fuzeWährend meines Urlaubs hat mir die Firma Sandisk einen ihrer neuen MP3-Player Sansa Fuze zum Testen zugeschickt. Das ist mittlerweile drei Wochen her, und ich habe den kleinen Player jetzt eingehend getestet.

Die Verpackung

Der Fuze kommt in einer recht unspektakulären Verpackung. In einem einfachen, bedruckten Pappkarton befindet sich ein Plastikinlay, in dem sich der MP3-Player selbst, ein Kopfhörer und ein USB-Kabel befinden. Darunter liegt die Bedienungsanleitung, eine kleine CD-Rom und ein Werbeflyer für Audible. Kurz die Anleitung überflogen, und richtig, vor der ersten Benutzung aufladen. Geht natürlich nur über den USB-Anschluss des Rechners. Ein seperates Netzteil fehlt.

Der Fuze wird an meinem Mac als USB-Laufwerk angezeigt und läßt sich einfach per Drag&Drop befüllen. Da kann man die Ladezeit ja schonmal sinnvoll nutzen. Die vorgegebene Ordnerstruktur ist selbsterklärend und sinnvoll. Musik packt man in den Ordner „Musik“, Podcasts in den Ordner „Podcast“ und so weiter.

Die Verarbeitung

Nach ungefähr einer Stunde war der Akku voll und ich habe mir den Fuze einmal genauer angeschaut. Die Verarbeitung ist solide, die Rückseite besteht aus einem recht robust wirkenden Hartgummi, die Vorderseite aus hochglänzendem schwarzen Plastik, welches zwar nicht edel, aber doch doch recht ansehnlich aussieht. Der Fuze ist schon ein kleiner Handschmeichler, einzig die nicht ganz saubere Verarbeitung am Übergang von Vorder- zur Rückseite stört etwas.

Die Bedienung

Bedient wird der Player über ein kleines Scollrad, welches ziemlich gut beim iPod abgeschaut ist. Nur leider funktioniert die Bedienung nicht ganz so intuitiv wie bei Apples Konkurrenzprodukt. So ist es am Anfang für einen alten iPod-Benutzer recht seltsam, das die Druckpunkte nach rechts und links am Scrollrad in den Menüs für das Vor- und Zurückspringen genutzt werden, während ein Song abgespielt wird aber für das Skippen. Um in das vorherige Menü zurückzukehren, muss ich nach unten drücken und einen Menüpunkt bestätigen. Etwas umständlich, aber nach einer Woche hat man sich daran gewöhnt.

Das Scrollrad funktioniert übrigens mechanisch, d.h. es dreht sich wirklich. Und bei jedem Menüeintrag gibt es einen leichten Widerstand, was ich persönlich ganz angenehm und hilfreich finde. Insgesamt finde ich die Bedienung nach einer kurzen Eingewöhnungszeit recht gelungen, wenn auch nicht so überzeugend wie beim iPod.

Die installierte Frimware verrichtet ihren Dienst recht zuverlässig und ist einfach zu bedienen. Das Hauptmenü besteht aus den Einträgen Musik, Videos, Fotos, Radio, Sprachaufnahme, Einstellungen. Das man nicht nur seine MP3s, sondern auch Radio hören kann, finde ich sehr gut. Die Video- und Fotofunktion kann man als Mac-User getrost vergessen, denn sowohl Videos als auch Fotos müssen in einem bestimmten Format vorliegen, welches sich nur durch eine Sandisk-Software erstellen und auf den Player kopieren läßt. Und diese gibt es nur für Windows. Diese beiden Funktionen konnte ich also nicht testen, aber die installierten Demos haben mich jetzt auch nicht vom Hocker gerissen.

Die Technik

Umso erfreulicher, das man den Fuze durch das eingebaute Mikro auch als Diktiergerät nutzen und Radiosendungen aufzeichnen kann. Beides funktioniert recht einfach und erzeugt WAV-Dateien direkt auf dem Gerät. Die Radioaufzeichnungen klingen je nach Empfang sehr gut, die Sprachaufzeichnungne durch das kleine Mikro recht passabel. Nettes Feature.

Die Akkulaufzeit des Geräts wird vom Hersteller mit 24 Stunden für die Musikwiedergabe angegeben, das kann ich bisher leider nicht bestätigen, da ich den Fuze zwischendurch immer wieder an meinem Rechner angeschlossen habe. Bei anderen Tests habe ich allerdings gelesen, das 19-21 Stunden realistisch sind. Für einen MP3-Player dieser Größe absolut passabel.

Der Klang des Players ist übrigens recht gut, in etwa vergleichbar mit meinem iPod der 4. Generation. Die mitgelieferten Kopfhörer sind solide, tragen sich recht angenehm aber klingen mir zu dumpf. Durch einen MicroSD-Slot läßt sich der verfügbare Speicherplatz übrigens recht preiswert vergrößern, 4 GB kosten z.B. ungefähr 12 Euro.

Mein Fazit zum Sansa Fuze

Insgesamt hat mich der Fuze überzeugt. Als MP3-Player mit integriertem Radio absolut zu empfehlen. Die eingebauten 2 GB sind natürlich zu wenig, aber mit einer MicroSD-Karte läßt sich das recht komfortabel erweitern. Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig aber insgesamt überzeugend, die Verarbeitung solide. Der Fuze hat meinen iPod in den letzten 3 Wochen verdrängt und sich als netter Begleiter in meinem Alltag erwiesen. Ob er sich dort behaupten kann, wird sich zeigen, denn als alter Apple-Fanboy hänge ich doch sehr an meinem iPod.

Den Fuze gibt es mit 2 GB, mit 4 GB und mit 8 GB in diversen Farben, wobei ich eigentlich nur schwarz überzeugend finde. Die 8 GB-Version gibt es im Handel für ungefähr 100 Euro zu kaufen.

SanDisk Sansa® Fuze™

1 KOMMENTAR

  1. Ich habe eines der Vorgängermodelle von Sansa und bin auch sehr zufrieden. USB-Netzteile gibts für ein paar Euro im Elektromarkt oder im Internet zu kaufen. Zur Firmware: Bestimmt gibts auch für diesen Player bald eine Version der Rockbox.

  2. @Stefan – Schade, das du das so empfindest. Ich habe auch lange mit mir gerungen, da ich mir dachte, das einige von euch das so empfinden würden. Sollte halt ein subjektiver Test werden, da ich den Fuze wirklich nicht schlecht finde.

    Objektiv hätte man natürlich noch näher auf die schlechten Video- und Fotofunktionalitäten eingehen können, die ich eher als Spielerei denn als sinvolles Feature sehe. Oder man hätte den Klang genau messen können. All das wollte ich aber nicht machen. Wenn ich mir den Text jetzt nochmal durchlese, dann kommt der Fuze schon recht gut weg, das stimmt. Aber das ist nun einmal meine Meinung.

  3. Finde den Artikel gut und informativ. Und da du ja schon zu Beginn schreibst, dass du das Gerät von Sandisk bekommen hast, deklarierst du das auch sauber. Ganz im Gegenteil zur Motorsport-Presse oder anderen, die sich gerne für Artikel sponsern lassen. ‚Unterschwellig‘ finde ich deshalb den völlig falschen Begriff. Wenn du jetzt lang und breit über die Vorzüge des iPhones geschwärmt hättest, würde man dann auch Werbung unterstellen? Wohl kaum.

    PS: 100 Punkte für den Typen, der sich den Namen des Gerätes ausgedacht hat, und 1000 Punkte für den Typen, der das so auf den deutschsprachigen Markt wirft.

DEINE MEINUNG?

Please enter your comment!
Please enter your name here