Das Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer, rdio oder Simfy für den Musikhörer eine tolle Sache sind, dürfte sich inzwischen herum gesprochen haben. Zugriff auf mehrere Millionen Songs, jederzeit und überall. Was bedeutet das aber für die Musiker?

Das Thema ist ja nicht neu. Schon oft wurde darüber spekuliert, was genau ein Künstler an einem gestreamtem Song verdient. So viel ist klar: viel ist es nicht. Eigentlich sogar so wenig, das es definitiv unmöglich ist, als Musiker von den Einnahmen der Streaminglizenzen zu leben. Aber: auch die CD- und Vinylverkäufe sind in den letzten Jahren rückläufig, so das auch von dieser Seite kein gesichertes Einkommen mehr gewährleistet ist.

Bernd Graff von der Süddeutschen Zeitung hat vor ein paar Tagen einen Artikel mit dem Titel „Für eine Handvoll Dollar“ veröffentlicht. Aufhänger: Grizzly Bear. Er bezieht sich auf einen Artikel von Vulture.com (zwar mit Quellenangabe, aber wie so oft ohne Verlinkung), in dem Ed Droste ungewöhnlich offen über die Einkommenssituation der Band spricht. Zwar nennt er keine genauen Zahlen, aber wenn er darüber spricht, das nicht alle Bandmitglieder eine Krankenversicherung haben und auch nicht in große Häuser umgezogen sind, dann kann man sich seinen Teil denken.

In diesem Zusammenhang ebenfalls sehr interessant ist der Artikel On Spotify and Music Consumption von Lower Dens, einer Band aus Baltimore. Der Artikel spricht sich aus Sicht der Künstler klar gegen Spotify aus.

We shouldn’t have everything we want all the time, not in music or anything else. The only reason we do have that relationship to music right now is because we’re taking advantage of technology and a lack of regulation. It makes sense. If that technology did the same thing for food or shelter, we’d be talking about that. Don’t tell me though that this is a consumer-dictated market; it’s this way because we’re taking advantage of it, not because we thought up and implemented a good way of doing things. Like I said before, just cause it’s so doesn’t make it right.

Dort gibt es auch ein kleines Zahlenspiel, was für die Musiker bei den Streamingdiensten am Ende übrige bleibt.

Here’s an estimate of what happens to 5k (5000) of our albums, illegally downloaded, streamed in free Spotify, streamed in paid Spotify, bought digitally, and bought physically.

  • Illegally downloaded – $0
  • Streamed (free, ad-funded, 20 plays from 5k ppl) – $900
  • Streamed (paid subscription, 20 plays from 5k ppl) – $2500
  • Digital purchase (averaged; $1/album) – $5000
  • Physical purchase (averaged; $3/album) – $15000

That might happen for us over the course of a year. In fact, if does, we think we’re doing pretty good. Five of us made the record. We pay a manager. For a year, in this scenario, each one of us gets this:

  • Illegally downloaded – $0
  • Streamed (free, ad-funded) – $153
  • Streamed (paid subscription) – $425
  • Digital purchase (averaged) – $850
  • Physical purchase (averaged) – $2550


Für einen Musiker einer Indieband bleiben durch die Einnahmen von Premiumkunden am Ende des Jahres also $425 übrig, sollte er nur auf Spotify bauen. Dieses Beispiel ist natürlich nur rein hypothetisch, verdeutlicht aber ganz gut die Situation.

Ich persönlich habe ein gespaltenes Verhältnis zu Spotify. Das Angebot ist großartig, die Auswahl enorm. Technisch funktioniert der Services einwandfrei, und unterwegs bemerke ich keine Unterschied zu einem MP3-Player. Das ist phänomenal und als Musikliebhaber bin ich begeistert. Ich höre und entdecke Musik, von der ich sonst wahrscheinlich nie gehört hätte.

Andererseits weiß ich aber auch, das Spotify selbst mit 2,6 Millionen Premiumkunden keine schwarzen Zahlen schreibt, sondern herbe Verluste einfährt. Wenn man den eigenen Betrieb kaum sichern kann, wie soll man da die Musiker entsprechend bezahlen? Natürlich werden sich Geldgeber finden (wie unlängst beim Konkurrenten Deezer) und meiner Meinung nach werden sich die Streamingdienste in Zukunft auf breiter Ebene durchsetzen; das klassische Album wird wahrscheinlich eher zu einem Luxusartikel.

Aktuell halte ich es so: ich höre sehr viel Musik via Streaming (bzw. als Spotify-Download auf dem Smartphone). Am Ende des Jahres schaue ich aber, das ich zumindest die 20 Topalben des Jahres auf meiner Festplatte in Form von legalen MP3s oder als CD im Regal stehen habe.

Wie steht ihr zu Streamingdiensten? Bringen sie einen Wertverlust der Musik mit sich? Lassen sie die Künstler verarmen? Oder müssen sich diese einfach an die modernen Gegebenheiten anpassen und sollten aufgezeichnete Musik nur als Promotion für die Liveauftritte sehen?

Nachtrag: There’s No Money in Indie Music: Cat Power Is Broke

16 KOMMENTARE

  1. Nico, du bringst das Dilemma des modernen Musikliebhabers mal wieder auf den Punkt. Mein Verhalten deckt sich ziemlich genau mit deinem. Einerseits das gute Gewissen, nur noch legal zu hören, als Premium-Kunde zumindest bescheidenes Geld an die Künstler zu entrichten, andererseits das Wissen, dass dies eigentlich zu wenig ist. Für mich ist Spotify eher der Einstieg und die Vorbereitung von Live Gigs. Dort sieht es aber auch nicht viel besser aus: kleinere Bands in kleineren Location bekommen meist auch keine ausreichende Gage. So kaufe ich dann dort noch eine CD, die ich mir nie anhöre und hin und wieder etwas vom Merchandise. Besonders spannend und unterstützendswert finde ich Bands wie die Indelicates, die dieses Dilemma längst erkannt haben, und sich andere Vermarktungsmöglichkeiten suchen: http://corporaterecords.co.uk/artistnetwork/indelicatesshop/diseases-of-england/

  2. Ich verfahre ähnlich wie du, Nico. Ich höre relativ viel über Spotify. Wenn ich aber Alben entdeckt habe, die ich immer wieder „streame“, so landen die auf meiner Buy-list. Und wenn dann mal wieder eine download-Aktion bei Saturn oder Amazon statt finden, so lade ich mir dort für einen Fünfer das Album runter.

  3. Die Frage, die sich mir immer wieder stellt: Wie viel verdient ein Künstler an einem Song, wenn er im Radio gespielt wird? Der Stream ist eben kein Kauf und dementsprechend kann er auch nicht vergütet werden, wie ein gekaufter Song. Wie war die Reichweite für eine Indie- Band vor dem Internet? Hat ne Indie- Band aus irgend einem Kaff in den Usa überhaupt die Möglichkeit gehabt, ihre Musik so zu promoten, dass genügend Menschen in einem anderen Land bereit sind, diese auch live zu sehen? Verdiente eine Band nicht schon immer fast ausschließlich an Konzerten und Merch? So langsam kann ich dieses Spotify gebashe nicht mehr hören (damit meine ich nicht dich)

    Was kann der Dienst Spotify dafür, dass die Musikindustrie es seit fast 15 Jahren versäumt hat, eine wirkliche Alternative zum illegalen Download anzubieten. Auch ich denke, dass Musik hören in Zukunft in erster Linie über Streams passiert und ich denke auch, dass diese Dienste ihre Bezahlmethoden in der Zukunft reformieren werden, aber ein Vergleich zwischen einem Spotify Stream und dem Kauf eines physikalischen Tonträgers, ist als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen.

    • Dein erster Punkt ist ein sehr wichtiger, über den ich mir auch immer wieder Gedanken mache. Das Problem sind aber nicht die Äpfel und die Birnen, sondern das die Einkünfte von physikalischen Tonträgern und digitalen Downloads immer weiter zurückgehen. Wie es bei dem oben verlinkten Hypebot Artikel so schön steht:

      Not long ago, we went to great lengths to seek out and purchase albums for our collections. Now, we simply search for an artist on Spotify and add their entire discography to our library.

      Musiker müssen also weiterhin viel touren, vielleicht sogar mehr als heute. So richtig toll verdient man dort mit Sicherheit auch nicht, und über die Gesundheit und das Familienleben wollen wir lieber gar nicht erst reden.

      Ich denke (und hoffe) aber auch, das die Bezahlung in Zukunft verbessert wird.

  4. Auf Hypebot gab es aktuell mehrere gute Artikel zu Spotify: Aktuell zB dieser hier
    http://www.hypebot.com/hypebot/2012/10/how-spotify-changed-music.html

    Ich sehe Spotify aus dem im oben gelinkten Blogeintrag sehr zweischneidig obwohl ich in meinem Laden zu 90 % Spotify höre – die restlichen 10 % sind legale Streams von BBC Radio 1. Ich zahle Mehrwersteuerbereinigt 4,13 Euro an Spotify für ca. 240 Stunden Musik und finde das unverschämt billig. Andererseits lass ich wiederum 120 Euro mehrwertsteuerbereinigt in meinem Plattenladen,

    Folgendes stört mich an Spotify sehr stark:
    Die Bereitschaft für Musik zu zahlen wird weiter sinken. Als 16jähriger hab ich mir Cds von der Bibliothek und Freunden ausgeliehen weil man nicht alles kaufen konnte was man hören konnte. Jetzt gibt es viele Kids denen sogar die 5 Euro zuviel sind.

    Das Album wird noch mehr geschwächt und noch schneller sterben. Und ich bin da viel zu konservativ und möchte Musik physisch besitzen.

    Und dann hab ich bei Spotify an sich kein gutes Gefühl, die wollen in ihrer Sparteein Global Player mit Monopolstellung werden, wie Google oder Amazon und wahrscheinlich wird ihnen das auch gelingen. Da sind die Geschäftszahlen in den nächsten paar Jahren relativ irrelevant. Und an einer Monopolstellung kann weder der Konsument noch der Kulturschaffende Interesse haben.

  5. Also Spotify hat wirklich mehr oder weniger meine MP3-Sammlung abgelöst. Alben die ich mag kaufe ich auf Vinyl (sofern erhältlich) und zahle dann auch gerne 25 EUR dafür. CDs habe ich abgeschafft.

    Es scheint mir ein genereller Trend zu sein, dass man immer mehr unbegrenzten „Zugang“ auf Zeit einkauft. Heute wird fast jeder Mobilfunkvertrag als Flatrate verkauft, es gibt bei Lovefilm oder Netflix Film-Abos und es existiert halt Spotify. Das ganze hat glaube ich langfristig wirklich Gefährdungspotential für Nischenmärkte, gerade im Musikbereich.

  6. Ich nutze spotify auf Arbeit, dort ist’s ganz okay. Da ich eh keine Ruhe hätte, konzentriert und aufmerksam ganze Alben zu hören, ersetzt es mir so das schlechte Radio. Zuhause nutze ich es aber gar nicht, da laufen nur ganze Alben, bevorzugt auf Vinyl.

    Ansonsten ist es eine Tatsache, dass kaum Musiker von ihrer Musik leben können. Sicherlich ist es schade, wenn diese Situation durch Streamings nicht gebessert wird, andererseits ja auch so, dass kein Angebot genutzt werden muss. Die Frage ist, was man tun möchte, Musik hören oder Musikern ein Auskommen ermöglichen? Das letzteres ersteres erst ermöglicht, sollte geläufig sein. Und das muss den Hörern klar werden, egal, auf welche Art sie hören.

    Und die Sachen mit dem Touren… als ob das alle Bands überall so einfach könnten. Die BRD z.B. ist einfach zu klein für eine fünfköpfige, deutschsprachige Band, da lohnt es sich erst ab einer gewissen Größe der Locations. Vorher geht dabei nur der Urlaub drauf. Bei Solokünstlern sieht das anders aus, da ist es zumindest leichter, aufzutreten, das Geld aber auch wieder eine gänzlich andere Sache.

  7. Ich würde gerne noch eine Unterscheidung einführen: ich höre unterwegs und im Büro auch Streaming-Musik oder mp3 über schlechte Lautsprecher etc. – zuhause aber über eine gute Hifi-Anlage mit exzellenten Boxen (im Rahmen des Möglichen) und bei gedimmten Licht. Die zweite Version ist die unmoderne, die des klassischen Kunstgenusses. Ich käme nie auf die Idee eine Schostakovich-Sinfonie auf dem Smartphone anzuhören. Sagt das auch etwas über die Musik aus? Gibt es vielleicht doch U- und E-rnst gemeinte Musik? Und wie sollte der Verbraucher dann den kreativen Schaffensprozess honorieren? Meine Lösung ist es, U-Musik zu streamen (gratis, wie Radio) und ein gewisses Budget zum Plattenhändler meines Vertrauens zu tragen. Aber das ist nur meine Lösung. ..

  8. Hi! Ich nutze Spotify sehr intensiv und wenn ich mir so meine monatlichen Ausgaben anschaue, hat sich hier nicht wirklich viel geändert. Ich kaufe zwar nur noch ein Album die Woche, gehe dafür aber mehr auf Konzerte – häufig habe ich die Bands über Spotify für mich entdeckt (oder zumindest meine Bekanntschaft dort vertieft…)

    Es ist halt die Frage, ob man von Musik-Fans wie hier auf eine heterogene Mehrheit schließen kann…

  9. Ich habe der Materie auch schon manch Sorgenfalte gewidmet. Ein großes Problem der Streamdienste sehe ich darin, dass sie keine massiven Werbeeinnahmen generieren können. Denken wir doch ans Privatfernsehen. Hier regt sich niemand auf, dass ein Piratenfilm mit Johnny Depp einfach so ausgestrahlt wird und keinen Cent kostet. Werbung machts möglich, das System funktioniert nicht erst seit gestern. Spült dem Sender Geld in die Kassen. Spotify hingegen bringt größtenteils Werbung, die meist ohnehin von Labels bezahlt wird. Das Geld zirkuliert also im Bermudadreieck zwischen Streamingdienst, Label und Musiker. Die paar zahlenden Abonnenten machen das Kraut nicht fett. Das wäre in etwa so, wie wenn RTL eine Werbepause zum überwiegenden Teil dazu nutzen würde, nur Programmtrailer zu senden. So kommt man nicht zu Geld. Nur wenn die Werbeeinnahmen stimmen, könnten Musiker also auch auf mehr Einnahmen durch Streaming pochen.

    Das zweite Problem ist eine Mentalitätssache. Wir schwärmen zu KiK und Discontern, wissen jedoch genau, dass Tiefpreise im globalen Wettbewerb meist durch Ausbeutung zustande kommen. Wir wissen dies und wollen dennoch billig. Wir kennen die Gewinnmargen von Apple, wissen um die Vorgänge bei Foxconn und kaufen trotzdem brav die Produkte. Warum soll also ausgerechnet Musik unser Gewissen wecken? Wir wollen prima Platten, aber es ist uns oft egal, ob der Musiker von seinem Tun auch leben kann. Weil 1 Prozent der Musikschaffenden Geld scheffelt, gaukeln wir uns vor, dass jeder Musiker ein kleiner Dagobert Duck ist. Von daher ist die ganze Diskussion scheinheilig. Viele stellen sich blöd, weil sie es nicht besser wissen wollen.

  10. nutze nach wie vor keinerlei streamingdienste. nicht auf der arbeit, nicht zu hause, nicht sonst wo. ich habe meine platten, ich habe meine cd’s und meinen ipod. den kann ich auch bei der arbeit auspacken und das kann auch jeder, der es sonst schafft, vllt mit kopfhörern dann über streaming dienste zu hören ber der arbeit.
    die rechnung von grizzly bear ist immer noch relativ(!) ok, wenn man sich vorstellt, was das für kleinere bands bedeutet, die nicht mal die gleichen raten bekommen, wie eine band wie grizzly bear. wenn kein label zum beispiel dahinter steht und selbst wenn, ein deutscher singer songwriter sagte mir, er verdient mit einer bei spotify gestreamten single 3 cent. 3 cent.
    das ist scheiße. einfach nur scheiße. da kann man auch nicht sagen, spotify kann nichts für die situation. natürlich bestand die unmögliche situation auch schon vorher, aber es ist wieder das alte lied:es muss sich was ändern, aber ich bin nicht bereit dafür.
    spotify könnte einen anfang machen. ein zeichen setzen. andere raten anbieten. gleiche raten anbieten. was weiß ich. aber das wollen sie nicht. warum? weil sie selber an der sache immer noch am meisten verdienen und das auch wollen, sonst könnten sie ihren laden gleich wieder dicht machen. das ist wirtschaft. und läuft, wie oben schon angemerkt, in der gleichen art und weise ab, wie auch anders dumping preise zustande kommen. mit ausbeutung.

  11. […] Das Internet ist eine elendslange Schlemmermeile, auf welcher jeder Musikfan auf den Geschmack kommt. Man findet, wonach immer auch das Herz begehrt. Wo jedoch die kulinarischen Genüsse einer Schlemmermeile stets einen sofortigen Obulus erfordern, erwarten uns in den Weiten des Netzes jede Menge Kostproben gratis. Wo in manch Lokalen das Prinzip All-you-can-eat regen Zuspruch findet, die Besucher sich dies durchaus einige Euros kosten lassen, im Wissen das Harakiri keinen Teil einer gesunden betriebswirtschaftlichen Kalkulation darstellt, haben sich im Internet Streamingdienste etabliert, welche für ‘nen Appel und ‘nen Ei Millionen Tracks feilbieten. Der Stream ist längst eine allgemein akzeptierte Form des Musikkonsums. Wir würden uns in die eigene Tasche lügen, wenn wir tatsächlich glaubten, dass Musiker von Streams finanziell profitieren. Das Angebot eines Streams sieht den Künstler auf seinem desperaten Höhepunkt. Eine Band oder ein Singer-Songwriter tun dies, weil sie an die Chance glauben (wollen), dass das Hören eines Songs zu einem Kaufimpuls animiert. Doch ach, drei Dinge stehen diesem Verlangen im Weg. Zunächst einmal die eigene pekuniäre Situation. Wohnen wird teurer, Strom auch nicht billiger, Gebühren und Steuern steigen unaufhörlich, Essen sollte man freilich auch. Die gegenwärtige Krise definiert für viele Menschen das Wort Luxus neu. Zumal Werbung Prioritäten gewichtet. Wir gönnen uns besonders das, was heftig beworben wird. Ein David Garrett verkauft sehr viele Platten, bei der talentierten schwedischen Indie-Combo sieht die Sache schon anders aus. Der zweite Punkt ist die Halbwertszeit von Klängen. Was den Musikenthusiasten rund um den Veröffentlichungstermin in Mark und Bein fuhr, geradezu in den Ohren schmolz, das scheint zwei Monate später längst von Dutzenden neuen Platten aus der Erinnerung gedrängt. Lohnt sich also tatsächlich ein Kauf? Doch nur bei Alben, mit denen einige schöne Jahre verbringen will! Für einen One-Night-Stand wird man doch in der Regel auch nicht so tief in die Tasche greifen wie für die ausgeguckte Lebensabschnittspartnerin. Und letztlich verhindert als drittes Motiv die Gratis-Kultur einen Kauf. Wir wollen naschen, stibitzen, auf Rechnungen legen wir im digitalen Dschungel keinen sonderlichen Wert. (Mehr zum Thema Stream hat Nicorola hier zusammengetragen.) […]

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