So, die Gepräche sind voerst beendet, aber so richtige Ergebnisse haben sie scheinbar nicht gebracht. Zur Erinnerung: Eine kleine Expertenrunde trifft sich am 22. Februar, um über die Zukunft des Digitalen Rechte-Mangements zu beraten. Wie zu erwarten war, sprach Cyrill Glockner von Microsoft über Janus, die DRM-Technologie aus dem eigenen Haus. Sie plädiert für ein Nebeneinander verschiedener DRM-Techniken, allerdings mit der Möglichkeit der Konvertierbarkeit. Die Nutzungsrechte sollten dadurch allerdings nicht geändert werden. Bis auf den letzten Punkt eigentlich der Status Quo.
Susanne Peter von Musicload vertrat die Ansicht, das die Kunden sich nicht sehr viel um die Formatfrage kümmern. Die verfügbare Anzahl an Playern und deren Kompatibilität mit den unterschiedlichen Audioformaten seien allerdings das Hauptproblem.
Thorsten Rothmann, Director New Media bei Sony BMG, verhält sich artgerecht: man habe bereits genug Zugeständnisse an die Verbraucher gemacht und DRM sei die einzige Alternative für die Zukunft.
Ekkehard Kuhn (Verband der Phonographischen Wirtschaft) sieht das ähnlich. Er gibt zu bedenken, das nur mit DRM verschiedene Businessmodelle denkbar sind, also auch die Entscheidung der Rechteinhaber, ihre Musik ohne DRM zu verkaufen.
Mit seinem Plädoyer für freie Musikformate und MP3 als Standard stand Tim Renner also ziemlich alleine da. Laut Golem wurden in dieser Expertenrunde aber keine wirklichen Alternativen ernsthaft diskutiert.
Das war meiner Meinung nach keine Expertenrunde, sondern wohl eher ein Kaffeekränzchen. Die Standpunkte sind nicht neu und teilweise auch die Ursachen für die aktuellen Probleme. Das man eventuelle Alternativen nicht einmal zur Sprache gebracht hat, ist schon bedauerlich. Aber bei der Zusammensetzung war das Ergebnis eigentlich schon vorhersehbar.

via: golem

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