Festivals und Kneipen

Am besten kannst du deine Musik vermarkten, indem du sie Leuten zugänglich machst. Geh auf Tour! Und wenn du von Jugendzentrum zu Jugendzentrum tingelst, ist das immerhin ein Anfang. Menschen werden dich und deine Musik wiedererkennen. Kleine Festivals in der Gegend sind ein Superaufhänger für dich und deine Bandmitglieder – ihr macht Party und könnt mit euren Fans abhängen. Auch in Kneipen kannst du anfragen, ob deine Songs im Hintergrund laufen dürfen. Und falls jemand fragt, was das für Musik ist, hast du direkt immer ein paar CDs in der Tasche.

Digitale Distributoren ebnen den Weg zum Verkauf

Du bietest deine Musik auf deiner eigenen Website an, aber irgendwie gucken da vor allem deine Freunde vorbei? Das ist die Schwierigkeit vieler junger Musiker: Der Bekanntheitsgrad will einfach nicht wachsen. Und dies ist der Moment, in dem digitale Distributoren ins Spiel kommen. Hier hast du es jeweils mit unterschiedlichen Kosten zu tun: Manche von ihnen verlangen eine Anmeldegebühr, andere einen jährlichen Mitgliedsbeitrag, und auch eine prozentuale Beteiligung an den einzelnen verkauften Songs oder Alben ist möglich. Lies dir grundsätzlich auch das Kleingedruckte mit durch! Als recht fair wird zum Beispiel www.feiyr.com bewertet, da monatliche bzw. jährliche Kosten wegfallen. Gleichzeitig werden deine Songs auf zahlreichen Plattformen angeboten, etwa auf iTunes, Amazon, YouTube, Spotify, Google Play, Beatport und vielen weiteren.

Agenturen ansprechen

Große Stars sind bei der GEMA natürlich super aufgehoben – sie können ja kaum den Überblick behalten, wer wann wo ihre Musik benutzen möchte. Die meisten kleineren Künstler aber brauchen zu Anfang den Giganten noch nicht im Hintergrund. Der Vorteil ist, dass Menschen deine Musik nutzen können, ohne die teuren GEMA-Gebühren zahlen zu müssen. Damit du aber nicht leer ausgehst, kannst du dich an eine Agentur wenden, damit sie deine Musik zur Nutzung anbietet. So können Interessierte aus Film, Fernsehen und Rundfunk deine Kompositionen für Filme, Animationen, Werbung oder viele andere Produktionen nutzen. Dafür zahlen sie einen Preis, der geringer ist als die GEMA-Gebühr. Dieser wird dann zwischen dir und der Agentur aufgeteilt.

Neu gemischt

Remixe bringen Künstlern oft noch ein bisschen mehr ein – war der Song an sich schon beliebt, kann der Remix noch einmal ganz neu einschlagen. Und die Zusammenarbeit mit anderen steigert deinen Bekanntheitsgrad. Frag bei befreundeten Künstlern an, ob sie einen deiner Songs remixen wollen – dann könnt ihr auf eure Kooperation hinweisen, du hast etwas Neues anzubieten und die anderen werden an den Einnahmen beteiligt. Oder du drehst den Spieß um und bittest, einen Song von anderen remixen zu dürfen. Die Vorteile für beide Parteien sind dieselben.

Fremde Federn für schillernde Stars

Auch als Singer/Songwriter kannst du deine Musik an den Mann bringen. Hier ist es ebenfalls am einfachsten, wenn du dir eine Agentur suchst. Hast du dir schon einen Namen gemacht, kannst du auch mit den Künstlern selbst verhandeln. Und du musst ja nicht für immer für andere schreiben. Bestes Beispiel aktuell ist Sia, die zwar schon lange auch selbst aufgetreten ist, aber auch viele Hits für Stars wie Adele, Rihanna oder Demi Lovato geschrieben hat. Nicht alle wurden angenommen, und so hat die Ausnahmekünstlerin Ende Januar 2016 ein Album mit den abgelehnten Songs herausgebracht. Innerhalb von dreieinhalb Monaten wurde es in Australien und dem Vereinigten Königreich zur Gold-Platte.

Der Vorteil an dieser Art von Musikvertrieb ist, dass du an den Tantiemen beteiligt wirst. Singt ein Star deinen Songs, klingelt bei dir die Kasse. Und gleichzeitig kannst du dich in verschiedenen Stilen üben und dich auf die Zielgruppen einstellen: Deine Musik wird ein Handwerk, und du wirst ein Meister.


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