Berliner aufgepasst: 2×2 Freikarten für Yeasayer

Nachtrag: Die Verlosung ist beendet. Gewonnen haben Sascha und Jan. Herzlichen Glückwunsch!

Yeasayer haben vor ein paar Tagen ihr neues Album „Fragrant World“ veröffentlicht, und ich bin noch dabei, mich in diesem Klangkosmos zurechtzufinden. Live werde ich sie mir auf jeden Fall anschauen. Für ihre Live-Shows haben sie sich nämlich etwas Besonderes überlegt: weil die meisten Clubs im Licht immer gleich aussehen, haben Yeasayer mit befreundeten Künstlern eine Lightshow entwickelt, die die Locations im wahrsten Sinne des Wortes in ein völlig neues Licht tauchen. Einige Lichteffekte sind dabei an den Synthesizer von Sänger Chris Keating gekoppelt, so das jede Show einen einzigartigen Touch bekommt. Da bin ich aber mal gespannt.

Wer von euch genau wie ich in Berlin (oder in der Nähe) wohnt, für den habe ich jetzt ein tolles Angebot:

2×2 Gästelistenplätze für Yeasayer am 16.09.2012 im Astra (Beginn: 21:00 Uhr)

Was ihr dafür tun müsst? Hinterlasst einfach einen Kommentar mit eurem Lieblingssong der Band bis zum Sonntag, den 9. September um 20.00 Uhr. Das war’s. Bei mehr als 2 Kommentatoren entscheidet wie immer das Los. Es zählen übrigens nur Kommentare, die hier im Blog hinterlassen werden! Viel Glück.

Foto: theogeo, CC-Lizenz

Anhören: Two Door Cinema Club – Beacon

Neben den neuen Alben von The xx, Bloc Party und Animal Collective ist das zweite von Two Door Cinema Club wohl eines der am sehnsüchtigst erwarteten. Nächsten Freitag erscheint „Beacon“ in Deutschland, und damit ihr wisst, was euch erwartet, gibt es das komplette Album jetzt im Stream. Allererster, ganz grober Eindruck: ziemlich gradlinig mit klarem Fokus auf den Hook.

Video: Maribel – Pretty Nights

Das Album „Reveries“ der Norweger Maribel habe ich gerade erst für mich entdeckt. Entschleunigter Pop als Gegenentwurf zum hektischen Alltag, mit kontrastreichen Wechseln zwischen Licht und Dunkelheit. Bandleader Pål Espen Kapelrud hat ein Händchen für die Erschaffung atmosphärischer, dunkler Soundscapes, während der Gesang von Rebekka Markstein als das Notwendige Gegengift mit süßlichem Abgang dient. Tolle Platte, toller Song!

Maribel – Pretty Nights from Splendour on Vimeo.

via

Spot-a-hula-Baby #21

If at first you don’t succeed at love
Just dream a little dream about a girl so real

An alle Spotify-Nutzer da draußen: hier kommt die neueste Ausgabe meiner Playliste. Heute mit dabei: Opossom, Sizarr, Ariel Pink’s Haunted Graffiti, The Unwinding Hours, Yeasayer, Spider Bags, Eugene McGuinness, The Cast Of Cheers, Why? und Wild Nothings.

spot-a-hula-baby #21

Foto: Faye Illyas, CC-Lizenz

Wolkig mit Aussicht auf Musik #39

Heute mit …And You Will Know Us By The Trail Of Dead, Tourism, Dog Is Dead, Underwaters und Two Hours Traffic.

Anhören: The xx – Coexist

Was soll ich groß schreiben? Das von vielen erwartete Zweitwerk der Band aus London, welche auch diesmal nahe am Nullpunkt der Instrumentierung arbeitet. Alle Songs komplett zum Vorhören, um die Vorfreude auf den 7. September so richtig zu steigern. Die Songs könnt ihr euch einzeln anhören und gleichzeitig die ersten Eindrücke des Autors (in englisch) lesen.

Albumstream: The xx – Coesxist

Leider wurden die Streams wieder entfernt. Sobald ich einen neuen Albumstream finde, reiche ich ihn nach.

Kritik: Bloc Party – Four

„Four“ ist nicht der erhoffte Befreiungsschlag, sondern ein durchwachsenes Album, auf welchem sich die Band ein wenig unschlüssig präsentiert.

Vier Jahre ist es her, das Bloc Party mit „Intimacy“ ihr durchwachsenes drittes Album veröffentlichten, auf dem sie versuchten, Dance-Elemente in ihren fiebrigen Gitarrensound zu integrieren und dabei scheiterten. Rund ein Jahr später machten Trennungsgerüchte die Runde, es folgten der Soloausflug von Frontmann Kele und das Seitenprojekt Pin Me Down von Gitarrist Russell Lissack. Dann im Mai die positive Meldung: es geht weiter. Der Albumtrailer zum schlicht „Four“ betitelten Werk verbarg mehr als er offenbarte, und so mussten wir bis zum ersten Song „Octopus“ warten, um einen Eindruck von Bloc Party 2012 zu bekommen. Zerhackte Gitarren, brummelnder Bass und treibende Drums bestimmen den Song, der als einziges Manko einen etwas schwachen Refrain besitzt. Man durfte also gespannt sein.

Fast trotzig beginnen sie dieses Album: „Ihr wolltet Gitarren? Könnt ihr haben!“ „So He Begins To Lie“ besitzt ein wuchtiges Riff und einen tonnenschweren Refrain. Russell Lissack macht seine Arbeit offensichtlich wieder Spaß. Letztlich fehlt dem Opener allerdings die zündende Idee. Auch auf „3×3“ dominieren die Gitarren und erzeugen mit der Rythmussektion eine ständige Spannung, die aber zu keiner Zeit gekonnt aufgelöst wird. Warum Kele hier Imitationen von Mike Patton (Strophe) und Bruce Dickinson (Refrain) abliefert, bleibt ungeklärt. Spannender wird der Song dadurch nicht. Zum Glück packt die Band das bereits oben erwähnte und vorab bekannte „Octopus“ an die dritte Stelle, und so kann ich erst einmal tief durchatmen.

„Real Talk“ bietet uns bei getragenem Tempo wenig Ideen und mit einem Banjo eines der unpassendsten Instrumente der bisherigen Bandgeschichte. Dann wieder Gitarren. „Kettling“ versucht sich ein wenig an Helmet-Riffing und weiß durch eine gewisse Dringlichkeit zu gefallen. Bis zu diesem Punkt ist immerhin schon eine Viertelstunde vergangen, und richtig überzeugend war keiner der bisherigen Songs.

Die zweite Albumhälfte ist aber zum Glück ein wenig besser. Eingeleitet durch das wirklich schöne und zum Ende hin raumgreifende „Day Four“ folgen hier ein paar Songs, die andeuten, was Bloc Party in ihren Anfangstagen ausmachte. „V.A.L.I.S“ zum Beispiel, ein klassisches Bloc Party-Stück. Treibendes Schlagzeug, spartanische aber effektive Gitarrenarbeit, gelungener Spannungsbogen. Leider ist der Refrain ein wenig beliebig. Oder „Truth“: auch wenn Kele hier lyrisch nur ein paar Gemeinplätze präsentiert, so ist er gesanglich perfekt in den Song integriert und trägt ihn. Beide Songs hätten zu „Silent Alarm“-Zeiten sicher tolle B-Seiten abgegeben. Bei „Coliseum“ und „We Are Not Good People“ wird allerdings wieder Vollgas gegeben, ungeachtet der Tatsache, das ein wuchtiges Riff noch keinen guten Song macht.

Was bleibt? Ein durchwachsenes Album, auf welchem sich die Band ein wenig unschlüssig präsentiert. In welche Richtung soll es gehen? Einen Schritt vor, zwei zurück? Oder doch ein wenig die ausgetrampelten Nebenpfade entlang? Leider ist „Four“ nicht der erhoffte Befreiungsschlag, aber: sie sind zurück! Darüber freue ich mich. Und jetzt: Silent Alarm!

Four bei Amazon

Menomena – „Capsule“ (Anhören & kostenlos herunterladen)

Mit dem 2010er Werk “Mines” gelang es der Band aus Portland, ein mitreißendes, wundervolles, lebendiges, atmendes, sich windendes Monster von einem Album abzuliefern. Welches sich auch nach dem geschätzten hundertsten Durchlauf nicht abgenutzt hat, sondern ganz im Gegenteil noch immer neue Schichten offenlegt. Da ist es natürlich klar, das ich auf den im Oktober erscheinenden Nachfolger „Moms“ schon gespannt bin wie ein Flitzebogen.

Während der erste Vorbote „Heavy Is As Heavy Does“ (hier anhören) noch pianolastig und ungewohnt gradlinig ein wenig an Blur erinnerte, zeigt sich „Capsule“ kantiger und rockiger. Allerdings werden auch hier in allerfeinster Manier Haken geschlagen, um ein wenig Platz für Saxofon und Querflöte zu schaffen. Ich sag mal so: die Vorfreude schmälern kann dieses Stück definitiv nicht, ganz im Gegenteil! Gegen die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse kriegt ihr den Song als kostenlosen Download.

via ♥WhiteTapes

Song des Tages: Sizarr – Boarding Time

Von Beginn an erzeugen die drängenden Drums eine fiebrige Atmosphäre, ziehen den Betrachter in die düstere Bilderwelt einer Großstadt, die sich im Verlauf der folgenden knapp viereinhalb Minuten als Berlin herausstellen soll. Ein an Kraftwerk erinnernder Synthie kommt hinzu, im Hintergrund Frauenstimmen. Und dann setzt eine Stimme ein, die ich in diesem Kontext nicht erwartet hätte. Kratzig und rauh, mit hohem Wiedererkennungswert. Die Kombination dieser Komponenten erzeugt eine einzigartige Atmosphäre. Dann die kurze Recherche und die Erkenntnis: dieses Trio kommt aus Deutschland, genauer gesagt aus Landau. Und das Debütalbum „Psycho Boy Happy“ steht in den Startlöchern (VÖ 14.09.2012). Ich bin infiziert.

SIZARR – BOARDING TIME from Sizarr on Vimeo.

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Video: Unknown Mortal Orchestra – Jello and Juggernauts

A deserting Civil War soldier escapes the battlefield, but falls victim to a different kind of attack.

Unknown Mortal Orchestra „Jello and Juggernauts“ (Official) from behn fannin on Vimeo.

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Kritik: Get Well Soon – The Scarlet Beast O’ Seven Heads

Grandios arrangierte Stücke irgendwo zwischen Filmmusik, Dean Martin, italienischem Sommer und Endzeitstimmung.

Vor knapp einem Monat hatte ich die digitale Bemusterung des dritten Albums von Get Well Soon in meinem Postkasten, und seither habe ich das Album unzählige Male gehört. Beim ersten Durchlauf war ich skeptisch, aber das hielt nur knappe 14 Minuten an, denn dann erfüllte „Roland, I Feel You“ meine Kopfhörer und nahm mich gefangen. Dieser Song erinnert sofort an Fernsehserien, an die Mafia, an italienische Spaghetti-Western, an große Entertainer aus dem letzten Jahrhundert. Unbeschwert, beschwingt aber auch dramatisch und tragisch. Neben „Love Is Blindness“ von Jack White, welches ich in diesem Jahr für mich entdeckt habe, definitiv der Song des Jahres.

Das heißt aber natürlich nicht, das sich die anderen Songs hinter Roland verstecken müssten. Ganz im Gegenteil. Schon der „Prologue“ macht klar, das es hier auf der angekündigten Sommerplatte alles andere als luftig und unbeschwert zugeht. Langsam schleppt sich der Song dahin, fährt Harmonika, Ukulele (?), Streicher und Chor auf und deutet an, wohin die Reise in den noch folgenden 50 Minuten gehen wird. „To those in doubt I like to give some hope, at least this: your doubt is alright“.

Berechtigte Zweifel, aber ein wenig Hoffnung. Ich finde, besser kann man die folgenden Stücke nicht zusammenfassen. Bei „The Last Days Of Rome“ perlt ein Cembalo aus den Boxen, bevor ein Siebziger-ZDF-Vorabend-Schlagzeug einsetzt, welches für sich genommen furchtbar klingt, in diesem Umfeld aber perfekt passt. Genau wie die eigentlich schrecklichen Choir-Sounds aus dem Keyboard. Das alles wird aber in einen Topf geworfen und heraus kommen die aufwühlenden letzten Tage Roms. Groß.

Eigentlich hat sich Konstantin Gropper soundtechnisch nur beim folgenden „The Kids Today“ ein wenig vertan. Der Song ist wieder eine Bank, allerdings haut er mir die Orchester-Hits im Refrain so dermassen um die Ohren, das ich vom Gesang kaum etwas verstehe. Das ist schade, denn auch hier offenbart sich eine Vielschichtigkeit im Songwriting, die mitreißt.

Nach dem bereits erwähnten „Roland, I Fell You“ wird es insgesamt etwas besinnlicher, ohne allerdings an Großartigkeit einzubüßen. Sei es das in dem dramatischen Tod des Mafiabosses endende „Disney“, die flötende Unbeschwertheit von „A Gallows“ oder das orchestral arrangierte „Oh My! Good Heart“: Konstantin Gropper hat seinen Stil verfeinert, bereichert und perfektioniert. Herausgekommen ist eine vielschichtige Platte, die zwar nicht sommerlich unbeschwert klingt, aber doch immer weiß, das eine süße, melancholische Melodie den Untergang der Welt zu verschönern weiß. Oder eben: trotz all der berechtigten Zweifel gibt es auch immer ein wenig Hoffnung. Und am Ende wird getanzt…

AKTUELL & TOLL

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Du musst Lady Bones aus Boston nicht kennen, aber du solltest zumindest beim ersten Track Weight auf den Play-Button klicken. Ein gradliniger, treibender Song mit verzerrten...

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