Deafheaven – Vertigo

Mit Black Metal konnte ich auch in meiner harten Vergangenheit nie wirklich etwas anfangen. Geschminkte Musiker in albernen POsen auf dem Friedhof, unterirdische Produktionen ohne jeden Druck, brennende Kirchen und politische Provokationen schreckten mich ab. Doch dann kamen Deafheaven mit ihrem aktuellen Album „Sunbather“. Nach der zweiten begeisterten Rezension im Netz war ich neugierig und lud mir die Songs via Spotify herunter. Ich bin auch jetzt immer noch fasziniert von dieser Musik. Hier gibt es natürlich auch Blastbeats und Gekrächze, aber auch verdammt großartige Kompositionen. Denn Deafheaven spielen keinen lupenreinen Black Metal, sondern kreuzen diesen auf geniale Weise mit Post Rock- und Shoegaze-Elementen. Und sie schaffen es trotz aller Härte gefühlvoll zu klingen, so albern das jetzt auch klingt. Im Zentrum des Albums steht das fast viertelstündige „Vertigo“, ein vielschichtiges Monster, kraftvoll, düster, melodiös, deprimierend, mitreißend.

Worum geht es hier? Ich stelle bis Ende 2013 die Songs vor, die mich in diesem Jahr besonders bewegt haben. Obwohl ich Albumhörer bin, gibt es doch immer wieder einzelne Songs, die aus dem Gesamtkunstwerk herausragen. Oder aber auch Einzeltracks, deren dazugehörige Alben mich eher nicht überzeugt haben. Um es kurz zu machen: die Songs, die mich umgehauen haben. Wie viele es im Endeffekt werden, wird sich zeigen.

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