Artikel zum Schlagwort: Metallica
Das ist schon eine tolle Geschichte. Ein Metallica-Fan ist von Beruf Toningenieur. Als er “Death Magnetic” hört, findet er das Album zwar gut, aber er denkt, das er es noch besser machen könnte. Also schmeißt er seinen Rechner an und schnippelt ein wenig an den Songs herum.
“basically, i just wanted a new album by metallica that i could listen to without getting irritated by some lame lyrics or ploddy riffs that go nowhere for three minutes before turning into something cool. the original version of death magnetic is the best thing that they’ve done since …and justice for all, but it ain’t great. my version is great.” (Metalsucks)
Das fand wohl auch der schwedische Journalist Jonn Jeppsson, der für die schwedische Zeitung Sydsvenskan schreibt. Er findet die geschnittene Version und findet diese präziser und intensiver als die Originalaufnahmen. Außerdem verlinkt er auf die (natürlich illegale) Torrent-Datei. Das bringt den Plattenboss Per Sundin auf die Palme, der das natürlich gar nicht gut findet. Auch die Band sagt ein zugesagtes Interview mit der Zeitung ab.
Ich würde die gekürzte Version nur zu gerne einmal hören, um zu testen, ob sie wirklich besser ist. Denn das Metallica sich nicht trauen, ein einmal gefundenes Riff wegzuschmeissen, obwohl es nicht passt oder den Song unnötig in die Länge zieht, das hört man dem neuen Album an.
Die ganze Geschichte gibt es in einer absolut lesenwerten Zusammenfassung hier.
Metallica haben mich damals umgehauen. Das Album hieß “…And Justice For All”, war ein Doppelvinyl mit einem coolen Cover und war so knochentrocken produziert, das die Staubkörner aus der Hülle rieselten. Ich war damals knapp 14 Jahre alt, und die Musik der Band war zu dem Zeitpunkt das Härteste, was ich jemals gehört habe. Nach 2 Seiten per Kopfhörer hatte ich ungelogen Kopfschmerzen und musste einen Tag Pause einlegen. Kurze Zeit später legte ich mir die ganzen Klassiker zu, ihr wisst schon, “Master Of Puppets” und “Ride The Lightning”. Das schwarze Album war schließlich auch nicht schlecht, hatte ein paar großartige Songs am Start, aber schon da war ein fader Nachgeschmack. Mit den Nachfolgern verlor ich Metallica schließlich aus den Augen, “Load” und “ReLoad” interessierten mich nicht die Bohne. Als vor fünf Jahren “St. Anger” erschien, da dachte ich mir kurz, sie würden zu alter Stärke auflaufen, aber dort fand ich nur uninspiriertes Geknüppel vor.
Nach diesem blechernen Rumgebolze scheinen sich Metallica auf ihre alten Stärken besonnen zu haben. Kraftvolle Riffs, aus mehreren Parts bestehende Songs, eingängige Hooklines. Zumindest klingt der Song “The Day That Never Comes” so, den es jetzt auf ihrer MySpace-Seite zu hören gibt. Allerdings wirkt der auf mich ein wenig konstruiert. Ein wenig “Unforgiven”, eine Prise “Fade To Black” und zum Ende ein Riffgewitter ganz im Stil der Justice-Songs. Das klingt beileibe nicht schlecht, aber ich denke, auch mit diesem Album werden sie mich nicht überzeugen können.
via idolator

Seit eineinhalb Jahren fahre ich täglich mit dem Rad an der Baustelle vorbei. Nun ist sie fertig, die Monstrosität einer Mehrzweckhalle mit dem o2-Logo. Noch wird sie ein wenig herausgeputzt, der Rasen wächst und wird gesprengt, drinnnen werden wahrscheinlich die letzten Stühle verschraubt und die Klopapierrollen verteilt. Das alles muss bis zum 12. September erledigt sein, denn dann werden Metallica die Arena eröffnen.
“Die O2 World wird am 12.09.2008 mit einer Album Release Party von Metallica, danach am 13.09.2008 mit einem Auftritt von Herbert Grönemeyer sowie folgend dem ersten offiziellen Eishockey Liga Spiel der Eisbären und einem Konzert von Coldplay in der neuen Arena eröffnet.” (Musikmarkt)
Bei einem der vier genannten Veranstaltungen werde auch ich anwesend sein, und ich bin sehr gespannt, wie die o2 World von innen aussieht. Bei welcher Veranstaltung ich sein werde? Dreimal dürft ihr raten…
Foto: kai:bln


