Ich bin neugierig

Ich habe es ja bereits schon öfter geschrieben: ich bin ein ziemlich neugieriger Mensch. Gerade was den Bereich Musik angeht, bin ich nahezu unersättlich. Ich grase täglich Blogs, Magazine und Playlisten ab, um neue Songs zu entdecken. Wenn mir etwas gefällt, dann empfehle ich euch das.

Mich interessieren aber auch technische Sachen. Neue Streaming-Angebote zum Beispiel. Obwohl ich seit den Anfängen ein zufriedener Nutzer von Spotify bin, habe ich zwischendurch immer wieder andere Anbieter ausprobiert.

Zeitweise war ich bei Deezer, dann habe ich Rdio ausprobiert. Irgendwann habe ich dann festgestellt, dass es eigentlich ziemlich egal ist, bei welchem Anbieter man seine Musik konsumiert.

Denn im Endeffekt bieten sie alle einen nahezu identischen Service. Der Katalog mag hier und da variieren, aber mit der Auswahl war ich eigentlich immer zufrieden.
Was mich allerdings immer nervte, war der Umzug. Wenn ich mich auf einen neuen Dienst einlasse, dann will ich zuallererst meine Musik dort hören. Das heißt aber jedes Mal: die eigenen Alben suchen und zur Sammlung hinzufügen.

Und die Playlisten?

Darauf hatte ich immer am wenigsten Lust, aber zum Glück gibt es da ja diverse Angebote. Spotizr (Spotify < Deezer) zum Beispiel, oder re/spin (Spotify > Rdio).

Aber irgendwie fehlte mir immer ein zentraler Dienst, mit dem ich meine Playlisten zwischen den verschiedenen Anbietern hin- und herschieben kann.

Den habe gefunden: Soundiiz. Vollmundig heißt es dort: All-in-One account manager for Music Lovers. Stop wasting your time transferring playlists and music data between streaming platforms. Let Soundiiz do the job.

Soundiiz

Ende des Jahres habe ich euch ja meine Playliste Die 100 besten Songs des Jahres 2014 vorgestellt, und die habe ich bei Spotify angelegt. Da ich dir aber, wenn du bei Deezer oder Youtube bist, diese Playliste nicht vorenthalten wollte, habe ich mich dazu entschlossen, sie mithilfe von Soundiiz zu konvertieren.

Die Benutzeroberfläche ist recht einfach gehalten und zeigt dir die unterstützten Anbieter an. Um die Konvertierung nutzen zu können, musst du dich mit deinen Zugangsdaten anmelden.

Nachdem du dich angemeldet hast, kannst du die Playlisten sehen, welche du beim jeweiligen Anbieter angelegt hast.

Playliste konvertieren

Das reine Konvertieren geht kinderleicht: einfach die Playliste beim jeweiligen Dienst auswählen und dann beim Menü (drei kleine Punkte) „Convert to“ anklicken.

Nach deiner Bestätigung „Save Configuration“ folgt eine kurze Abfrage der verfügbaren Tracks beim ausgeählten Anbieter. Danach bestätigst du Playlist und schon wird fleißig konvertiert .

Das Umwandeln meiner Playliste von Spotify zu Deezer hat ziemlich gut geklappt, es fehlten nur einige Songs. Eine kurze Kontrolle ergab, dass diese Songs bei Deezer aber einfach nicht verfügbar waren.

Einen kurzen Tipp gebe ich dir allerdings noch: bitte überprüfe deine Playlisten nach der Fertigstellung, denn zumindest bei mir hatte sich der eine oder andere kleine Fehler eingeschlichen.

So wurden schon einmal völlig andere Songs der richtigen Band gezogen oder aber eine obskure Coverversion gewählt. Aber die Fehlerquote ist erstaunlich niedrig.

Soundcloud und Youtube

Ein kurzer Test mit Soundcloud funktionierte ebenfalls recht gut, wobei hier die Trefferquote sehr gering ausfiel, was aber nicht an Soundiiz liegt, sondern an den verfügbaren Songs bei Soundcloud.

Youtube liefert inzwischen brauchbare Ergebnisse: meine Spotify Playliste Songs des Jahres 2016 wurde komplett konvertiert und ist inzwischen auch bei Youtube verfügbar.

Amazon Music Unlimited

Vor ein paar Tagen ist Amazon Music Unlimited in Deutschland und Österreich gestartet. Ich teste natürlich auch diesen neuen Service. Aktuell bin ich auf der Suche nach einem Tool, welches mir hilft, meine mühsam erstellten Playlists zu importieren.

Leider ist Soundiiz hier keine Hilfe, denn Amazon stellt keine Schnittstelle zur Verfügung. Eine andere Alternative habe ich bisher leider nicht gefunden.

Der Service STAMP verspricht zwar vollmundig, dass er meine Musik befreit, aber zumindest auf meinem Android Smartphone scheitert er kläglich.

Sobald ich eine funktionierende Alternative gefunden habe, werde ich darüber berichten. Falls du einen Service kennst, würde ich mich über einen Kommentar freuen!


Fazit

Falls du also vorhast, den Streaminganbieter zu wechseln, deine YouTube-Playliste bei Spotify oder Deezer hören willst oder einfach mal andere Anbieter ausprobieren möchtest, dann solltest du Soundiiz einmal testen.

Soundiiz – Convert and import your playlists