Anhören: From Indian Lakes – Able Bodies

From Indian Lakes sind fünf Jungs aus den Bergen. Genauer gesagt aus Yosemite Valley. Bereits 2009 haben sie ihr Debütalbum „The Man With Wooden Legs“ veröffentlicht, und sie haben es bisher meisterlich verstanden, sich meiner Aufemrksamkeit zu entziehen. Das ist wirklich sehr schade, denn ihre Musik ist genau mein Fall. Leicht melancholischer, an den richtigen Stellen zupackender amerikanischer Indierock. Das neue Album „Able Bodies“ erscheint digital am 13. November (Amazon Link).

Hier schon einmal 2 Songs zum direkt anhören.


Das komplette Album im Stream gibt es entweder auf der Homepage der Band oder hier.

Die EP „Songs From Indian Lakes“ mit den beiden tollen Stücken „We Are Sick“ und „Breaking My Bones“ und ein paar Remixen gibt es gegen einen frei wählbaren Preis via Bandcamp.

Wolkig mit Aussicht auf Musik #64

Heute mit The Lindsay Tin, Civil Twilight, Dead Times, Lucius und Blank Jack Davy.

Neuer Song der Eels – Peach Blossom

Das ist schon seltsam. Da erwähne ich gerade die Eels in einem Artikel, und just in dem Moment, wo ich das schreibe, rauscht eine Mail in mein Postfach, in der ein Link auf einen frischen Song der Eels enthalten ist. Verrückte Welt. „Peach Blossom“ klingt ungewöhnlich knarzig…dann leicht spooky… seltsam, aber ziemlich gut. Naja, einen Fan wie mich zu überzeugen ist auch nicht sonderlich schwer. Das 10. Studioalbum „Wonderful, Glorious“ erscheint am 1. Februar 2013.

Aus der Promomail: Aufgenommen wurde „Wonderful, Glorious“ in E’s neuen Studio in Los Feliz, Kalifornien zusammen mit seiner Band: “It was exciting, it filled me with hope for limitless possibilities and I realized I’d had a similar feeling when I first put the band together for the last two tours. The only rule I had was ‚let’s try it'“, sagt Everett, “if anyone in the room had an idea, I’d say ‚let’s try it.'“

Foto: Piper Ferguson

Markarians

Hinter dem Pseudonym Markarians steckt der 32jährige Musiker Chad Murphy aus Pennsylvania. Seine Art zu singen erinnert an E von den Eels oder auch an Casiotone For The Painfully Alone. Sehr relaxte Songs, die ohne große Höhepunkte dahinschweben, aber einen unwiderstehlichen melancholischen Sog entfalten, dem ich mich nur schwer entziehen kann. Die EP „Move, Lord“ gibt es umsonst oder gegen einen euch angemessen erscheinenden Preis auf der Bandcamp-Seite:

Bandcamp: Move, Lord by Markarians

Soundcloud | Facebook

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Nico, was hast du eigentlich im letzten Monat gehört? (Last.fm-Statistik vom 06.11.2012)

Last.fm

Ich hörte Indie, Electronic, Alternative, Experimental und Folk, mit u.a.:
…And You Will Know Us by the Trail of Dead, Elbow, Paul Banks, Placebo, Tamaryn, Boy Android, Joy Division, Converge, Godspeed You! Black Emperor, Maribel, Grizzly Bear.

Schau dir meinen Musikgeschmack an.

…And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Lost Songs
Der überbordende Wahnsinn des letzten Album ist verschwunden. Hier wird nicht mehr zermalmt, sondern hier wird präzise mitgerissen. Irgendwo zwischen „Source Tags & Codes“ und „Worlds Apart“. Allein die ersten beiden Songs sind Grund genug, diese Band zu lieben.

Elbow – Dead in The Boot
Tolle B-Seiten Compilation, welche die komplette Karriere dieser Ausnahme-Band abdeckt. Von „No One“ von der Newborn-EP aus dem Jahr 2000 bis „Buffalo Ghost“, einem Song der im letzten April erschienenen limitierten „Open Arms“-Vinyl. Eher ruhige Angelegenheit für so alte Säcke wie mich. Funktioniert trotz der großen Zeitspanne wunderbar als eigenständiges Album.

Paul Banks – Banks
Bereits das zweite Solodebüt des Interpol-Frontmanns. Jetzt tritt er allerdings unter seinem realen Namen auf, Julian Plenti ist Geschichte. Auf dem schlicht „Banks“ betitelten Album legt er die schwarz schimmernde Interpol-Rüstung ab und tänzelt leichtfüßig und unbeschwert durch den Herbst. Ohne jedoch seinen unverkennbaren Kampfstil zu verleugnen.

Placebo – B3 EP
Quasi die Überbrückung zum kommenden Album, welches 2013 erscheint. Die komplette EP klingt angenehm zurückgenommen und relaxt. Das lenkt den Fokus auf die Songs, und die sind ziemlich gelungen. Wenn diese fünf Songs die Marschrichtung für das im nächsten Jahr erscheinende neue Album darstellen, dann ist die Band auf einem guten Weg.

Tamaryn – Tender New Signs
Auch das zweite Album von Tamaryn ist voller herzerwärmender Melodien, welche oft unter rumpelnden, knarzenden und leiernden Gitarrenschichten verborgen sind. Ab der Mitte des Albums driften die Songs leider desöfteren in die Bedeutungslosigkeit ab und der Waschmaschinensound kaschiert hier erfloglos die fehlenden Ideen.

Boy Android – Walk / Run / Flee
Auf ihrem Debüt spielen die vier Jungs aus München schnörkellosen Indierock, der mich auf Anhieb zu begeistern wusste. Ariane findet zwar, das sie live wie ein müder Slut-Abklatsch wirken, aber das stört mich nicht im geringsten. Tolle Platte.

Joy Division
Joy Division sind quasi gestern erst in meine Charts reingerutscht, da ich nach der ARTE-Doku wieder angefixt war. Ich habe jetzt nicht konkret ein Album gehört, sondern mich durch einzelne Songs gehört. Zu Ian Curtis und Joy Division etwas zu schreiben, erübrigt sich meiner Meinung nach.

Converge – All We Love We Leave Behind
Eigentlich die einzige richtig harte Platte, die ich in den letzten Wochen gehört habe. US-Hardcore mit starkem Trash Metal Einschlag. Kompromisslos auf den Punkt und in die Fresse. Aggressiv produziert und technisch meisterhaft gespielt. Nackenbrecher.

Godspeed You! Black Emperor – Allelujah! Don’t Bend! Ascend!
Godspeed You! Black Emperor sind zurück. Zwei zwanzigminütige Post-Rock-Monster, die ihresgleichen suchen und zwei Droner als Kitt. Fertig ist die Post-Rock-Platte des Jahres. Keine Diskussion. Oder wie SomeVapourTrails schreibt: ‘Allelujah! Don’t Bend! Ascend! wird ohne Wenn und Aber auf den Bestenlisten dieses Jahres ganz oben vertreten sein müssen.

Maribel – Reveries
Entschleunigter Pop als Gegenentwurf zum hektischen Alltag, mit kontrastreichen Wechseln zwischen Licht und Dunkelheit. Bandleader Pål Espen Kapelrud hat ein Händchen für die Erschaffung atmosphärischer, dunkler Soundscapes, während der Gesang von Rebekka Markstein als das Notwendige Gegengift mit süßlichem Abgang dient.

Grizzly Bear – Shields
„Shields“ ist komplexer als sein Vorgänger, funktioniert aber gerade dadurch besser. Mit akustischen Gitarren, Glockenspiel, Synthies, Hörnern und Klavier erforschen die vier Musiker sowohl vertrautes Terrain als auch das große Unbekannte. Die Band nimmt den Hörer dabei aber nicht an die Hand, sondern lässt ihn diese wunderbare Welt selbst erkunden. Und macht sie dadurch zu einem einzigartigen Erlebnis.

Sóley – I’ll Drown

Ich bin dieser Art von weiblichem Gesang zwar etwas überdrüssig, aber der Song ist trotzdem toll. Und diese übergroßen Hipster-Brillen sind albern.

Video: Foals – Inhaler

So groovy und gleichzeitig wild habe ich die Briten gar nicht in Erinnerung. „Inhaler“ ist der erste Vorbote zum im Februar erscheinenden neuen Album „Holy Fire“. Solides Ding, wobei die Begeisterung auf meiner Seite noch nicht eingetreten ist. Ich muss mir das jetzt erst noch ein paar Mal anhören….

Foals ‚Inhaler‘ from Pulse Films on Vimeo.

Boy Android – Walk / Run / Flee

Seit einer gefühlten Ewigkeit liegt hier ein Sticker auf meinem Schreibtisch. Immer wieder rutscht er unter meinen Notizblock, unter den Stapel mit CDs oder unter die Blätter meiner Zettelwirtschaft. Ab und an taucht er kurz wieder auf, weckt mein Interesse. Dann überlege ich meistens kurz, ob ich ihn mir auf mein altes, weißes Macbook kleben soll. Aus irgendeinem Grund spricht er mich an. Er ist simpel gehalten, und nur das Wort BOYANDROID steht darauf. Mit einer URL. Ich habe mich bis heute nicht dafür interessiert, was wohl dahinter steckt. Vor ein paar Stunden rief ich die URL auf.

Boy Android sind eine Band aus Deutschland. Auf ihrem Debüt spielen die vier Jungs aus München schnörkellosen Indierock, der mich auf Anhieb zu begeistern wusste. Oder wie es Kristof bei Nillson so schön auf den Punkt bringt:

„Walk / Run / Flee“ glänzt durch eine Straightness, die die zwölf Songs sehr schnell zum Punkt vollster Intensität führt, ohne lange herumzufummeln. Und damit begeistern Boy Android auf ganzer Linie.

Ohne jetzt hier groß was schreiben zu wollen, empfehle ich euch dieses tolle Album von ganzem Herzen. Und: ja, den Aufkleber werde ich nutzen.

ARTE-Dokumentation: Joy Division

Die Post-Punk-Band Joy Division hat die Musikkultur nachhaltig beeinflusst. Ein dokumentarisches Denkmal.

Unbedingt bis nächsten Samstag anschauen!

ARTE+7 Direktlink

Wolkig mit Aussicht auf Musik #63

Heute mit Elephant Stone, School Of Seven Bells, Io Echo, Cliffs Music und rehearsedliving.

Wie ich Musik höre

Foto: Nuscreen, CC-Lizenz

Damals
Es fing alles mit einem Kassettenrekorder an. So einem einfachen. Kennt ihr die noch? Damit konnte man Kassetten abspielen und etwas mit dem eingebauten Mikrofon aufnehmen. Ich hörte damit meine Drei ???-Kassetten und meine wenigen Musikkassetten. Wenn die ZDF Hitparade mit Dieter Thomas Heck lief, schnitt ich die besten Song mit. Inklusive den empörten „Shhhhs!“ und dem oft gehörten Satz „Könnt ihr bitte leise sein?“. Ich produzierte auch eigene Hörspiele, die damals hauptsächlich im Weltraum spielten, denn irgendwann habe ich herausgefunden, das die Feder meiner Schreibtischlampe gezupft genauso wie eine Laserkanone klang, zumindest bildete ich mir das ein.

Durch diese Beschäftigung mit dem Medium Kassette lernte ich so einiges. Zum Beispiel, das man gekaufte aber nicht mehr benötigte Kassetten einfach in bespielbare umwandeln konnte, indem man oben die sogenannten Löschöhsen abklebte. Oder wie man die vom Laufwerk gefressenen Tapes wieder reparierte. Tesafilm sei Dank!

Aber das war ganz früher. Es ging weiter mit einem Stereokassettenrekorder mit eingebautem Radio, dann gab es die erste Kompaktanlage mit Doppelkassettenlaufwerk (Highspeeddubbing!), Plattenspieler und Radio von der Firma Schneider. Irgendwann der erste CD-Player, damals für 350 DM ein richtiges Schnäppchen. Später wurde die Kompaktanlage dann gegen das 70er HiFi-Ungetüm vom Vater eines Freundes eingetauscht. Der Verstärker fabrizierte einen satten Sound und wog eine halbe Tonne. Das Teil begleite mich durch mein Studium und war immer das Herz meines Musikkonsums. Zu seiner Hochphase diente er als Schaltzentrale des selbstgebauten DJ-Pults, welches Platz für zwei Plattenspieler, zwei CD-Player, zwei versenkte Plattenkisten und diverse Mischpulte bot.

Heute
Vor ein paar Jahren wurde entrümpelt. Übrig blieb mein jetziges Setting. In der Küche läuft morgens immer Radio 1 auf einem iPal von Tivoli Audio. Ein tolles Gerät, bei welchem leider der Akku seit Jahren seinen Geist aufgegeben hat. Im Wohnzimmer steht unter dem Fernseher mein zweiter, uralter und unkaputtbarer CD-Player, angeschlossen an sogenannte PC Boxen. Die bestehen aus einem Subwoofer und zwei Lautsprechern. Der Klang ist ausgesprochen gut und reicht für unsere gute Stube allemal.

Unterwegs höre ich aktuell mit meinem neuen Smartphone Musik. Ich habe ein paar ganz gute In-Ear-Kopfhörer mit Rufannahmefunktion; auf dem Fahrrad meiner Meinung nach unersetzlich. Da ich einen Fahrweg von knapp 40 Minuten pro Strecke habe, komme ich so meist auf zwei Alben am Tag nur auf dem Rad. Ich höre sowohl MP3 (gekauft und bemustert) als auch mit der Spotify App.

Auf der Arbeit sitze ich den ganzen Tag mit Kopfhörern herum, entweder auf den Ohren oder um den Hals. So fette Dinger mit richtigen Ohrmuscheln, die auch nach 8 Stunden keine Knorpel flachdrücken. Unterhalb meines rechten Monitors liegt dabei immer ein Stapel CD (meist Bemusterungen), auf dem Rechner höre ich dann mit iTunes oder Spotify. Eher selten streame ich mit dem Browser meine archivierte Musik bei Google Music.

Wie ihr seht, ist meine aktuelle Ausstattung ganz und gar nicht Highend, und ich würde mich selber auch nicht als audiophil bezeichnen. Mir persönlich reicht es aber vollkommen, und das ist die Hauptsache.

AKTUELL & TOLL

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Isolation Berlin – Schlachtensee (Video)

Auf dem Debütalbum Und aus den Wolken tropft die Zeit von Isolation Berlin erinnern die Songs wahlweise an Ja, Panik, Element of Crime oder...