Die Firma MusicTrace hat ein Verfahren entwickelt, in das Audiosignal einer MP3 eine Art Wasserzeichen zu integrieren. Dieses ist für den Hörer unhörbar, für den Rechteinhaber allerdings erkennbar. Das heißt in der Praxis, das zum Beispiel Downloadshops MP3s mit Wasserzeichen verkaufen. Ich als Kunde lade mir diese MP3 auf meinen Rechner und kann mit dieser Datei genauso verfahren, wie mit jeder anderen MP3. Ich kann sie auf CD brennen, an Freunde und Bekannte weitergeben und sie auf jedes Abspielgerät übertragen, welches ich besitze.
Sollte ich allerdings auf die Idee kommen, diese Datei in einer Tauschbörse anzubieten, könnten die Rechteinhaber nachvollziehen, woher die MP3 kommt. In dem Audiosignal der MP3 wäre eine Information gespeichert, welche mich als Käufer identifiziert und damit als den illegalen Lieferanten entlarvt.
Da das Wasserzeichen mit dem Audiosignal fest verbunden ist, bleibt es auch bei der Konvertierung in ein anderes Format wie z.B. Ogg Vorbis oder WMA erhalten. Momentan ist das Wasserzeichen noch in der Entwicklung, und man kann es nur in MP3s mit 160kbps verwenden. Aber die Firma entwickelt weiter und möchte auch höhere Bitraten anbieten können.
Meiner Ansicht nach eine faire Sache. Der momentan üblichen Benutzung von beschränktem DRM auf jeden Fall überlegen und wesentlich kundenfreundlicher. Mal schauen was daraus wird.

via: netzwelt

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