Lapalux – Without You

Es kommt im Prinzip selten vor, dass mich elektronische Musik dermaßen in ihren Bann zieht, das ich sie sehr lange oder auch öfter höre. Zuletzt war das bei SBTRKT und Zomby der Fall, deren Alben ich nach wie vor gerne auflege. Als ich gerade zufällig bei Tumblr über diesen Track stolperte, wusste ich nicht, welche Falle da auf mich warten sollte. Der erst 25jährige Stuart Howard aus Essex entfaltet auf “Without You” einen extrem starken, hypnotischen Sog. Hier ist alles bis auf den Punkt reduziert, perfekt arrangiert und so dermaßen fein abgestimmt, das es mich einfach nicht loslässt. Lapalux ist der bislang einzige britische Künstler auf Brainfeeder, dem Label von Flying Lotus. Dementsprechend groß ist natürlich die Erwartungshaltung. Das Debütalbum “Nostalchic” erscheint in Deutschland am 29. März, und wenn da ähnlich gute Sachen drauf sein sollten, dann wird das für mich ein Pflichtkauf.

Ach so, das Video ist ebenfalls großartig. Die Hauptrolle spielt Natalia Tena, die viele von euch wahrscheinlich als Osha aus Game Of Thrones kennen. Diese Szene unter der Dusche mit dem Arm im Hals…..

 
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Kritik: Isbells – Stoalin

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Mit “Stoalin’” hat Gaetan Vandewoude, der Frontmann der belgischen Folktruppe, nicht nur ein Wort erfunden, sondern auch ein Album veröffentlicht, welches zehn wundervoll zurückhaltene Songs enthält. Das Zweitwerk bietet emotionsgeladenen Folkpop, angenehm unaufgeregte Gitarrenakkorde und verträumten Gesang.

Der Titelsong und Opener erinnert an Other Lives oder an die Fleet Foxes und wirkt fast wie eine schüchterne Skizze. Das folgende “Heading For The Newborn” ist dann schon das erste kleine Highlight des Albums. Die Harmonien und die Melodieführung erinnern mich ein wenig an M.Ward, was ich als eindeutig positiv empfinde.

Schon kurze Zeit später ertönen die wundervoll melancholischen Töne von “Falling In And Out”, dem nächsten ganz großen Song. Die erste Single-Auskopplung ist das sphärische und stark an Other Lives erinnernde “Illusion”, welches sich auf minimalistische Instrumentierung und Chorgesang stützt. Auch vor einem Kinderchor schrecken die Belgier nicht zurück, aber gekonnt ist gekonnt; denn hier wirken die zarten Stimmchen nicht wie ein kalkulierter Fremdkörper, sondern setzen dem beschwingten Stück “Elation” ein zartes Krönchen auf.

Diese stimmungsvolle kleine Platte passt ganz wunderbar zum gerade knospenden und zirpenden Frühlingsbeginn. Und das ganz ohne Pathos oder große Gefühlsduselei.

 
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Anhören: Iggy And The Stooges – Burn

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Iggy Pop wird am 21. April unglaubliche 66 Jahre alt. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, mit seinen Stooges eine knapp Woche später das fünfte Studioalbum “Ready To Die” zu veröffentlichen. Mit 66 Jahren fängt das Leben bekanntlich ja auch erst an. Hier der erste Vorbote “Burn”. Mehr als amtlich.

 
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