Ich bin bisher einmal im Stuttgarter Hauptbahnhof gewesen. Vor zwei Jahren stieg ich dort auf meinem Weg nach Straßburg um. Ich bewunderte die riesige Baustelle, die ich hinter Brettern entdeckte. Besonders der Kontrast zum alten Bahnhof gefiel mir.

Denn dieser hat in Stuttgart eine besondere Atmosphäre. Täglich begegnen sich hier eine Viertelmillion Fahrgäste, und dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass es hier hektisch zugeht.

trainsome session im Stuttgarter Hauptbahnhof

Damit bietet der Stuttgarter Hauptbahnhof die perfekte Bühne für die trainsome sessions, das neue Musikformat der Deutschen Bahn und Warner Music Central Europe.

Die Deutsche Bahn fördert gemeinsam mit dem Major-Label junge Künstler und stellt für die trainsome sessions außergewöhnliche Bahnhöfe zur Verfügung, auf der sich die Talente ausprobieren können.

Den Auftakt der Reihe machte im Januar die Sängerin Lina Maly mit einem Konzert am Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen. Darauf folgte Alexa Feser im Hauptbahnhof Frankfurt am Main.

Dritte Folge mit Y’akoto

In der dritten Folge präsentiert das Musikformat die Soulsängerin Y’akoto. Y’akoto heißt mit bürgerlichem Namen Jennifer Yaa Akoto Kieck und wuchs in Hamburg, Kamerun, Togo und im Tschad auf. Sie lebt aktuell in Paris und veröffentlichte bis dato drei Alben.

Beim Videodreh an einem sonnigen Morgen im April sang die Künstlerin ihre aktuelle Single All I want (Comme ci, comme ça) aus dem Album Mermaid Blues. Zusammen mit ihren Musikern Yannick (Gitarre) und Wendy (Piano) spielte die Sängerin hier eine entschleunigte, aber dennoch intensive Version des Songs.

„Ich habe noch nie in einem Bahnhof und auch noch nie in einer so hohen Halle gespielt.“

Tolle Konzertkulisse

Als Konzertkulisse war der Bahnhof für Y’akoto und ihre Pariser Kollegen völlig neu: „Ich habe noch nie in einem Bahnhof und auch noch nie in einer so hohen Halle gespielt“, sagt Y’akoto.

Die Kleine Schalterhalle mit einer Höhe von 15 Metern ist Teil des historischen Bonatzbaus – dem von Paul Bonatz entworfenen Empfangsgebäude, dessen Grundstein 1914 gelegt wurde. Wenn ich das richtig sehe, spielen die drei Musiker direkt neben den Schließfächern. Die Akustik ist toll und das Konzept und die Umsetzung gefallen mir.

Nur die auf bahnhof.de/trainsomesessions erwähnten spontanen Zuschauer hätte ich gerne gesehen. Zumindest am Ende hätten diese einen tollen Abschluss gebildet.

Y’akoto ist ab 19. August auf großer Deutschlandtour. Alle Daten und Tickets gibt es unter www.yakoto.de


Bildnachweis: Felix Wittich für trainsome sessions

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