songs. Dann einfach Playliste auswählen und hinzufügen. Innerhalb einer Playliste läßt sich die Reihenfolge ganz einfach durch Drag&Drop verschieben, hierzu dient das Symbol auf der linken Seite. Einfach, aber effektiv. Android soll wohl auch selbst erstellte Playlisten erkennen können, leider bin ich bisher nicht dazu gekommen.

Recht praktisch ist das Downloadverhalten des Android-Betriebssystems. Lädt man eine MP3 via Browser herunter, wird diese entsprechend einsortiert und steht dem Musikplayer sofort zur Verfügung. Das ist gut gelöst und macht Spaß.

Fazit: Das HTC Magic macht als mobile Jukebox einen guten Eindruck und ist ziemlich selbsterklärend. An die in meinen Augen ein wenig umständliche Menüführung hat man sich schnell gewöhnt und findet sich gut zurecht. Das Gerät ist sehr gut verarbeitet und sieht schick aus. Das Android-Betriebssystem macht Spaß und der verbaute Touchscreen reagiert flott, Listenansichten lassen sich flüssig scrollen.
Mein einziger wirklicher Kritikpunkt ist der fehlende Kopfhöreranschluß. Das ist wirklich ärgerlich und in meinen Augen unverständlich. So muss man für einen vollwertigen Musikgenuss auf einen Adapter zurückgreifen oder sich einen Bluetooth-Kopfhörer kaufen, wovon ich allerdings kein Freund bin. Ein Beurteilung in Sachen Klang bleibe ich euch schuldig, da ich das mit dem mitgelieferten Headset nicht bewerkstelligen kann.

[xrr rating=7/10 imageset=tiny_star label=“Wertung:“]

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Jetzt heißt es natürlich, den Android Market nach spannenden Apps zu durchsuchen. Was können andere Player, wie schlägt sich Last.fm to go und was gibt es sonst noch an musikalischen Spielerein. Aber dazu später mehr….

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Wenn ihr selber ein HTC Magic gewinnen wollte, dann schaut mal auf der MySpace-Seite vorbei, dort werden fünf Geräte verlost.

[ Disclosure: Vodafone hat mir freundlicherweise ein Testgerät zur Verfügung gestellt. Ich habe 3 Monate lang eine Flatrate und darf das Gerät anschließend behalten.]

1 KOMMENTAR

  1. Hoffentlich liefert Spotify schnell seine Mobile-Version für Adroid nach – würde mich mal sehr interessieren, wie gut das auf dem Gerät läuft. Das wäre ein glatter Kaufgrund zum Jahreswechsel, wenn ich mit einem neuen Handy dran bin.

    Ich habe übrigens ein HTC Touch, das auch nur mit Mini-USB aufwartet. Nachdem ich mir aber für 7€ nen Adapter gekauft habe (von den günstigeren wurde abgeraten), bin ich vom Klang zusammen mit meinen Creative-Ohrhörern begeistert. Ich denke mal, dass HTC da beim Magic auch nicht viel falsch gemacht haben wird!

  2. Ich hab diesen hier: http://www.pearl.de/a-HZ7409-4041.shtml – allerdings bei einem Handyshop über Amazon bestellt. Dort war er doppelt so teuer und hatte gute Bewertungen, scheint aber doch nichts anderes zu sein als die anderen, die für den selben Preis wie bei Pearl (2,90) angeboten werden und teils schlechte Bewertungen bekommen haben. Der Klang ist bei mir aber trotzdem echt gut!

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