Diese Geduld, einen Song über 6, 8, 11 oder sogar 13 Minuten zu spielen, nur minimale Verschiebungen zulassend: das finde ich schon mehr als bewundernswert. Post-Rock ist für mich ein extrem spannendes Genre, in welches ich nie so recht eingetaucht bin. Ich habe es immer nur schnorchelnd von der Oberfläche aus betrachtet. Aber ich habe das unbestimmte Gefühl, dass sich das ändern könnte, denn morgen erscheint mit “The Last Dawn” & “Rays Of Darkness” das vermeintliche Doppelmeisterwerk der japanische Postrocker Mono. Jan Wigger schreibt: “The Last Dawn” ist etwas heller als “Rays Of Darkness”, aber beides geht nur zusammen, ein üppiges, festgewebtes Dickicht, Hexenwerk, das in Tränen badet und dich langsam in Stücke sprengt (“Recoil, Ignite”) oder dir das wunde Herz verbindet (“Glory”).

Ich bin bereit. Die Sauerstoffflasche ist randvoll, der Neoprenanzug sitzt wie angegossen. Mögen mich die tiefsten Tiefen willkommen heißen.

Mono streamen Album-Doppel “The Last Dawn” und “Rays Of Darkness”

1 Kommentar

  1. Ich finde es sehr gelungen. Diese schoenen, bewegenden Melodielinien so lange ausspinnen, das hat etwas Sicheres und Gelassenes und dadurch Erhabenes. So wird es ein richtiges MonOment, aber nicht aus Stein – dazu ist es zu lebendig und gefuehlvoll – sondern mehr wie ein majestaetischer, alter Baum.

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