Artikel zum Schlagwort: Anhören

Nächsten Freitag erscheint das dritte Studioalbum der Hamburger Band Fotos. “Porzellan” ist ihr Meisterstück geworden, soviel kann ich verraten. Nicht nur, weil es das schwärzeste, lärmendste und vor allem mächtigste Fotos-Album ist, sondern auch aufgrund der unglaublich mitreißenden Songs. So kratzbürstig sich dieses Album auch manchmal gibt, ist es letztendlich doch reinster Pop.
Ihr könnt “Porzellan” in voller Länge vorab bei simfy hören.

Die beiden Obersympathen Matt und Kim sind zurück. Anfang Novemeber erscheint ihr neues Album “Sidewalks”, und ab heute gibt es den ersten Song daraus bei iTunes zu kaufen, zumindest in den USA. Wenn ihr schnell rüberhechtet zu FADER, dann könnt ihr “Cameras” dort in voller Länge hören. Und Leute mit Quelltexterfahrung….. ach, ich sage lieber nichts.

Diesen Freitag erscheint das neue Album von Interpol. Und ich denke mir, das nicht nur ich ziemlich gespannt bin, wie das neue Werk der New Yorker klingen wird. Um uns die Spannung zu nehmen, bietet simfy angeblich “weltweit exklusiv und kostenlos vorab” einen kompletten Albumstream an. Soweit ich weiß, können auch unangemeldete Nutzer ein paar Songs bei simfy hören. Um das komplette Album zu hören, müsstet ihr euch also einen kostenlosen Account zulegen, der euch das Hören im Browser erlaubt.
Albumstream: Interpol – “Interpol”
Bitte sagt mir, ob für euch simfy-Albumstreams ok sind oder gar nicht gehen.
Ja, sicher, so langsam läuft sich das Thema Gorillaz etwas tot. Aber diese knapp 40minütige Livesession für “Morning Becomes Eclectic” auf KCRW plus Interiew ist einfach zu gut, um sie unerwähnt zu lassen.
Ich habe heute Nacht wegen Übelkeit kaum geschlafen und habe den ganzen Tag über schon einen ziemlichen Schädel, welcher nur mit Tabletten zu ertragen ist. Wird wohl ein Virus sein. Deswegen heute eher Sparflamme. Aber einen komplett neuen Beach House-Song kann ich euch natürlich ncht vornthalten.
Beach House – White Moon (Itunes Session) by subpop
So even if you don’t like paying for the same songs twice, Beach House’s new iTunes Sessions EP might be worth checking out. For the EP, the band– in three-piece form– turned in reworked versions of five old songs, as well as one completely new one: “White Moon”, which you can stream above. (Pitchfork)

Ich schätze mal, die Everett-Fans unter euch haben sich “Tomorrow Morning” bereits am Wochenende zugelegt und haben die Platte schon in ihr Herz geschlossen. Zu hören sind im Gegensatz zu den beiden direkten Vorgängern Keyboards, Drum-Maschinen, Loops und Sounds. Und auch wenn das jetzt experimentell klingt: “Tomorrow Morning” ist eine typische Eels-Platte. Bewegende kleine Momente, schöne Melodien, melancholische Augenblicke. Vorgetragen von dieser vom Leben gezeichneten Stimme. Und auch wenn ich zugeben muss, das ich bis zum nächsten Album gerne wieder etwas zeitlichen Abstand hätte: Reinhören solltet ihr auf jeden Fall.
Albumstream: Eels – “Tomorrow Morning”
//////////

Inzwischen kennen wir vier Stücke des kommenden Albums der Mercury Prize-gekrönten Band, die den Begriff “New Rave” für ihre Musik erfand. Mein bisheriger Eindruck? Durchwachsen, mit Ausreissern nach oben. Gerüchteweise musste die Band ein bereits fertiges zweites Album noch einmal aufnehmen, da es ihrer Plattenfirma Polydor zu extrem ausgefallen war. Ich bin nach wie vor gespannt, wie diese Platte ohne Einflussnahme der Plattenfirma geklungen hätte. Aber wer weiß, vielleicht wird das Album ja nochmal in einer Bonus-Edition veröffentlicht?
“Surving The Void” steht seit heute in den Regalen und kann hier in voller Länge angehört werden:
Albumstream: Klaxons – “Surving The Void”
//////////

Zweimal konnten sie mich überzeugen. Zweimal kürte ich einen ihrer Songs zur MP3 der Woche. Ich habe immer noch keine Ahnung, ob ich diesen Bandname absolut abgefahren oder einfach nur total bescheuert finden soll, die Musik ist auf jeden Fall wundervoll. Die Band aus Seattle hat neben dem Bandnamen ausserdem noch eine ziemlich interessante Zusammensetzung: der äußerst talentierte Drummer Marshall Verdoes war bei Bandgründung erst 13, dürfte inzwischen aber 15 Jahre alt sein. Er ist der Adoptivbrudder des Frontmannes Benjamin Verdoes, dessen Frau Traci Eggleston-Verdoes ebenfalls in der Band spielt. Ihr zweites Album “Where The Messengers Meet” ist letzten Freitag erschienen, und auch wenn viele rufen “der Indierock ist tot”, so solltet ihr zumindest einmal ein Ohr riskieren.
Albumstream: Mt. St. Helens Vietnam Band – “Where The Messengers Meet”
//////////

Die Mercury Prize-gekrönte Band, die den Begriff New Rave mitprägte, veröffentlicht in genau einer Woche ihr neues Album “Surving The Void”. Angeblich musste die Band ihr bereits fertiges zweites Album noch einmal aufnehmen, da es ihrer Plattenfirma Polydor zu experimentell ausgefallen war. Jetzt sind die Fronten geklärt, und nachdem man bereits mit “Flashover” und “Echoes” zwei Songs des neuen Werks hören konnte, gibt es jetzt zwei weitere Höreindrücke.
Same Space
Klaxons – “Same Space” by Some Kind of Awesome
Twin Space

Es gibt keine höhere Kunst, als mit einfachen Worten Gefühle zu transportieren. Dabei nicht in den Schmalztopf zu greifen, die Klischees auszulassen. So ein Künstler ist Philipp Poisel, der in genau zwei Wochen sein zweites Album veröffentlicht. Wenn ich das Titelstück “Bis nach Toulouse” höre, dann bekommen ich Fernweh, dann lächle ich über jede Kleinigkeit am Wegesrand, blinzel in die Sonne, seufze tief.
SomeVapourTrails hat das neue Werk drüben bei Lie In The Sound schon rezensiert, und ich bin mir nach der Lektüre absolut nicht sicher, was ich noch großartig über diese Platte schreiben soll. Außer vielleicht: ich bin absolut derselben Meinung!
Grönemeyerst du noch oder poiselst du schon, bin ich nach dem Ende der Platte zu fragen versucht. Bis nach Toulouse unterstreicht die Qualität der Bewegtheit, die Philipp Poisel zu rühren im Stande ist. Solch einen Troubadour mögen verkopfte Rezensenten mit Wonne durch das Feuilleton jagen, Gefühlsmenschen wird er viel, sehr viel Freude bescheren. Was für ein gelungenes Werk!


