OK, die Überschrift ist sehr reißerisch, aber irgendwie fand ich sie doch recht treffend. Der klassische Tonträger-Verkauf in der linken Ecke, vertreten durch die Media-Saturn-Holding (MediaMarkt & Saturn), und das moderne Downloadportal in der rechten Ecke, vertreten durch Musicload.
Worum geht es? Um die sogenannten Vorabveröffentlichungen. Der konkrete Fall: eine Kylie Mingoue Single, welche vorab im Netz erhältlich war, und später von MediaMarkt und Saturn nicht ins Programm genommen wurde. Ob dies allerdings gängige Praxis ist, ist nicht bekannt. Zugegeben wurde nur dieser eine Fall.
Stimmen zum Kampf:

“Fakt ist, dass wir die vereinzelt geübte Praxis, aktuelle Tracks noch vor der physischen Veröffentlichung als Album oder Single als Download im Internet zur Verfügung zu stellen, für wenig geeignet halten, die Musikbranche insgesamt nach vorne zu bringen.” (Bernhard Taubenberger, Media-Saturn-Holding)

“Nicht der legale Internetvertrieb beeinträchtigt hier den Tonträgerabsatz, sondern der illegale Download-Markt. […] Jemand holt sich das Musikstück zum Beispiel aus dem englischen Netz und bringt es in Deutschland in Umlauf, bevor es im Handel erscheint.” (Susanne Peter, Musicload)

Da gibt es scheinbar einiges Konfliktpotential. Richtig ist, das die Taktik, nur einige ausgewählte Tracks vorab zu veröffentlichen, wenig Sinn macht. Aber Herr Taubenberger geht in die richtige Richtung, indem er sich fragt “…wie wir die antiquierten Veröffentlichungsabläufe bei neuen Titeln so harmonisieren können, dass sie den Gewohnheiten der Konsumenten gerecht werden.” Was mal wieder zu der Frage führt, warum fertig produzierte Alben ewig auf ihre Veröffentlichung warten.

via:
Netzwelt
Musikmarkt

DEINE MEINUNG?

Please enter your comment!
Please enter your name here