Artikel zum Schlagwort: Best of 2007
Ich sag nix. Das ich es bis Ende des Jahres nicht schaffe, alle mir wichtigen Alben des Jahres einzeln vorzustellen, hat ja schon Tradition. Hier also die restlichen Alben, die ich zu den besten des Jahres zähle.
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#9 Beirut – “The Flying Club Cup”
Großartiger Nachfolger zum wunderbaren Debüt. Diesmal etwas weniger Osteuropa, dafür mehr Frankreich.
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#10 Okkervil River – “The Stage Names”
Nicht so gut wie “Black Sheep Boy”, aber trotzdem eine der besten Neuerscheinungen des Jahres. Wunderbare Pop-Perlen im Folk-Kostüm.
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#11 Jamie T – “Panic Prevention”
Das Songwriting ist einfach großartig. Bei aller Indie-Attitüde hat fast jeder Song das Zeug zum Hit. Alles klingt auf diesem Album wie lässig aus dem Ärmel geschüttelt. Die Produktion ist nicht glatt, der Gesang klingt wie jeweils in nur einem Take aufgenommen, die Samples rumpeln.
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#12 Burial – “Untrue”
Völlig abseits meiner sonstigen Hörgewohnheiten hat es dieses Dubstep-Monster geschafft, mich mit seiner in Beat gegossenen Tristesse zu begeistern. Genauso klingt die Großstadt. Bei Nacht und mit Beleuchtung.
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#13 Babyshambles – “Shotter’s Nation”
Wer hätte gedacht, das mich Pete Doherty nochmal begeistern kann? Richtig, ich am allerwenigsten. Aber auf “Shotter’s Nation” hat er zu alter Stärke zurückgefunden und läßt den in meinen Augen mißlungenen Erstling vergessen. Alleine schon wegen des Übersongs “Delivery”.
Arcade Fire – “Neon Bible”
2. März 2007
City Slang (Universal)
Was wäre ein Jahresbestenliste ohne das Album, das es in nahezu allen Listen unter die Top 5 geschafft hat? Richtig, ziemlich unvollständig. Ihr findet sogar, das es sich um DAS Album des Jahres handelt. “Neon Bible” heißt das Meisterwerk, das dem jetzt schon als Klassiker geltenden Debütalbum der Kanadier folgte. Auch am Ende des Jahres hat diese Platte nichts von ihrer Leuchtkraft verloren, und Songs wie “Keep The Car Running”, “Ocean Of Noise” oder “Intervention” werden immer noch gerne von mir gehört.
“Neon Bible” ist groß. Nicht größer als “Funeral”, aber auch nicht kleiner. Genauso groß. Wer zwei so große Alben veröffentlicht, wer eine Kirchenorgel perfekt in einen Song einbaut, wer es schafft, das ich mir einen von Bruce Springsteen beeinflussten Song anhöre, den bewundere ich. (Meine Worte)
Jetzt muss ich es nur noch endlich schaffen, mir die Band einmal live anzuschauen.
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Johnny von SpreeblickNico von Jackpot Baby! fragt drüben bei Spreeblick nach den Songs des Jahres 2007. Die Regeln:
Diesjahr hab ich einfach die Lieder des Jahres 2007 von meiner Musiksoftware nach der Häufigkeit sortieren lassen, mit der sie gespielt wurden. Von jedem Album wurde dabei nur das höchstplatzierte Lied in die Liste aufgenommen.
Hier ist meine Liste, wobei ich allerdings anmerken muss, das ich selber überracht bin. Liegt aber auch daran, das ich viel Musik auf meinem Rechner im Büro höre und ich den iPod erst seit ein paar Monaten mit meinem iTunes synchronisiere.
- The National – “Fake Empire” (Boxer)
- Iron & Wine – “Pagan Angel And A Borrowed Car” (The Shepherd’s Dog)
- Arctic Monkeys – “Teddy Picker” (Favourite Worst Nightmare)
- Maximo Park – “Our Velocity” (Our Earthly Pleasures)
- Radiohead – “Nude” (In Rainbows)
- Beirut – “Postcards From Italy” (Gulag Orkestar)
- Arcade Fire – “Keep The Car Running” (Neon Bible)
- Goldrush – “Every One Of Us” (The Heart Is The Place)
- …And You Will Know Us By The Trail Of Dead – “Wasted State Of Mind” (So Divided)
- Damien Rice – “9 Crimes” (9)
- The Veils – “Advice For Young Mothers To Be” (The Veils)
- Dirty Pretty Things – “Bang Bang You’re Dead” (Waterloo To Anywhere)
- Modest Mouse – “Fire It Up” (We Were Dead Before The Ship Even Sank)
- Voxtrot – “Ghost” (Voxtrot)
- Jamie T – “Calm Down Dearest” (Panic Prevention)
- Okkervil River – “Unless It’s Kicks” (The Stage Names)
- Olli Schulz – “Keiner Hier Bewegt Sich (Wir Fallen)” (Warten auf den Bumerang)
- The Good, The Bad & The Queen – “History Song” (The Good, The Bad & The Queen)
- Beirut – “A Sunday Smile” (The Flying Club Cup)
- Mando Diao – “Welcome To Luc Robitaille” (Ode To Ochrasy)

Eure Wahl zu den drei besten Alben des Jahres 2007 ist gelaufen. Ich bedanke mich noch einmal recht herzlich für die rege Teilnahme, die wesentlich höher lag als im letzten Jahr. Ich kann mit dem Ergebnis sehr gut leben, denn alle von euch gewählten Alben sind wirklich klasse. Was mir wieder einmal zeigt, was für ein tolles Jahr 2007 war (zumindest musikalisch). Arcade Fire und Radiohead auf den ersten beiden Plätzen sind keine große Überraschung, aber mich freut es doch außerordentlich, das es meine Lieblinge von The National mit ihrem eher ruhigen “Boxer” auf das Siegertreppchen geschafft haben. Und mit Tocotronic auf Platz 4 hätte ich ehrlich gesagt auch nicht gerechnet.
Hier die zehn bestplatzierten Alben:
- Arcade Fire – “Neon Bible” (42 Stimmen)
- Radiohead – “In Rainbows” (40 Stimmen)
- The National – “Boxer” (37 Stimmen)
- Tocotronic – “Kapitulation” (30 Stimmen)
- Maxïmo Park – “Our Earthly Pleasures” (19 Stimmen)
- Bloc Party – “A Weekend In A City” (15 Stimmen)
- Interpol – “Our Love To Admire” (9 Stimmen)
- Okkervil River – “The Stage Names” (8 Stimmen)
- The Good, The Bad & The Queen – “The Good, The Bad & The Queen” (6 Stimmen)
- Beirut – “The Flying Cup Club” (5 Stimmen)
The Hives – The Black and White Album (5 Stimmen)
Ich bin gespannt, ob 2008 am Ende eine ähnlich hochkarätige Liste an Alben hervorbringt.
The Good, The Bad & The Queen – “The Good, The Bad & The Queen “
26. Januar 2007
EMI Record (EMI)
Hat auch nach fast einem Jahr nichts von seiner epochalen Schönheit eingebüßt. Nach wie vor eine der stimmigsten und rundesten Platten des Jahres. Wunderbare Melodien, druckvoller Bass und die prägnante Stimme Albarns sind die Eckpfeiler dieses Meisterwerks. Herrlich unaufgeregte 12 Songs, zu denen es hoffentlich irgendwann noch einmal Nachfolger geben wird. Ganz großes Kino!
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Arctic Monkeys – “Favourite Worst Nightmare”
20. April 2007
Domino (Rough Trade)
Einer der der heiß ersehnten Nachfolger in diesem Jahr war neben den neuen Alben von Maximo Park und Bloc Party wohl das Folgewerk der Jungspunde Arctic Monkeys. Anfänglich enttäuschte mich die Platte etwas, da in meinen Ohren etwas die Luft raus war, sowohl in Sachen Songwriting als auch in Sachen Produktion. Das klang teilweise etwas ideenlos und zu glattgebügelt. Da ich aber Fan war, musste ich mir diese Platte einfach schön hören. Und das ging schneller als ich dachte. Auf einmal machte es Klick, und eine Melodie nach der anderen setzte sich in meinem musikalischen Gedächtnis fest.
Jetzt, mit einem dreiviertel Jahr Abstand gefällt mir “Favourite Worst Nightmare” sogar besser als das Debüt. Woran das liegt, kann ich nicht genau sagen, vielleicht habe ich mich an Songs wie “I Bet You Look Good On The Dancefloor” oder “Fake Tales Of San Francisco” einfach sattgehört. Songs wie “Teddy Picker”, “D Is For Dangerous” und “Brianstorm” sind hingegen noch erstaunlich frisch und machen auch im Winter noch großen Spaß. Ich bin wirklich sehr gespannt auf die dritte Platte. Obwohl…habe ich nicht irgendwo gelesen, das sie neue Songs bei Fertigstellung veröffentlichen wollen, und nicht für ein Album “sammeln”?
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The Rakes – “Ten New Messages”
16. März 2007
V2 Records (Universal)
Ja, damit hätte ich selber wohl am wenigsten gerechnet. Wie schrieb ich doch so schön im April: “The Rakes haben es irgendwie nicht so recht mit dem Timing. Schon ihr Erstling erschien zu einer Zeit, zu der alle Welt vor lauter Jubelarien für Bloc Party, Kaiser Chiefs oder Maximo Park abgelenkt war. Und auch jetzt kommt “Ten New Messages” zeitlich nicht gerade günstig. Wieder mittendrin im Veröffentlichungswust der in diesem Jahr heiss erwarteten neuen Scheiben von Bloc Party, Maximo Park, Kaiser Chiefs und den Arctic Monkeys. Und das ist wirklich schade, den die zehn neuen Songs der Briten haben viel zu bieten und sollten neben den Platzhirschen nicht im Regal verstauben.” Und an dieser Einschätzung hat sich absolut nichts geändert. Ganz langsam haben sich die vier Jungs aus Whitechapel im Laufe des Jahres in mein Herz gespielt. Sicher, ihnen fehlt vielleicht etwas die Energie der Arctic Monkeys oder auch die Originalität von Maximo Park, aber diese Platte bietet dafür 10 perfekte Popsongs. Und manchmal braucht es gar nicht mehr. Deswegen meine Nummer 5.
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Nach dem Klick könnt ihr in drei Songs des Albums reinhören. Gib mir den Rest »
Spoon – “Ga Ga Ga Ga Ga”
06. Juli 2007
Anti (SPV)
Was wäre eine Jahresendliste im Jahr 2007 ohne das Album, das ich im Sommer und im Herbst mit Abstand am meisten gehört und genossen habe? Richtig, absolut nicht komplett. Denn was Spoon hier auf ihrem leider etwas unglücklich betitelten fünften Studioalbum hinlegen, ist absolut mitreißend. Sicher, man denkt eigentlich bei jedem Song “Hey, das ist doch….ach ne…aber das klingt fast genauso!”, aber gerade das macht diese Platte so gut. Denn aus Versatzstücken klassischer Rocksongs aus den vergangenen 50 Jahren Musikgeschichte etwas völlig neuartiges zu schaffen, das dazu noch wie aus dem Ärmel geschüttelt klingt, das muss den Jungs erstmal jemand nachmachen.
Ein weiterer Pluspunkt übrigens die Prodution. Ich habe in den letzten Jahren keine ähnlich dynamische Aufnahme gehört. Hier wird nichts glattgebügelt, hier hört man die Musiker bei der Arbeit. Ganz große Klasse.
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MP3: “The Underdog”
Pitchfork kürt genau wie im letzten Jahr (und in den Jahren davor?) die 50 besten Musikvideos des Jahres. Und da sind schon einige Perlen darunter, obwohl ich sagen muss, das mir die letztjährige Auswahl besser gefiel. Mein Favorit ist übrigens das mir bisher völlig unbekannte Video zum Song “Don’t You Evah” von Spoon. Ich will auch so einen!
Sehr, sehr coole und schöne Fotos des musikalischen Jahres 2007 drüben bei Pitchfork.



