Meine Songs des Jahres 2013 – Nr. 5

King Krule – Easy Easy

Ich freue mich immer wie ein Kleinkind, wenn ich völlig nichtsahnend auf einen Playbutton drücke und völlig andere Musik höre, als ich erwartet habe. Natürlich nur, wenn sie gut ist. So wie im Fall von King Krule, einem 18jährigen Briten, der über eine extrem markante Stimme und über ein Händchen für gute Songs verfügt. Dieser Song war der erste, über den ich stolperte. Das kurz nach meiner Entdeckung erscheinende Debütalbum erscheint in den Top Ten meines Jahres, so viel ist mal sicher. Aber „Easy Easy“ sticht noch einmal heraus.

Compilation: Hallwang

Ich habe kurz darüber nachgedacht, ob ich in einer meiner Compilations Bezug auf Weihnachten nehmen soll. Letztendlich habe ich mich aber dagegen entschieden. Oder um ein Zitat aus Star Trek zu bemühen:

Picard: Für wie lange, Data?
Data: Null Komma sechs acht Sekunden, Sir. Für einen Androiden ist es fast eine Ewigkeit!

Meine Songs des Jahres 2013 – Nr. 4

Low – Just Make It Stop

Einer meiner absoluten Lieblingssongs der letzten 12 Monate. Es ist schon mehr als erstaunlich, wie das Trio aus Duluth in Minnesota mit diesem vor sich dahin dümpelnden Song so eine emotionale Tiefe erreicht. Denn es passiert nicht wirklich viel, und Abwechslung sucht man hier vergeblich. Und dennoch: bei jedem Durchgang schimmern meine Augen.

Mogwai – The Lord is Out of Control

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Dieses Video ist zwar bereits eine Woche alt, aber ich habe mir ja vorgenommen, eine gewisse Lässigkeit zu entwickeln, was die Aktualität meiner Beiträge betrifft. Und so veröffentliche ich dieses sehenswerte Video erst heute, denn ich habe es auch erst gerade entdeckt. Die Musik Mogwais wird hier mit wunderbaren Bildern von Antony Crook unterfüttert. Und auch wenn ich die Platten der Schotten oftmals übersehe: das nächste Werk „Rave Tapes“ werde ich mir im Januar in jedem Fall anhören.

Maximo Park – Leave This Island (Video)

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Auch auf die Gefahr hin, das dieses eingebettete Video drüben bei euch nicht läuft: ich mag den neuen Maximo Park-Song sehr. Schon die erste Single „Brain Cells“ konnte mich überzeugen, und jetzt wird mit einem wundervoll gewobenen elektronischen Klangteppich nachgelegt. Ich gebe zu, dass ich ihr letzte Studioalbum „The National Health“ eher mau fand, es nach drei oder vier Durchgängen in die digitale Ecke legte und bisher nicht einmal wieder hervor kramte. Aber auf das fünfte Album „Too Much Information“, welches Ende Januar erscheint, freue ich mich schon. Vor allem nach diesen zwei Vorab-Leckerbissen.

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Meine Songs des Jahres 2013 – Nr. 3

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Boards Of Canada – Reach For The Dead

Dieser Track des fünften Studioalbums „Tomorrow’s Harvest“ überzeugte mich bereits beim ersten Durchlauf. Klar, der Aufbau ist vorhersehbar, aber trotzdem wissen die beiden Brüder Michael und Marcus Eoin Sandison, wie sie einen für mich unwiderstehlichen Sog entfalten können. Mehr als gekonnt. Das Album habe ich ehrlich gesagt fast schon wieder vergessen, diesen Song allerdings nicht.

Meine Songs des Jahres 2013 – Nr. 2

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The Darcys – Hunting

Ein rastloser, fast hektischer Beat, ein treibender Basslauf, welcher sofort den Herzschlag beschleunigt und diverse Wendungen innerhalb des Songs liessen mich beim ersten Hören von Außen betrachtet wahrscheinlich etwas blöd aussehen. Von wegen offener Mund, leicht bescheuerter Gesichtsausdruck kombiniert mit leicht debilem Grinsen. Das komplette Album ist zwar ebenfalls großartig, aber „Hunting“ sticht nach wie vor heraus.

Google Music All-Inclusive jetzt auch in Deutschland

Google Music All-Inclusive ist in Deutschland verfügbar. Nachdem wir hier in Österreich bereits seit August die Möglichkeit haben, Googles Streaming-Service zu nutzen, könnt ihr drüben in meiner alten Heimat ebenfalls testen, was Google im Vergleich zur Konkurrenz anders macht. Der wichtigste Unterschied in meinen Augen: die nahtlose Integration der eigenen Musik, seien es die auf dem Telefon gespeicherten MP3s oder die in die Cloud hochgeladenen Songs aus der eigenen Bibliothek.

google-musicDas funktioniert nach meiner bisherigen Erfahrung ziemlich gut, auch wenn ich der Meinung bin, das ein Hinweis angebracht wäre, ob die Musik jetzt lokal als MP3 verfügbar ist, aus meiner Cloud-Datenbank stammt oder nur abonniert ist. Ein kleines Icon würde da reichen. Es ist nämlich verwirrend, wenn die App anfängt, einen Song herunterzuladen, der nachweislich auf meinem Telefon vorhanden ist. Außerdem von Vorteil: die Möglichkeit, die lieb gewonnene Musik auch zu kaufen. Ein sehr wichtiges Feature.

Aktuell könnt ihr den vollen Zugriff 30 Tage lang testen und danach für 7,99 Euro buchen (Angebot gültig bis 15. Januar, nur in Deutschland). Weitere Infos findet ihr überall im Netz. Ich bin übrigens nach wie vor der Meinung, dass es völlig egal ist, welchen Anbieter ihr nutzt. Solange ihr daran denkt, eure Lieblingskünstler und auch den vielversprechenden Nachwuchs anderweitig zu unterstützen. Denn von der Streaming-Vergütung kann wohl kein Künstler leben.

Compilation: Berndorf bei Salzburg

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Heute mit Reilly Fitzalan, Little Comets, Brasstronaut, Trümmer, Jesse Davidson, ∴ The ꓃ ᑄ ꒛ ᗌ ∴, Gloom Balloon, Their / Tehy’re / There, Crystal Stilts und Warpaint.

Meine Songs des Jahres 2013 – Nr. 1

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Sigur Rós – Brennisteinn

Nach dem ersten Hören war mir recht schnell klar, dass dieser Song einer meiner Lieblinge des Jahres werden würde. Über den ersten schlechten Audiorip habe ich mich bereits gefreut, aber ich wartete dann trotzdem sehnsüchtig auf die offizielle Veröffentlichung des Songs. Der Opener des fantastischen Albums „Kveikur“ ist einfach ein Brett. Ich bin nach wie vor jedes Mal völlig geplättet und begeistert. Für mich der Song des Jahres. Der knarzige Bass, die Verzerrung, der epische Mittelteil. Zum Niederknien.

sigur rós – brennisteinn from sigur rós on Vimeo.

Worum geht es hier? Ich stelle bis Ende 2013 die Songs vor, die mich in diesem Jahr besonders bewegt haben. Obwohl ich Albumhörer bin, gibt es doch immer wieder einzelne Songs, die aus dem Gesamtkunstwerk herausragen. Oder aber auch Einzeltracks, deren dazugehörige Alben mich eher nicht überzeugt haben. Um es kurz zu machen: die Songs, die mich umgehauen haben. Wie viele es im Endeffekt werden, wird sich zeigen.

Es wird Zeit für den Blick zurück.

Der Dezember ist angebrochen, und mit ihm beginnt die besinnliche Zeit. Es wird Zeit für’s Geschenke packen, Karten schreiben, Kekse backen und natürlich auch für einen Rückblick auf Vergangenes. Auch in diesem Jahr werde ich wieder einige meiner Lieblingslieder des Jahres vorstellen. Und am Ende gibt es natürlich auch wieder meine zehn Lieblingsalben. An einer Spotify-Playliste arbeite ich nebenbei auch noch; diejenigen von Euch, die mir bei Spotify folgen, haben dies mit Sicherheit schon bemerkt.

Was kommt im Dezember 2013?

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Wir waren gestern auf dem Adventmarkt hier im Ort, tranken Glühwein und Kinderpunch, aßen Bosna und Leberkässemmeln. Der Nikolaus kam und unsere Kinder nahmen verschämt und mit leuchtenden Augen eine handvoll Süßigkeiten entgegen. Wir gingen um 17 Uhr, aber mein Sohn und ich fuhren um 19 Uhr noch einmal hin, damit wir beide zum ersten Mal in unserem Leben Perchten/Krampusse bei ihrem grausigen Treiben beobachten konnten. Länger als fünf Minuten hielt mein Sohn es allerdings nicht aus, was ich ihm auch gar nicht verübeln kann.

Heute war dann nicht nur der 1. Dezember, sondern auch der 1. Advent. Unsere Wohnung ist jetzt geschmückt und Weihnachten kann kommen. Wir freuen uns. Auf neue Platten freue ich mich eigentlich auch jeden Monat aufs neue, aber dieser Dezember ist ein sehr mäßiger. Zwischen diversen Black- und Death Metal-Veröffentlichungen, Schlagerplatten und Weihnachtscompilations erscheint zwar die eine oder andere interessante Platte, aber viel habe ich nicht gefunden. Oder habe ich dieses Mal einfach zu viel übersehen? Über Ergänzung in den Kommentaren freue ich mich.

06.12.2013
Neil Young – Live At The Cellar Door
The Lumineers – The Lumineers (Deluxe Edition)
Black Flag – What The…
Ghost Wave – Ages
The Strypes – Snapshot
Toy – Join The Dots

13.12.2013
Sea Wolf – Old World Romance
Their / They’re / There – Analog Weekend EP

20.12.2013
Entombed – Back To The Front

27.12.2013
Demians – Meteors

Foto: stevecoutts, CC-Lizenz

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