Ich finde die momentane Entwicklung der legalen Downloads ja richtig gut. Man sitzt zu Hause, hört sich Neuerscheinungen und unbekannte Musik an. Und wenn einem gefällt, was man hört, klickt man einfach auf “Kaufen”. Schön.

Ok, es gibt da ein paar Wermutstropfen wie DRM und die Tatsache, das 30-Sekunden-Schnipsel oft zum Reinhören nicht ausreichen, aber hey, ich will nicht meckern. (Es gibt ja auch Ausnahmen, siehe bleep)

Aber was ich richtig blöd finde: immer noch sitzen die Plattenfirmen mit ihren fetten Ä***** auf ihren Rechten und verhandeln sich gegenseitig zu Tode. Jüngst so geschehen bei der Eröffnung des iTunes Music Stores in Japan. Nicht nur das Apple mit dem kundenfreundlichen Einheitspreis für alle Songs brechen musste, nein, auch der komplette Katalog von Sony Music Japan fehlt im Angebot. Sonys eigener Downloadservice “Connect” dürfte dabei eine Rolle spielen.
Solange ich als Kunde gezwungen bin, doch noch in den Plattenladen zu rennen, nur weil meine Lieblingsband bei Label XY unter Vertrag ist und somit nicht im Musicstore meines Vertrauens erhältlich ist, solange fährt der digitale Zug mit angezogener Handbremse. Andere Möglichkeit für mich als Konsumenten: illegale Tauschbörsen.

Nachtrag: ich möchte Apple hier keinesfalls als Opfer der Umstände darstellen, denn die Taktik des Computerherstellers, mit dem iTunes Music Store die iPod-Verkäufe anzukurbeln und das eigene Musikformat zu stärken, finde ich grundsätzlich auch sehr bedenkenswert.Aber dass es Apple beim Export von iTunes nach Japan weniger um Musik als um Hardwareverkäufe geht, daraus machte CEO Steve Jobs keinen Hehl: Die Zukunft für den iPod in Japan sei nun rosig, sagte er bei der Präsentation am 4. August. Es geht darum, Sony im Heimatmarkt unter Kontrolle zu halten.

via: musikwoche

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