<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>nicorola &#187; Seitenwechsel</title>
	<atom:link href="http://www.nicorola.de/tag/seitenwechsel/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.nicorola.de</link>
	<description>Rock-a-hula, Baby</description>
	<lastBuildDate>Wed, 01 Feb 2012 13:26:48 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Seitenwechsel in PDF-Form &#8211; Final Edition</title>
		<link>http://www.nicorola.de/aktuelle-beitrage/news/allgemein/seitenwechsel-in-pdf-form-final-edition</link>
		<comments>http://www.nicorola.de/aktuelle-beitrage/news/allgemein/seitenwechsel-in-pdf-form-final-edition#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 21:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[PDF]]></category>
		<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://mixahula.nicorola.de/?p=22782</guid>
		<description><![CDATA[Regelmäßige Leser meines alten Blogs werden mit Sicherheit schon einmal über einen Artikel aus der Reihe “Seitenwechsel” gestolpert sein. Dort bat ich Musiker, ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, zu ihrer Lebenssituation, zur &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/aktuelle-beitrage/news/allgemein/seitenwechsel-in-pdf-form-final-edition">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regelmäßige Leser meines alten Blogs werden mit Sicherheit schon einmal über einen Artikel aus der Reihe “Seitenwechsel” gestolpert sein. Dort bat ich Musiker, ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, zu ihrer Lebenssituation, zur Musikindustrie, zum Musikerdasein. Dabei waren sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement war oder ein Kurzroman, ich machte keine Vorgaben.</p>
<p>Im Laufe der Jahre haben sich so 24 Artikel angesammelt, und um diese wirklich sehr interessanten Einblicke und Meinungen nicht in den Tiefen des Internets verkümmern zu lassen, hole ich sie noch einmal ans Tageslicht. Ich hatte das Ganze schon einmal als PDF aufbereitet, jetzt gibt es die überarbeitete, finale Fassung.</p>
<p>Download: <a href="http://nicorola.de/seitenwechsel.pdf">Seitenwechsel (PDF, ca. 11 MB)</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nicorola.de/aktuelle-beitrage/news/allgemein/seitenwechsel-in-pdf-form-final-edition/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Seitenwechsel #24 &#8211; xrfarflight</title>
		<link>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-24-xrfarflight</link>
		<comments>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-24-xrfarflight#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 10:05:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[xrfarflight]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nicorola.de/?p=19562</guid>
		<description><![CDATA[Ich präsentiere hier ja desöfteren Touren von Bands, die ich persönlich mag. Sei es per Banner oder durch Verlosung von Freikarten. Nun kam letztens die Anfrage eines freundlichen Promoters, ob ich nicht Lust hätte, die Hamburger Band xrfarflight zu präsentieren. &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-24-xrfarflight">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2011/02/xrfarflight.jpg" alt="" title="xrfarflight" class="alignnone size-full wp-image-19563" /></p>
<p>Ich präsentiere hier ja desöfteren Touren von Bands, die ich persönlich mag. Sei es per Banner oder durch Verlosung von Freikarten. Nun kam letztens die Anfrage eines freundlichen Promoters, ob ich nicht Lust hätte, die Hamburger Band <a href="http://xrfarflight.bandcamp.com/">xrfarflight</a> zu präsentieren. Nach den ersten Höreindrücken war ich überzeugt und sagte zu.<br />
Dann aber die Überraschung einen Tag später. Da meldete sich doch eines der Bandmitglieder bei mir und erzählte mir, das er auf meiner &#8220;Über mich&#8221;-Seite gelesen hätte, das ich aus Ocholt komme. Und nun ratet mal, aus welchem kleinen Kaff dieser Musiker kommt? Richtig! Und nicht nur das, er ist der Sohn des Pastors, bei welchem ich damals meine Konfirmation hatte. Klein ist die Welt. Natürlich fragte ich Daniel, ob er Lust auf einen Seitenwechsel hätte. Hatte er. Viel Spaß bei diesem sehr interessanten Einblick! <span id="more-19562"></span></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Daniel</strong> (<a href="http://www.xrfarflight.com/">xrfarflight</a>):</p>
<p>Natürlich haben das Internet und damit verbundene musikwirtschaftliche Neuerungen viele &#8220;alteingesessene&#8221; Strukturen geschwächt und teilweise sogar lahmgelegt (Plattenläden, Mailorder, Fanzines etc&#8230;), bieten auf der anderen Seite ein riesiges Arsenal an Möglichkeiten für Musiker &#8211; all dies wurde hier und anderswo schon viel und gut besprochen und diskutiert.</p>
<p>Mir fällt in dieser Dikussion aber immer wieder ein anderer Fragenkomplex vor die Füsse: Musik und das Machen selbiger ist für mich als Musiker Lebensinhalt, eine erfüllende und glücklich machende Angelegenheit. So weit, so gut. Doch wer macht die &#8220;andere&#8221; Arbeit &#8211;  die ein genauso wichtiger Teil wie das Musikmachen selbst ist, wenn man als Band etwas gebacken kriegen will??? Wer kümmert sich um Auftrittsmöglichkeiten, wer um die Werbung für eine neue Platte, wer sorgt für den Vertrieb, sowohl physisch als auch digital? Wie ist man als Band heutzutage &#8220;präsent&#8221;? Bei allen Fragen zur aktuellen musikwirtschaftlichen und sonstigen Lage einer Musikerexistenz sind diese Fragen essentiell.</p>
<p><span class="zitat">Man kann schneller und leichter mehr machen, dafür wird in den meisten Fällen die Wirkung geringer sein.</span>Und in diesem Bereich hat sich für die Musiker nicht viel geändert, aller Veränderung anderer Umstände zum Trotz. Nach wie vor gibt es da die altbekannten 2 Möglichkeiten (Mischformen inklusive) &#8211; DIY oder &#8220;Profis machen lassen&#8221;. DIY ist heutzutage besser möglich denn je, hat aber angesichts der Riesenschwemme an Internet-Inhalten auch einen viel höheren &#8220;Verdunstungsfaktor&#8221; als früher. Man kann schneller und leichter mehr machen, dafür wird in den meisten Fällen die Wirkung geringer sein.<br />
Ausserdem frisst DIY genausoviel Energie wie eh und je (was könnte man in der Zeit, die für das Buchen eines Konzertes draufgeht, alles für Lieder schreiben? Hach&#8230;). Die &#8220;Profis&#8221; in Form von Bookern, Promotern, Verlags-, Vertriebs- und Labelleuten muss man kennen. Und sich auch noch gegenseitig toll finden. Hat auch und immer noch viel mit Glück zu tun.</p>
<p>Ich denke, dass es heutzutage für Musiker nicht mehr oder weniger möglich ist, mit oder sogar von ihrer Musik zu leben, wie schon vor etlichen Jahren, es hängt eben nach wie vor sehr stark davon ab, in welchen Strukturen man sich bewegt, was für ein Umfeld einen umgibt, wer einer Band hilft, sei es finanziell oder mit der eigenen Arbeitskraft. Und da sind wir Musiker entweder zur Selbstausbeutung aufgerufen oder Anderen ausgeliefert. Oft erlebe ich das Abfeiern oder Beklagen musikwirtschaftlicher, internetzischer oder sonstiger musikrelevanter Neuerungen als Verschiebungen, mit denen man sich sehr gut von obigen Fragen ablenken kann. Und diese Fragen und ihre Antworten tragen doch arg zum Glück oder Un-Glück einer Musikerexistenz bei. &#8230;Wobei natürlich das Musizieren selbst doch immer noch am glücklichsten macht <img src='http://www.nicorola.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> &#8230;</p>
<p>//////////</p>
<p>xrfarflight verschenken ihre tolle EP &#8220;Producing Dust&#8221; via Bandcamp. Im März kommt das  mittlerweile zweite Album.</p>
<p><a href="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3376252510/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=990000//">http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3376252510/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=990000//</a></p>
<p>xrfarflight: <a href="http://www.xrfarflight.com/">Homepage</a> | <a href="http://xrfarflight.bandcamp.com/">Bandcamp</a></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, roccatune. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-24-xrfarflight/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Seitenwechsel #23 &#8211; i am poet</title>
		<link>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-23-i-am-poet</link>
		<comments>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-23-i-am-poet#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 12:32:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[I Am Poet]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nicorola.de/?p=18845</guid>
		<description><![CDATA[SomeVapourTrails war schon im Oktober begeistert: &#8220;Neben der zu erwartenden Suche nach dem ureigenen Stil geben die fünf Tracks darüber hinaus Einblick, in die ersten Schritte eines hochveranlagten Musikers. Und nein, er gerät nicht ins Stolpern. Im Gegenteil, i am &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-23-i-am-poet">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2011/01/i-am-poet.jpg" alt="" title="i-am-poet" class="alignnone size-full wp-image-18846" /></p>
<p>SomeVapourTrails war schon <a href="http://www.lieinthesound.de/2010/10/der-punkt-als-ausrufezeichen-i-am-poet/">im Oktober begeistert</a>: <em>&#8220;Neben der zu erwartenden Suche nach dem ureigenen Stil geben die fünf Tracks darüber hinaus Einblick, in die ersten Schritte eines hochveranlagten Musikers. Und nein, er gerät nicht ins Stolpern. Im Gegenteil, i am poet. darf sich mehr Können auf die Fahne schreiben als die meisten Künstler, die Woche für Woche in den Neuerscheinungslisten der Magazine so aufschlagen.&#8221;</em></p>
<p>Bei mir meldete sich Maximilian leider erst jetzt, sonst hätte ich ihn mit Sicherheit schon früher einmal erwähnt bzw. ihn gefragt, ob er nicht Lust hat, ein paar Zeilen für den Seitenwechsel zu schreiben. Aber besser spät als nie. Und die tolle EP &#8220;phonological&#8221; gibt es nach wie vor umsonst auf der <a href="http://www.iampoet.de/">Homepage des Künstlers</a>. Viel Spaß bei diesem sehr interessanten Einblick! <span id="more-18845"></span></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Maximilian</strong> (<a href="http://www.iampoet.de/">i am poet</a>):</p>
<p><em>&#8220;Die Musikindustrie. Ein Business, in dem man einfach nur genug Arschloch sein muss um Erfolg zuhaben.&#8221;</em> (Zitat eines Freundes der an der Popakademie Mannheim Musikbusiness studiert hat.)</p>
<p>Ich glaube, damit hat er gar nicht mal so unrecht. Alles ändert sich momentan. Die Plattenfirmen verkaufen immer weniger physische Tonträger und auch die legalen Downloadzahlen reichen nicht aus, um den Verlust zu kompensieren. Ich bin einer, der eigentlich darunter leiden sollte &#8211; ein Künstler. Aber nachdem ich 2009 die großartige Aktion Radioheads bewundern durfte, die ihr Album &#8220;In Rainbows&#8221; zu einem, des Käufers beliebig hohen oder auch niedrigen (bis zu 0$) Preis zum Download anboten, wurde mir klar, dass es als Nachwuchskünstler kein Weg mehr an der Pflicht vorbeiführt, das Web zu Promotion und Marketing-Zwecken zu nutzen.</p>
<p>Seit dem Release meiner Debut-EP im Herbst diesen Jahres habe ich intensiv über die Möglichkeiten recherchiert, die einem das Internet als Künstler UND Hörer bietet. Als Hörer scheint das Internet einem auf den ersten Blick ausschließlich Vorteile zu bieten, wenn nicht, wie bei mir mit 14, die Polizei mit einem Durchsuchungsbefehl vor der Tür steht und den PC auf Grund von Uhrheberrechtsverletzung beschlagnahmt (womit die Frage zur Meinung zu illegalen Downloads wohl auch geklärt wäre). Doch meiner Meinung nach trägt das Internet auch dazu bei, dass viele Hörer auf Dauer schlichtweg überfordert sind angesichts der enormen Fülle des WWW. Dies macht es einem Künstler wiederum immer schwerer, den Sprung zu schaffen, da jeder Hörer im Netz die Macht hat zu entscheiden was gut ist, was nicht gut ist oder was so schlecht ist, dass es sich einfach schon wieder lohnt (aktuell: moneyboy).</p>
<p>Ich habe meine EP über die Creative Commons Lizenz veröffentlicht, da es für mich sehr viel wichtiger ist, Leute mit meiner Musik zu erfreuen, als finanziellen Nutzen daraus zu ziehen. Hierbei lasse ich mir über die Lizenz jedoch immer noch die Hintertüroffen, Geld zu verdienen, sobald einer meiner Songs zu einem kommerziellen Zweck verwendet wird. Ich denke, dass dies sowohl für den Hörer, als auch für den Künstler die beste Methode ist, Musik frei zugänglich zu machen.</p>
<p>//////////</p>
<p><object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F5924056&#038;g=1&#038;show_comments=true&#038;color=4f6993"></param><embed height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F5924056&#038;g=1&#038;show_comments=true&#038;color=4f6993" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"> </embed> </object><span><a href="http://soundcloud.com/iampoet/faustology-2-prison">faustology #2 (prison)</a> by <a href="http://soundcloud.com/iampoet">iampoet</a></span></p>
<p>Infos zu i am poet:</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/poetmakesyourlifebetter">MySpace-Seite</a><br />
<a href="http://www.iampoet.de/">Homepage</a><br />
<a href="http://www.facebook.com/iampoetmusic">Facebook</a></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, roccatune. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-23-i-am-poet/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Seitenwechsel #22 &#8211; Mon Petit Chou Chou</title>
		<link>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-22-mon-petit-chou-chou</link>
		<comments>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-22-mon-petit-chou-chou#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 10:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Mon Petit Chou Chou]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nicorola.de/?p=18273</guid>
		<description><![CDATA[Mon Petit Chou Chou aus Gießen und Nürnberg mischen Shoegaze mit Elementen des 2000er Washington DC-Sounds. Sie singen von Träumen, Erinnerungen und Befindlichkeiten von Mittzwanzigern. Die drei mögen u.a. Silver Scooter, The Van Pelt, Slint und Q and not U. &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-22-mon-petit-chou-chou">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/11/mon-petit-chou-chou.jpg" alt="" title="mon-petit-chou-chou" class="alignnone size-full wp-image-18275" /></p>
<p>Mon Petit Chou Chou aus Gießen und Nürnberg mischen Shoegaze mit Elementen des 2000er Washington DC-Sounds. Sie singen von Träumen, Erinnerungen und Befindlichkeiten von Mittzwanzigern. Die drei mögen u.a. Silver Scooter, The Van Pelt, Slint und Q and not U. 2008 nahmen Mon Petit Chou Chou zusammen mit Marcel Römer (Juli) erste Demos auf, darauf folgten im Mai 2010 weitere Aufnahmen mit Kai Steffen Müller (Mikroboy) für die erste EP, welche im November 2010 erscheint.</p>
<p>Nach einem kurzen Mailwechsel mit Lorenz erklärte dieser sich bereit, einen kleinen Text zu schreiben. Viel Spaß bei diesem sehr interessanten Einblick! <span id="more-18273"></span></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Lorenz</strong> (<a href="http://monpetit.bandcamp.com">Mon Petit Chou Chou</a>):</p>
<p>Wir sehen die schimmernde Oberfläche des Musik-Ozeans, die durch viele Blogs, Musikmagazine und soziale Netzwerke täglich neu hergestellt wird. Darunter verbirgt sich ein gewaltiges Archiv. Ich stelle mir vor, dass dieses Archiv unter der Oberfläche sich immer weiter durch die Zeit rollt, wobei ständig Musikpartikel von der Oberfläche aufgenommen werden, während andere sich aus dem Sog lösen und dort hin sinken, wo nerdig leuchtende Fische einsam auf Beute warten. Bis irgendwann ein paar Idealisten – auf eigene Faust oder aus einem institutionellen Kontext heraus – sich wieder daran machen, die am Grund der Tiefsee liegenden Schätze zu heben und sie durch ihre musikjournalistische Intervention wieder an den Sog anzuschließen, durch den sie wieder bis an die Oberfläche gelangen können.</p>
<p><span class="zitat">Noch nie war es so einfach, sich wie ein Nerd zu fühlen oder einer zu sein, denn das Internet lässt uns alle zu Nerds werden – ob wir das wollen oder nicht.</span>Für musikgeschichtlich und -ethnologisch interessierte Menschen ist das Internet immer wieder ein Glücksfall. Manchmal stoße ich durch Freunde auf Seiten, wo ich mich mehrere Stunden oder Wochen lang herumtreibe, weil dort Musik angeboten wird, die früher Experten von staatlichen Radiosendern, mikroskopisch kleinen Untergrund-Musikszenen oder Musikethnologen vorbehalten war. Noch nie war es so einfach, sich wie ein Nerd zu fühlen oder einer zu sein, denn das Internet lässt uns alle zu Nerds werden – ob wir das wollen oder nicht.</p>
<p>Da gibt es jemanden in Brooklyn, der nigerianischen Highlife-Kassetten und andere Musik aus afrikanischen Staaten digitalisiert, die er selbst einmal auf Reisen gekauft oder zugeschickt bekommen hat, und diese Musik dann (im Zusammenspiel mit anderen Fans) <a href="http://awesometapesfromafrica.blogspot.com/">einordnet und kommentiert</a>. Wer nachvollziehen will, woher wohl ein Teil der Inspiration von Bands wie Vampire Weekend oder <a href="http://www.myspace.com/pttrns">Pttrns</a> stammt, der muss sich jetzt nicht mehr auf Derivate wie „Graceland“ von Paul Simon beschränken, sondern kann sich ohne großen Aufwand dieser Musik auch aus einer ‚ethnologischen’ Perspektive nähern.<br />
Da gibt es seit kurzem bei Youtube sehr viele Stunden aus dem musikethnologischen <a href="http://www.youtube.com/user/AlanLomaxArchive">Archiv von Alan Lomax</a> zu streamen, der ab den 1940ern Folksongs festhielt, wie sie zum Beispiel von der Landbevölkerung der Südstaaten performt wurden. Wer den Freak Folk von Joanna Newsom, Devendra Banhart, Animal Collective usw. mit einem neuen Ohr hören möchte, kann sich hierfür etwas Zeit nehmen und muss nicht bei Bob Dylan und Pete Seeger stehen bleiben.<br />
Und da gibt es einen Berliner Comic-Zeichner, der auf seinen Reisen mit Vorliebe Flohmärkte und Ramschläden aufsucht und dort aus unansehnlichen Kisten 7-Inches zieht, die er häufig aus schierer Sammelwut mitnimmt und dann <a href="http://mischalke04.wordpress.com">auf seinem Blog zum Thema macht</a>. – Wer sich heute nicht mehr vorstellen kann, welch eine befreiende Wirkung Rock’n’Roll und dann auch Beat auf das geneigte Publikum der 50er und 60er gehabt haben muss, sollte sich dort mal von Erkin Koray „Sana Bir Seyler Olmus“ oder „Kanamam“ von Mavi Isiklar anhören. Elvis und die Beatles werden bei diesem Versuch für Dich nicht sehr hilfreich sein, der türkische Beat vielleicht schon.</p>
<p><strong>Was hat das mit der Lage der Musik-Industrie und der damit verbundenen Existenz von Musikern zu tun?</strong> Das weiss ich auch nicht so genau. Ich stelle nur fest, dass ein guter Teil der Musik, die mich in den letzten Jahren fasziniert und beeinflusst hat, vielleicht gar nicht für mich gemacht, sondern höchstens für mich wiederentdeckt und verfügbar gemacht wurde. Und deshalb möchte ich denen danken, die weit gereist und tief getaucht sind, um diese Schätze für uns wieder ins Archiv und zum Teil auch an die Oberfläche zu holen.<br />
Ohne sie müsste ich mir wohl erst gar keine Gedanken darüber machen, was ich mit meiner Musik erreichen kann und will – denn mich fasziniert an Musik schon immer die Geschichte hinter dem Sound, die Suche nach überraschenden Querverbindungen und die unvorhersehbare Wendung in der Rezeption über Jahrzehnte. Ohne diese Faszination für das Abseitige und Abgetauchte, das sich plötzlich im Mainstream finden lässt oder in verschiedenen Untergrund-Genres aufgegriffen wird, würde mir ein wichtiger Impuls fehlen, um selbst ein Instrument in die Hand zu nehmen.</p>
<p>//////////</p>
<p><a href="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3888311618/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcolor=4285BB//">http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3888311618/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcolor=4285BB//</a></p>
<p>Infos zu Mon Petit Chou Chou:</p>
<p><a href="http://monpetit.bandcamp.com">Bandcamp &#8211; Mon Petit Chou Chou</a></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, Simfy. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-22-mon-petit-chou-chou/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Seitenwechsel #21 &#8211; PEER</title>
		<link>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-21-wir-sind-peer</link>
		<comments>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-21-wir-sind-peer#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 10:11:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Wir sind Peer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nicorola.de/?p=18064</guid>
		<description><![CDATA[Ich zitiere: PEER gruppiert sich um Sänger und Songschreiber Peer Göbel, der mit Le Mobilé zwei Alben herausbrachte, solo unter dem Namen Peer zwei CDs veröffentlichte, mit seinem Videoblog Undertube den Indie-Rock in die Berliner U-Bahn brachte – und mit &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-21-wir-sind-peer">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/11/wir-sind-peer.jpg" alt="" title="wir-sind-peer" class="alignnone size-full wp-image-18068" /></p>
<p>Ich <a href="http://www.peerband.de/band/">zitiere</a>: <em>PEER gruppiert sich um Sänger und Songschreiber Peer Göbel, der mit <a href="http://www.lemobile.de/">Le Mobilé</a> zwei Alben herausbrachte, <a href="http://www.myspace.com/peeripherie">solo unter dem Namen Peer</a> zwei CDs veröffentlichte, mit seinem Videoblog <a href="http://undertube.de/">Undertube</a> den Indie-Rock in die Berliner U-Bahn brachte – und mit der neuen Bandformation nun Geister ruft, die nicht mehr kontrolliert werden können. Mit Mitgliedern von Hund am Strand, Le Mobilé, Ampl:tude, Sumo und The Grand Coulee könnte man PEER fast eine Berliner Indie-Supergroup nennen – ihre Konzerte sind denn auch ein wenig wie bei den legendären Gigs von Bob Dylan mit The Band.</em></p>
<p>Viel Spaß bei diesem sehr interessanten Einblick! <span id="more-18064"></span></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Peer</strong> (<a href="http://www.peerband.de">PEER</a>):</p>
<p>Das klingt immer so ein bisschen traurig, wenn Musiker über den digitalen Umschwung befragt werden, in Zeiten, wo sich Indie-Platten nur selten so verkaufen, dass sie ihre Kosten einspielen. Dabei hätten wir vor zwanzig Jahren noch unsere Aufnahmen auf rauschigen 4-Spur-Geräten gemacht und selbst auf Kassette kopiert, und wären vielleicht kaum über Berlin hinausgekommen. Studio wäre viel zu teuer gewesen, Videos drehen sowieso. Dass Leute „einfach so“ in unsere Musik reinhören und sie kennenlernen können, wäre nur im Plattenladen oder Radio möglich gewesen &#8211; also für die meisten unerreichbar. Insofern ist das eine Entwicklung, die Hunderttausenden Leuten ermöglicht hat, Musik zu machen, Labels zu gründen, Studios aufzumachen, CDs rauszubringen, sich zu verwirklichen und ein Stück glücklicher zu sein. Dass es auf der anderen Seite für Musik-Fans (wie uns) super ist, muss man kaum mehr erwähnen, die jetzt alle mögliche Musik schnell an der Hand haben, neue Musik entdecken können, sie noch einfacher an Freunde verschenken und von Freundinnen geschenkt bekommen können. Und das muss man allen Kritiken immer wieder entgegenhalten: Es deutet nichts darauf hin, dass Musik an Wert verloren hat, also an Bedeutung im Leben der Einzelnen oder Vielen, sondern sie wird nur nicht mehr so viel gekauft.</p>
<p>Und das wiederum ist etwas, was auch im Indie-Bereich zu spüren ist. Vor sechs Jahren habe ich noch die <a href="http://userpage.zedat.fu-berlin.de/~pedro/magister/internet_indies.html">These vertreten</a>, dass die ursprüngliche Internet- (=Hacker-) und Indie-Kultur sich einander so ähnlich sind, dass Indie-Labels nicht so sehr von der freien digitalen Verfügbarkeit betroffen sind. Inzwischen ist der betreuende Prof gestorben und die Wirklichkeit hat mich überholt.</p>
<p><span class="zitat">Unsere Brötchen verdienen wir mit anderen Jobs.</span>Denn selbst Bands, die im Indie-Spektrum gut gefeatured wurden wie Ja, Panik, können von ihrer Musik nicht leben. Vielleicht ein paar Monate nach dem Platten-Release, mit Festivals und Touren, aber die Aufnahmen der Musik (sei es auf Tonträger oder digital) bringen kaum etwas ein. Auch kleine Major-Bands wie Karpatenhund können sich gerade mal ein Jahr nach der Platte finanzieren, wenn sie jeden zweiten Tag auf Tour sind. Oder Indielabels wie Loob Musik oder Sinnbus, die mit einiger Anerkennung und tollen Platten agieren, müssen sich durch andere Jobs querfinanzieren. Unser Vertrieb sagt, vor zehn, fünfzehn Jahren hätte man von Bands wie uns noch so viel verkauft, dass etwas dabei rumgekommen wäre.</p>
<p>Für uns ist die Situation gerade, dass wir trotz Kulturförderung einige Tausend Euro in die Aufnahmen und die Platte gesteckt haben, 50:50 mit dem Label, die gute Freunde sind. Aber es wird Jahre dauern, bis man zumindest wieder auf Null kommt. Unsere Brötchen verdienen wir mit anderen Jobs. Ergo: Musikmachen ist für uns eine Art teures Hobby. Wie andere Leute ihre Euros in den Fitnessclub, in Fernseher oder Auto investieren, zahlen wir eben für Instrumente, Proberaum und Platten. Wobei ich das Wort „Hobby“ komplett verneinen würde, denn das wertet die Bedeutung ab: Musikmachen ist eine Leidenschaft, ein Teil von mir, was ich machen will und werde, unabhängig von Verwertung. Wenn das Ziel wäre, mit Musik Geld zu verdienen, würde ich wohl eher Comedy-Solo-Auftritte machen, auflegen, in einer Cover-Band auf Tagungen und Volksfesten spielen.</p>
<p>Auf der All2gethernow, dem Geschwisterprojekt der Popkomm, vertraten einige Vortragende die These, dass man die Bekanntheit durch freigegebene Musik dazu nutzen sollte, auf andere Weise Geld zu verdienen. Das verkehrt aber den Kern der Idee, dass ich eben Musik machen will &#8211; und nicht ein Buch dazu schreiben, Vorträge halten, ein Blog mit Flattr betreiben, die Musik als Hörbuch einlesen, meine Person vermieten, T-Shirts verkaufen will. Nein, ich will die eigene Musik machen.</p>
<p>Es ist ein blöder Zufall, dass Musik eben nicht so viele digitale Daten benötigt wie ein Film, und deshalb leichter zu kopieren ist. Wobei die rückgängigen Verkaufszahlen wahrscheinlich weniger auf das Kopieren zurückzuführen sind, als darauf, dass im Netz so viel Musik verfügbar ist. Wie der Mainstream in zahlreiche Subkulturen zerfallen ist, ist das Musikhören durch die Vielfalt des Internets noch weiter auf die persönliche Ebene gewandert.</p>
<p>Um den Bogen zum Anfang zu schlagen: Ich glaube natürlich, wir wären auch vor zwanzig Jahren von einem Label gesignt worden und über Berlin hinausgekommen. Weil unsere Musik super ist, weiterhelfen und glücklich machen kann. Wer daran teilhaben will, wer das über Konzertbesuche und Musikkäufe zu schätzen wissen will, ist herzlich eingeladen. Die Digitalisierung ist nicht rückgängig zu machen. Aber mit dem Tollen an der Musik hat das auch gar nichts zu tun.</p>
<p>Foto: <a href="http://www.jessicalennan.com/">Jessica Lennan</a></p>
<p>//////////</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-21-wir-sind-peer"><img src="http://img.youtube.com/vi/JjeP7nmtX1s/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Infos zu Wir sind Peer:</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/peerband">MySpace-Seite der Band</a><br />
<a href="http://www.peerband.de/">Homepage</a><br />
<a href="http://www.facebook.com/peerband">Facebook</a></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, Simfy. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
<p><strong>Weiterhin aktuell:</strong> <a href="http://www.nicorola.de/features/seitenwechsel-jetzt-auch-als-magazin-naja-zumindest-als-pdf">Seitenwechsel: die ersten 20 Artikel jetzt auch als Magazin</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-21-wir-sind-peer/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Seitenwechsel: jetzt auch als Magazin (naja, zumindest als PDF)</title>
		<link>http://www.nicorola.de/features/seitenwechsel-jetzt-auch-als-magazin-naja-zumindest-als-pdf</link>
		<comments>http://www.nicorola.de/features/seitenwechsel-jetzt-auch-als-magazin-naja-zumindest-als-pdf#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 19:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Features]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[PDF]]></category>
		<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nicorola.de/?p=17867</guid>
		<description><![CDATA[Regelmäßige Leser dieses Blogs werden mit Sicherheit schon einmal über einen Artikel aus der Reihe &#8220;Seitenwechsel&#8221; gestolpert sein. Dort bitte ich Musiker, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, zu ihrer &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/seitenwechsel-jetzt-auch-als-magazin-naja-zumindest-als-pdf">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/10/seitenwechsel-cover.jpg" alt="" title="seitenwechsel-cover" class="links" />Regelmäßige Leser dieses Blogs werden mit Sicherheit schon einmal über einen Artikel aus der Reihe <a href="http://www.nicorola.de/tag/seitenwechsel">&#8220;Seitenwechsel&#8221;</a> gestolpert sein. Dort bitte ich Musiker, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, zu ihrer Lebenssituation, zur Musikindustrie, zum Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben.</p>
<p>Inzwischen haben sich bereits 20 Artikel angesammelt, und um diese wirklich sehr interessanten Einblicke und Meinungen nicht in den Tiefen meines Archivs verkümmern zu lassen, hole ich sie ans Tageslicht, poliere das Ganze ein wenig auf und präsentiere euch das als PDF. Oder als Magazin, wie immer ihr das sehen wollt.</p>
<p>Das Ganze ist innerhalb weniger Stunden entstanden und ist vom Layout sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Auch Rechtschreibfehler, grammatikalische Sonderbarkeiten und komische Zeilenumbrüche könnten sich finden. Aber ich finde, es lässt sich einigermassen gut lesen, und der Inhalt, der ist in jedem Fall einen Blick wert.</p>
<p>Download: <a href="http://www.nicorola.de/seitenwechsel.pdf">Seitenwechsel (PDF, ca. 6,7 MB)</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nicorola.de/features/seitenwechsel-jetzt-auch-als-magazin-naja-zumindest-als-pdf/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Seitenwechsel #20 &#8211; Cancel The Astronaut</title>
		<link>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-20-cancel-the-astronaut</link>
		<comments>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-20-cancel-the-astronaut#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 18:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Cancel The Astronaut]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nicorola.de/?p=17826</guid>
		<description><![CDATA[Der Name ist und bleibt gut gewählt, der bleibt hängen. Vor Kurzem stieß ich auf diese kleine Band aus Edinburgh und mochte ihre Musik, also schrieb ich einen kurzen Beitrag. Die Band stieß auf meine Worte und berichtete im eigenen &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-20-cancel-the-astronaut">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/10/cancel-the-astronaut.jpg" alt="" title="cancel-the-astronaut" class="alignnone size-full wp-image-17828" /></p>
<p>Der Name ist und bleibt gut gewählt, der bleibt hängen. Vor Kurzem stieß ich auf diese kleine Band aus Edinburgh und mochte ihre Musik, also schrieb ich einen <a href="http://www.nicorola.de/aktuelle-beitrage/musik/anhoren/cancel-the-astronaut">kurzen Beitrag</a>. Die Band stieß auf meine Worte und berichtete im <a href="http://canceltheastronauts.blogspot.com/2010/09/nice-germans.html">eigenen Blog darüber</a>. Kurz darauf standen wir in Kontakt, und ich fragte ganz locker nach, ob sie nicht vielleicht Lust hätten, uns ihre Perspektive auf das moderne Musikbusiness darzulegen. Matthew hatte Lust und haute in die Tasten, und zwar richtig. Freut euch auf einen langen und interessanten Einblick, den ich wie immer nicht übersetzt habe, um ihn nicht zu verfälschen. <span id="more-17826"></span></p>
<p><em>Hello. Nico was kind enough to ask me to write something about my experience of being in a local unsigned band, which, in conclusion, is a lot like being in a very small and unsuccessful army: 95% of your time is occupied by banal, mundane and utterly boring non-activity, and the other 5% is spent in complete and absolute terror.</p>
<p>I&#8217;ve included some of my thoughts on the Edinburgh music scene, which is all I&#8217;m even vaguely qualified to talk about, since we are a very small band, and rarely bother to leave the city, let alone the country. I&#8217;ve also included some personal reflections about what it&#8217;s like to be in Cancel the Astronauts, which will have no relevance to anyone other than those people who are in Cancel the Astronauts. You should still read it though&#8230;</p>
<p>The Edinburgh music scene is very healthy and has benefited from the energies of some very talented and extremely dedicated individuals, as well as some frankly excellent bands. Edinburgh&#8217;s biggest and most successful band of recent years, Broken Records, worked incredibly hard to get signed, gigging endlessly up and down the country, and their well deserved success has been great for the city as a whole. It reminds people that Edinburgh can produce great bands that should not be ignored. Withered Hand is pretty closely affiliated to Fence Records and has just signed a deal to get their album released in the USA, and Meursault are just about to embark on their second(?) european tour. These bands are all brilliant and you should all go and listen to them if you haven&#8217;t already.</p>
<p>From my perspective (and I know nothing because I&#8217;m a bit of a cold fish) two of the most important people responsible for the resurgence of Edinburgh&#8217;s music scene are Matthew from Song, by Toad, and Bart from eagleowl. Now there are other people that I could mention, and there are undoubtedly plenty of others that I can&#8217;t mention, because I&#8217;m shy and don&#8217;t know many people, but when we first started three years ago Matthew and Bart seemed to be in or around the best things that were happening musically in the city. Matthew writes Song, by Toad which really is in my humble opinion the best music bog I&#8217;ve ever read. While I tend not to like everything he enjoys I find myself coming back to SbT because it feels like a real community, it&#8217;s beautifully designed, constantly updated with reviews, videos and podcasts, and is home to some fantastic bands like Meursault. It&#8217;s become much more than just a blog, so much so that Matthew has become a blogger/label boss/other things full time.</p>
<p>Bart from eagleowl spends an awful lot of time organising great gig nights like Gentle Invasion and the Retreat festivals, and also appears to be in almost every decent band in the city. Apart from us of course. He has always encouraged us, gave us gigs, and helped to promote other bands and gigs and venues. All this, and he&#8217;s in a cracking band too. It&#8217;s because of the efforts of people like Matthew and Bart that Edinburgh bands have so much confidence at the moment, and have a strong network of fans/friends/influential people on which to rely. Matthew and Bart both thoroughly deserve the success they&#8217;ve had with their respective endeavours because they&#8217;ve worked so hard.</p>
<p> <span class="zitat">As a band it tells us that it&#8217;s not enough just to write songs and stick them up on Myspace</span>I mention them because their example is evidence that if you want to do something well, then you have to spend an awful lot of time on it. As a band it tells us that it&#8217;s not enough just to write songs and stick them up on Myspace; there&#8217;s so much competition now that nobody&#8217;s going to find you. Put on your own gigs, help other bands and promoters with their gigs, start a blog, use Facebook and Bandcamp and Twitter, make some cheap videos and put them up on your own Youtube channel, give away some music for free, make your CDs and website look really beautiful, GO AND MEET PEOPLE, etc, etc, etc. It&#8217;s not enough just to be in a band, it&#8217;s necessary to look like you&#8217;re in a band too. And it&#8217;s pretty easy to do with even a minimum amount of effort. This is something we are admittedly very bad at, and is probably one of the many reasons why we are not superfamous, but we&#8217;re trying to get better.</p>
<p>As for us, it can certainly be very frustrating being in an unsigned band. We&#8217;ve been very lucky in that we&#8217;ve made friends with some wonderful bands, such as Kid Canaveral, French Wives and Come On Gang!, all of whom have a bigger profile than us. We&#8217;ve been able to get some great gigs through our association with these guys and I would encourage any new bands to go out there and make friends. It sound silly and obvious but it&#8217;s nice to make new friends and if people think you&#8217;re a good band and nice people then you&#8217;ll benefit from those sorts of connections. </em></p>
<p><a href="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer.swf/album=4029929339/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB/">http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer.swf/album=4029929339/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB/</a></p>
<p><em>We&#8217;ve also had some some great support from local bloggers and music journalists. Scottish blogs such as Aye Tunes, Kowalskiy, Peenko and the Radar guys have consistently plugged our gigs, given us great reviews and played our music to people. All this really helps to increase our profile but much more than that encourages us to keep going, keep writing songs and playing gigs, and provides some necessary armour against the more frustrating aspects of being in a band. For example, we have been playing gigs for three years around Edinburgh and we still often play to very small audiences. As a band you want to play to as many people as possible and it&#8217;s easy to get down when you&#8217;re playing to tiny crowds. It&#8217;s tough not to take it as a rather large hint: you&#8217;re rubbish and noone wants to come and watch you! It&#8217;s on these occasions that you need strong self belief, and having the support of enthusiastic bloggers and other musicians really does make a difference. As such, I can&#8217;t overemphasise enough to new bands the importance of building up positive friendships and contacts online.</p>
<p><span class="zitat">Don&#8217;t expect to make any money either. In fact, expect to lose a bit of it.</span>Don&#8217;t expect to make any money either. In fact, expect to lose a bit of it. There&#8217;s a lot of music out there right now and it&#8217;s very easy to get. Illegal downloads have probably had a big effect on successful bands but probably not on us since noone has heard of us anyway. Perhaps it means that labels are less likely to sign little ands like us because of the risks involved, but I&#8217;ve no real idea to be honest. I&#8217;m of the opinion that if you keep writing better songs, songs that are so good that they can&#8217;t be ignored forever, then eventually you&#8217;ll find an audience and a way of making a living out of music. That might be nonsense though.</p>
<p>Don&#8217;t give up. If you really believe that your music is good and is worth making, and properly believe that too, not in an embarrassing Liam Gallagher-esque &#8216;I&#8217;m great me&#8217; way, but in an &#8216;I&#8217;ve actually thought a bit about it, and yeah, I think we&#8217;re good, but we&#8217;re determined to get better still&#8217; sort of way then don&#8217;t give up. If you stop because it&#8217;s frustrating and tiring and you don&#8217;t seem to be getting anywhere then I can guarantee that you&#8217;ll never get anywhere. So just don&#8217;t stop. That&#8217;s my only real advice to anyone, and the only thing I&#8217;ve actually learned from being in Cancel the Astronauts. Hopefully we&#8217;ll get to the stage where we&#8217;ll decrease the percentage of boredom/terror to something a little more terrifying like 80%/20%. I would like a bit more terror in my life.</p>
<p>I think that&#8217;s everything I can think of. Bye!</em></p>
<p><a href="http://canceltheastronauts.blogspot.com/">Homepage der Band</a><br />
<a href="http://www.myspace.com/canceltheastronauts">MySpace</a></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, roccatune. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-20-cancel-the-astronaut/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Seitenwechsel #19 &#8211; Katze</title>
		<link>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-19-katze</link>
		<comments>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-19-katze#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 18:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Throw That Beat In The Garbagecan]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nicorola.de/?p=16280</guid>
		<description><![CDATA[Klaus Cornfield, Minki Warhol und Karen Bolage sind Katze. Und sind sozusagen die Nachfolgeband von Throw That Beat In The Garbagecan, einer Band, die es 1991 aufs Cover der Spex schaffte, und 1993 gar einen MTV Europe Award (Best New &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-19-katze">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/06/katze-neu.jpg" alt="" title="katze-neu" class="alignnone size-full wp-image-16302" /></p>
<p>Klaus Cornfield, Minki Warhol und Karen Bolage sind Katze. Und sind sozusagen die Nachfolgeband von Throw That Beat In The Garbagecan, einer Band, die es 1991 aufs Cover der Spex schaffte, und 1993 gar einen MTV Europe Award (Best New Band) ergattern konnte. Der richtige Durchbruch gelang jedoch nie. Seit 1999 nun also Katze. Am 23.07 erscheint ihr neues Album &#8220;Du bist meine Freunde&#8221;, und <a href="http://dai.ly/b0NLoL">hier könnt ihr euch den Titelsong anhören / -sehen</a>. Da Klaus Cornfield aber auch Comiczeichner ist, gibt es heute in diesem Feature den ersten Comic. Denn es gilt: ich mache keine Vorgaben. <span id="more-16280"></span></p>
<p>//////////</p>
<p><a href="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/06/katze-comic.jpg"><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/06/katze-comic-klein.jpg" alt="" title="katze-comic-klein" class="alignnone size-full wp-image-16281" /></a><br />
Für eine größere Ansicht bitte klicken.</p>
<p>//////////</p>
<p>Infos zu Katze:</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/katze">MySpace-Seite</a><br />
<a href="www.katze-rock.de">Homepage</a><br />
<a href="http://www.lastfm.de/music/Katze">Last.fm</a></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, roccatune. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
<p>foto: noam rosenthal</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-19-katze/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Seitenwechsel #18 &#8211; Robert Carl Blank</title>
		<link>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-18-robert-carl-blank</link>
		<comments>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-18-robert-carl-blank#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 11:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Carl Blank]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nicorola.de/?p=16156</guid>
		<description><![CDATA[Robert Carl Blank (sprecht ihn ruhig deutsch aus, er macht das auch) “macht das, was er am meisten liebt – Musik! Seit mehr als 10 Jahren ist er mit seiner Gitarre unterwegs in der ganzen Welt, schreibt seine eigenen Songs &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-18-robert-carl-blank">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/06/robert-carl-blank.jpg" alt="" title="robert-carl-blank" class="aligncenter size-full wp-image-16157" /></p>
<p>Robert Carl Blank (sprecht ihn ruhig deutsch aus, er macht das auch) “macht das, was er am meisten liebt – Musik! Seit mehr als 10 Jahren ist er mit seiner Gitarre unterwegs in der ganzen Welt, schreibt seine eigenen Songs und spielt Konzert um Konzert. Zwischen wunderschönen Rock-, Pop- und Folk-Melodien, eingängigen Refrains und dann wieder treibenden Rhythmen hat Robert seinen eigenständigen Sound, seine eigene Sprache gefunden.”</p>
<p>Wie Robert es findet, wenn Konzertbesucher sich seine CDs kopieren, könnt ihr in diesem (wie immer sehr interessanten) Seitenwechsel lesen. Viel Spaß! <span id="more-16156"></span></p>
<p>//////////</p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/robertcarlblank">Robert Carl Blank</a>:</strong></p>
<p><strong>Das ist alles sehr schön, aber wer bezahlt das am Ende?</strong></p>
<p>Es ist ein schönes Konzert in einem gut gefüllten Kulturladen, ich genieße nach dem letzten Song des Abends den Applaus, verbeuge mich, und trete von der Bühne. Schon kommen ein paar Gäste auf mich zu, womöglich wollen die CDs kaufen. Ich erkenne eine Frau in der Gruppe namens Anja (der Name ist hier frei erfunden), die anderen sind mir unbekannt. Anja war schon bei ein paar meiner Konzerte, sie kommt eigentlich immer wenn ich in ihrer Ecke spiele. Ihre drei Freunde hat sie heute Abend zum ersten Mal mitgebracht. Während ich Anja begrüße interessieren sich ihre Freunde für meine CDs an meinem kleinen Verkaufsstand. Ich will behilflich sein und auf die einzelnen CDs in meinem Köfferchen kurz eingehen.  „Ach ne, die haben wir ja schon alle. Wir dachten du hättest vielleicht noch was neues dabei.“, wirft mir einer grinsend entgegen. Kurzes Schweigen. Kurze Beklemmung. Schnell ein anderes Thema … Wir alle wissen in dem Moment, dass Anja ihren Freunden Kopien meiner CDs gemacht hat.  Wahrscheinlich tun das sogar sehr viele meiner Käufer, nur wenn ich es direkt mitbekomme tut es irgendwie weh, und es stimmt ein klein wenig traurig.</p>
<p><span class="zitat">Wir alle wissen in dem Moment, dass Anja ihren Freunden Kopien meiner CDs gemacht hat. </span>Eigentlich sollte man ja froh sein, wenn Menschen die eigene Musik so toll finden, dass sie ihren Freunden Kopien brennen. Immerhin bedeutet das ja eine weite Verbreitung der eigenen Songs, und ist somit eigentlich ja Werbung! Werbung, für die ich mich aber nicht frei entschieden habe und die mich Geld kostet. Es gibt allerdings ganze Theorien und Bücher darüber, dass es viel sinnvoller sei, seine Musik möglichst billig, weit zu streuen. Seth Godin &amp; Derek Sivers (Ex-Präsident CD Baby) befürworten solche Praktiken. Seth meint, man müsse sich von alten Modellen verabschieden, und Derek geht sogar soweit, dass Künstler ihre CDs während der Show als flexible „pay as much as you can afford to“ Produkte anpreisen sollten.  Dabei sei die Maxime, dass jeder im Konzertsaal am Ende des Abends eine CD mitgenommen haben muss, selbst wenn man sie im Extremfall gratis hergibt! Radiohead sorgten für massig Aufmerksamkeit, als sie ihr letztes Album „In Rainbows“ zunächst online als Download für oben benanntes „pay as much as you can afford to“ Modell verkauften.  Eigentlich eine sehr schöne, dem Sozialismus entnommene Idee. Nur ist eben nicht jeder Radiohead …</p>
<p>Ein Freund von mir wendet obiges Modell übrigens recht erfolgreich an. Er sagt mir, dass er bis zu dreifach hohe CD Verkaufszahlen pro Konzert hat, seitdem er den Käufer den Preis bestimmen lässt.  Seine Ausgangslage ist allerdings extrem günstig: Er produziert seine CDs zu Hause selbst und kostenfrei (von den Anschaffungskosten für sein Equipment – Laptop, Mikrofon, Software &#8211; abgesehen), verpackt sie unaufwendig und lässt billig pressen. Bruttopreis pro CD im Einkauf: 1 Euro!! Wenn man (wie in meinem Fall) allerdings bei einem kleinen Label unter Vertrag ist, zahlt man einen festen Abnahmepreis pro CD (je nach Label und Deal zwischen 7 und 10 Euro). Dieser gibt dann auch ungefähr vor, für wie viel ich meine CD weiterverkaufe, es sei denn mir ist die Gewinnspanne total wurscht. Die meisten Käufer wissen auch nicht, dass wir kleinen Künstler so gut wie immer an den Produktions- und Promotionskosten immens beteiligt sind. Soll sagen, es ist ein hartes Geschäft! Um eine CD aufzunehmen vergeht bei mir wenigstens ein Jahr – von den ersten Demoaufnahmen bis zur Auslieferung der fertigen CD durch das Presswerk. Da steckt nicht nur immens viel Herzblut drin, sondern eben auch ganz nebenbei monatelange Arbeit. Vom Schreiben der Songs mal ganz abgesehen!</p>
<p>Zurück zum anfänglichen Thema. Kopiert wurde ja schon immer, das ist kein soziologisches Novum. Aber es wurden auch wesentlich mehr Tonträger gekauft! Und der werte Leser möge bitte nicht glauben, dass man am Download Geschäft als kleiner Künstler groß was verdient. Man kann es drehen und wenden wie man will: Für Künstler, die ohne viel Rückendeckung und ohne große Maschinerie versuchen, ihren Lebensunterhalt mit ihrer Musik zu verdienen, ist die heutige Entwicklung nicht sehr förderlich. Und man mag mich altmodisch nennen, aber ich sehe einfach nicht ein, meine Musik zu einem Wühltischpreis zu verkaufen.</p>
<p>Alternativmodell? Ich glaube, dass jeder Künstler seine Nische finden kann und auch muss. Das ist nicht immer leicht, und es gibt auch kein Hausrezept hierfür. Wenn man es jedoch mal geschafft hat, sich als eine kleine beständige Duftmarke zu etablieren in diesem Musikdschungel, kann man sich auf einen (wenn auch kleinen) permanenten CD Absatz verlassen, den man dann auch noch mit entsprechenden Merchandise Artikeln flankieren kann. Für nen Benz reicht‘s sicherlich trotzdem nicht, aber den wollte ich zumindest eh noch nie.</p>
<p>//////////</p>
<p>Infos zu Robert Carl Blank:</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/robertcarlblank">MySpace-Seite</a><br />
<a href="http://www.robertcarlblank.com/">Homepage</a><br />
<a href="http://www.lastfm.de/music/Robert+Carl+Blank">Last.fm</a></p>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, roccatune. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-18-robert-carl-blank/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Seitenwechsel #17 &#8211; Peter Piek</title>
		<link>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-17-peter-piek</link>
		<comments>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-17-peter-piek#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 19:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Seitenwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Piek]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nicorola.de/?p=16122</guid>
		<description><![CDATA[Durch eine kurze Mail und einen Link auf eine Soundcloud-Datei wurde ich auf Peter Piek aufmerksam. Peter Piek ist ein Leipziger Musiker und Künstler, der seine Talente und Begabungen gänzlich den Schönen Künsten gewidmet hat. Neben Malerei und Literatur ist &#8230; <a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-17-peter-piek">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.nicorola.de/wp-content/uploads/2010/06/peter-piek.jpg" alt="" title="peter-piek" class="aligncenter size-full wp-image-16126" /></p>
<p>Durch eine kurze Mail und einen Link auf eine Soundcloud-Datei wurde ich auf Peter Piek aufmerksam. Peter Piek ist ein Leipziger Musiker und Künstler, der seine Talente und Begabungen gänzlich den Schönen Künsten gewidmet hat. Neben Malerei und Literatur ist die Musik sein Steckenpferd.</p>
<p>Ende Mai erschien sein 2. Album &#8220;I Paint It On A Wall&#8221; auf Noisedeluxe Records.  Ich fragte Peter, ob er eventuell ein wenig für den Seitenwechsel schreiben möchte. Und er hat zugesagt! Viel Spaß bei diesem sehr interessanten Einblick. <span id="more-16122"></span></p>
<p>//////////</p>
<p><strong><a href="http://www.peterpiek.com/">Peter Piek:</a></strong></p>
<p><strong>Ein Song, ein Bild &#8211; das sind Lebewesen.</strong></p>
<p>Jede Kunst ist ein Geschenk.</p>
<p>Es ist schwer zu schenken. Denn da das Geschenk ja nichts kostet, so wird vermutet, so ist es auch nichts wert. Das Geschenk löst sich im Kapitalismus also beim Schenken in nichts auf. Es herrscht die Ansicht, das der Wert eines Gegenstandes, das der Wert eines Lebewesen, dem auf dem Markt gegenüberstehendem Geldwert entspricht. Dieser Gedanke hat die Musik und alle Kunst und auch alles Leben und damit uns Menschen total fertig gemacht, entwertet. Dieser Gedanke scheisst einfach auf alles.</p>
<p>Kürzlich hab ich mir mein erstes mp3-Abspielgerät gekauft. Ich dachte ich geb mir eine Chance doch mal wieder Musik zu hören. Seitdem liegt das Ding leblos in der Ecke&#8230; und das obwohl Musik so toll ist! Das ist also das Dilemma und ich als Künstler, der auch noch von seinem Schaffen leben müsste, stecke natürlich mitten drin.</p>
<p>In dieser Gesellschaft kauft Geld Freiheit. Und ich bin für Freiheit.</p>
<p><span class="zitat">Die Musikindustrie kurzweilt sich zu Tode. Gesucht wird, was Geld bringt.</span>Die meisten Leute haben immer weniger, ein paar wenige immer mehr. Und die haben soviel davon, das sie nicht wissen was sie damit machen sollen. Sie haben Geld; aber keine Visionen. Sie lang- oder besser gesagt kurz-weilen sich zu Tode. In der Musikindustrie ist es genau dasselbe. Die Musikindustrie kurzweilt sich zu Tode. Gesucht wird, was Geld bringt.</p>
<p>Zumindestwo man vermutet das es Geld bringt. Zum Beispiel ist es offensichtlich so, dass nur gutaussehende Musiker sinnvoll auf Play drücken können. Es geht leider in der Musik wenig um Musik und in der Kunst wenig um Kunst. Nur im Schaffen kann Kunst gelebt werden. Im Markt, in der Hochschule, im Dialog wird Kunst oft erstickt und als Datenträger für sinnlosen Dreck vergewaltigt. Wir haben es verlernt. Wir kennen den Zugang zu Kunst nur noch über Zahlen. Aha. So teuer ist das also. Interessant. Interessant. Die Welt ist voller Grenzen und Zäune und Wege.</p>
<p>Ich will mich nicht beschweren. Mir geht es super. Ich bin nicht einer von den viel zu vielen Menschen, die unter einem Song (einem Euro) pro Tag leben müssen. Obwohl ich nicht alles künstlerisch umsetzen kann was ich gern möchte &#8211; weil mir die Freiheit dazu fehlt &#8211; so sind meine Schaffensbedingungen doch recht optimal. Dafür bedanke ich mich. Ich bedanke mich bei allen, die mir das ermöglichen! Ich weiss es ist nicht gerecht. Während ich im Atelier malen und meine Existenz in das Bild packen kann, kämpfen andere im ganz Realen um ihr Leben.</p>
<p>Wir Menschen haben so viele tolle Dinge erreicht. Wir können Dinge so schön sehen. Es gibt soviele unglaubliche wundervolle Dinge, die im Moment zahlreich von uns Menschen mit Inbrunst zerstört werden.</p>
<p>&#8220;Warum?&#8221; frage ich mich. Und während ich mich das frage, stecke ich mittendrin. Man muss ausbrechen ohne einzubrechen. Kleine Dinge verändern die Welt. Wir haben Träume.</p>
<p>Und da fällt mir ein warum ich Musik mache und Bilder male.</p>
<p>Erstens, weil ich mir trotz dem, was es abverlangt (und das ist sehr viel) nichts Besseres vorstellen kann. Weil es mich zweitens lebendig macht und mich befreit hat. Weil es meinem Leben drittens einen Sinn gibt. Und weil ich viertens Angst habe. Angst, der ich mich stelle und gegen die ich ankämpfe. Geld spielt dabei keine Rolle. Ich möchte noch sagen das ihr gern alles geschenkt haben könnt. Mein Körper allerdings lebt hier. Ihr könnt euch sicher sein, dass das Geld, welches zu mir kommt, in Musik und Malerei investiert wird. Und je mehr ich davon habe, desto besser klingt das.</p>
<p>Es braucht mehr Respekt. Und Liebe natürlich. Liebe ist das Einzige, was uns alle und damit auch die Musik retten kann.</p>
<p>//////////</p>
<p>Infos zu Peter Piek:</p>
<p><a href="http://www.peterpiek.com/">Homepage</a><br />
<a href="http://www.myspace.com/peterpiek">MySpace</a></p>
<p>//////////</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-17-peter-piek"><img src="http://img.youtube.com/vi/VWGcLqjn9SQ/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>//////////</p>
<p><strong>Was soll das hier?</strong> Wir sitzen auf der einen Seite. Wir hören Musik umsonst, bei Streaming-Anbietern wie last.fm, Spotify, roccatune. Wir kaufen die ein oder andere Platte oder bezahlen für einen Download. Wir gehen auf Konzerte, kaufen Merchandise-Artikel und bezeichnen uns als Fans. Wir lesen Blogs, wir kennen die Hype Maschine und diverse Onlinemagazine. Und, wenn wir ehrlich sind, dann laden wir auch das eine oder ander Musikstück illegal herunter. Das ist unsere Seite.</p>
<p>Und auf der anderen Seite sitzen die Musiker. Denn die Musikindustrie ist genau genommen nur der Vermittler. Sicherlich ein wichtiger Vermittler, der eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und trifft, und den man mitunter auch verachten kann. Aber auf der anderen Seite sitzt meines Erachtens der Künstler. Und dessen Meinung zur aktuellen Lage der Industrie geht in meinen Augen sehr oft einfach unter. Dabei wäre es doch gerade interessant zu erfahren, wie Musiker heutzutage leben, womit sie ihr Geld verdienen, wieviel Herzblut mit jedem nicht verkauften Album verloren geht, wie anstrengend das dauernde Touren ist, woher das Durchhaltevermögen kommt, warum man sich das überhaupt antut.</p>
<p>Und aus diesem Grund möchte ich die Musiker fragen. Ich bitte ausgesuchte Künstler, auf meinem Blog ihre Meinung kundzutun. Ihre Meinung zu Fans, zu illegalen Downloads, zu ihrem Arbeitsumfeld, ihrer Lebenssituation, der Musikindustrie, dem Musikerdasein. Dabei sind sie in Form und Inhalt völlig frei. Ob das nun ein kurzes Statement ist oder ein Kurzroman, ich mache keine Vorgaben. </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.nicorola.de/features/interviews/seitenwechsel/seitenwechsel-17-peter-piek/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

