Meine Lieblingssongs des Jahres 2013 habe ich euch bereits vorgestellt; die allerbesten 20 in einzelner Würdigung, alle 50 in einer Playliste. Natürlich fehlt vorm Jahreswechsel noch der Blick auf die Alben des Jahres 2013, die mich am meisten unterhalten und überzeugt haben. Regelmäßige Leser dieses Blogs wird die Auswahl wohl kaum verwundern.

  1. Money – The Shadow of Heaven
    Für mich die Überraschung des Jahres. Und nicht nur das beste Debüt 2013, sondern auch das beste Album überhaupt. Die Musik der Jungs aus Manchester klingt wie eine Mischung aus Foals, Vampire Weekend, Wild Beasts, James Blake und den alten Arcade Fire. Spärlich instrumentiert und herzzerreißend schön.
  2. Sigur Rós – Kveikur
    Ein Monolith von einem Album, ein absolut kraftvoller Brocken. Gerade nach der Enttäuschung über den schwachbrüstigen Vorgänger eine wahre Freude.
  3. Arcade Fire – Reflektor
    Ich habe für mich irgendwann einmal eine kleine Regel aufgestellt: wenn ein Album mindestens 4 großartige Songs und keinen wirklichen Durchhänger vorweisen kann, dann ist es für mich ein ganz großes. Und diese Kriterien kann „Reflektor“ locker erfüllen. Trotz oder gerade wegen des großartigen stilistischen Kurswechsels nach „The Suburbs“.
  4. Atoms For Peace – Amok
    Ähnlich experimentell in der Grundausrichtung wie „Kid A“ oder auch „Amnesiac“, geht es sehr zielgerichtet zu Werke und erschafft einen knapp 45minütigen Sog, in dem man sich sehr schnell verlieren kann. Eines der aufregendsten Werke Yorkes, genial unterstützt von Flea (Red Hot Chili Peppers) und dem langjährigen Radiohead-Produzenten Nigel Godric.
  5. The Darcys – Warring
    Drei Jahre wurde an den Songs gewerkelt, bevor diese dann in sechs Monaten Studioarbeit fertiggestellt wurden. Sechs Monate sind eine lange Zeit, und so verwundert es nicht, dass die Songs großartig klingen. Aber auch die Arbeit, die in das Songwriting geflossen ist, hat sich gelohnt. Für mich eine der Überraschungen des Jahres, denn ich hatte diese Band am Anfang des Jahres überhaupt nicht auf dem Schirm.
  6. Arctic Monkeys – AM
    Die Arctic Monkeys klingen 2013 besser denn je, schreiben gute bis großartige Songs und wissen scheinbar genau, wohin die Reise geht. Und entgegen meiner vorgefassten Meinung folgte ich ihnen gerne. Und zwar so oft, dass mir nichts anderes übrig bleibt, als diese Platte in die Top Ten aufzunehmen.
  7. Deafheaven – Sunbather
    Black Metal, gekreuzt mit Post Rock- und Shoegaze-Elementen. Die Kompositionen sind derart miteinander verwoben, dass man die knappe Stunde wie in einem Rausch wahrnimmt. In diesem mitreißenden Mahlstrom aus rasenden Gitarren, gefühlvollen Double-Bass-Attacken und heiserem Gekreische verbergen sich Erinnerungen an Pink Floyd oder Metallica. Wenn man die vordergründige Brutalität aushält, erwartet einen ein großartiges Werk.
  8. Nick Cave & The Bad Seeds – Push The Sky Away
    Ein zu gleichen Teilen üppiges und dunkles Werk, bei welchem wieder der andere Nick Cave am Werk ist, der in sich gekehrte Nachtarbeiter, welcher zu reduzierten Drum Loops von Warren Ellis seine beängstigenden und gefährlichen Albträume ins Mikrofon singt. Jeder Song kreiert seine ganz eigene geisterhafte Atmosphäre, voll zerfetzterer Wolken am stürmischen Himmel.
  9. King Krule – 6 Feet Beneath The Moon
    Es ist schon erstaunlich, welche Tiefe dieser Jungspund mit ein paar Gitarrenakkorden, Einflüssen aus Dubstep, Blues, Rock und Jazz erzeugt. Ich schrieb, dass dieses Album auch in meiner Jahresendliste ganz weit oben auftauchen würde. So soll es sein.
  10. The National – Trouble Will Find Me
    Ich gebe es nur ungern zu: die anfängliche Begeisterung ist verschwunden. Es bleibt ein tolles, aber auch routiniertes Album einer gewachsenen Band. In letzter Zeit selten gehört, gehört es als solides The National-Album trotzdem in die Top Ten.

So, das waren meine 10 Lieblinge. Sie haben mein ereignisreiches Jahr bereichert, mich aufgefangen, berührt und mitgerissen. Ein herzliches Danke an diese wundervollen Künstler! Natürlich gab es in diesem Jahr noch viele andere großartige Platten, aber das hier sind meine zehn Favoriten.

Wie schaut es bei euch aus? Was waren eure absoluten Highlights des Jahres? Ich freue mich über Kommentare und über Links zu Beiträgen in euren Blogs.

P.S.: Scheinbar war 2013 das Jahr der schwarz-weißen / dunklen Plattencover. Zumindest für mich. Deafheaven fällt nicht nur musikalisch, sondern auch gestalterisch heraus.

6 KOMMENTARE

  1. Dave Hause – Devour
    John Moreland – In the Throes
    Northcote – Northcote
    The White Buffalo – Shadows, Greys & Evil Ways
    Gregory Porter – Liquid Spirit
    Buddy Guy – Rythm & Blues
    The National – Trouble Will Find Me

    …in zufälliger Reihenfolge.

  2. Gut dass Du sie noch einmal aufgelistet hast.
    Money mit „The Shadow Of Heaven“ hatte ich irgendwie verpasst, oder nicht angeklickt, oder es war Liebe auf den 2. Klick – egal, jedenfalls habe ich inzwischen das Album einige Male gehoert und finde es sehr gut.

    Gefallen habe mir dieses Jahr besonders:

    Ulver – Messe I.X – VI.X
    Junip – Junip
    Jonathan Wilson – Fanfare

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