Der 11. Juni 2014 ist ein Tag mit besonderer Bedeutung. Denn genau vor 10 Jahren erblickte NICOROLA in seiner jetzigen Form das Licht der Welt. Die URL besaß ich zwar schon länger, aber sie war eigentlich nur dazu gedacht, meine eigene Musik vorzustellen. Ich setzte damals auf WordPress, damit ich Inhalte einfacher und schneller pflegen konnte. Was bloggen eigentlich genau ist oder wie man das macht, das wusste ich noch nicht. Zu derselben Zeit setzte ich mit einem Freund einen Blog auf, und dort probierte ich mit ihm zusammen aus, wie dieses Schreiben ins Internet so funktioniert. Die Themen waren im Nachhinein betrachtet eher irrelevant, aber ich hatte Blut geleckt. Und so fing ich an, Blogartikel zu verfassen. Der erste erschien am historischen Datum 11. Juni 2004.

Ich muss schon ein wenig schmunzeln, wenn ich sehe, dass sich mein dritter Artikel im Juni 2004 mit dem damals frisch gestarteten iTunes Music Store für Europa befasste. Seither ist eine Menge passiert. Ich fing an, über andere Bands und KünstlerInnen zu schreiben, ihre Musik vorzustellen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Tatsächlich waren einige von ihnen sogar bereit, einem recht unbekannten Musikblog aus Deutschland ein paar Fragen im Rahmen eines Interviews zu beantworten.

Die Monate und Jahre vergingen, und so nach und nach wurde meine Leserschaft immer größer. Die Promo- und Plattenfirmen wurden auf mich aufmerksam, ich bekam Promo-CDs zugeschickt und bekam Gästelistenplätze für die tollsten Konzerte. Irgendwann war der Akku allerdings leer, und so beschloss ich im Sommer 2011, NICOROLA an den Nagel zu hängen. Es war eine schwere, aber richtige Entscheidung. So richtig aufhören konnte ich allerdings nicht, und so führte ich meine Mixahulababy-Reihe bei Tumblr weiter. Das reichte mir aber irgendwann nicht mehr, und so ließ ich diesen Blog nach einem halben Jahr Pause wieder auferstehen.

Seitdem hat es immer mal wieder Phasen gegeben, in denen ich kurz davor war, alles hinzuschmeißen. Ich wollte NICOROLA verkaufen, vererben oder einfach einstampfen, je nach aktueller Gemütslage. Mein Abschied von Berlin war ein Wendepunkt, an dem es beinahe passiert wäre. Aber ich bin ein Getriebener, und in Österreich kann man schließlich auch ins Internet schreiben. Und wenn ich mich richtig einschätze, werde ich hier noch eine ganze Zeit lang weiter machen. So sitze ich hier also mit meinen fast 40 Jahren vor meinem 8 Jahre alten Macbook und schreibe einen Artikel für mein 10 Jahre altes Musikblog. Es ist an der Zeit, Danke zu sagen.

nicorola-thank-you

  • Danke an euch, meine lieben Leser. Danke für euer Feedback, eure Kommentare und euren Input. Ganz ehrlich: ihr bedeutet mir unheimlich viel. Ohne euch würde das alles hier keinen Sinn machen.
  • Danke an euch, ihr Promoagenturen, Plattenfirmen und Konzertveranstalter. Auch wenn ich viele eurer Mails nicht einmal lese; 99% der persönlichen Kontakte mit euch waren positiv und die Zusammenarbeit verlief fast ausnahmslos ohne Probleme. Danke für die Promolinks, Gästelistenplätze und Freikarten für Verlosungen.
  • Danke an euch, ihr großartigen Bands und KünstlerInnen. Danke für eure fantastische Musik, eure Kreativität und euer Herzblut. Ich verneige mich vor euch.

Ich freue mich auf weitere Monate und Jahre mit euch allen. Rock-a-hula, Baby!

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Martyn von SBKLTR hat anlässlich meines Jubiläums ein umfangreiches Interview mit mir geführt: Heute auf den Tag genau vor 10 Jahren hat alles angefangen – es wurde also einmal Zeit mit dem Mann hinter einem der bekanntesten deutschsprachigen Musikblogs zu sprechen und ein wenig zurück zu blicken. Dafür haben Nico und ich uns an die digitale Geburtstagstafel gesetzt und neben Kaffee und Kuchen über das vergangene Jahrzehnt geredet.

Ein Interview mit NICOROLA

17 KOMMENTARE

  1. Happy birthday, Nicorola!
    Vielen Dank an dich und deine wertvollen Musikempfehlungen. Wenn mal Not an guten Klängen ist, komme ich immer hierher. Weiter so!

  2. Feedly war kaputt, sonst hätte ich garantiert schon viel früher vorbeigeschaut 😀

    Ich gratuliere dir von ganzem Herzen. Und möchte die Gelegenheit nutzen, um dir auch einmal ein großes Dankeschön auszusprechen: Für deine unerschöpfliche Neugier, deine uneineingeschränkte Ehrlichkeit und natürlich all die wunderbare Musik.

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