Das der eigene Name einen Buchstaben enthält, der in den Anfangstagen des Sender einmal für Musik stand, das scheint den Machern von MTV offenbar auch aufgefallen zu sein. Denn nicht nur in meiner Wahrnehmung hat das MTV im Jahr 2007 mit Musik nicht mehr viel zu tun. Eigentlich besteht die Sendezeit doch nur aus Wiederholungen einer Sendung, in der ein Teil der nach wie vor respektablen Public Enemy Uhren an hysterische Frauen verteilt, oder?

Nun ja, jetzt verteilt der Sender statt Uhren Gold- und Platin-Awards.”Um mit dem MTV Platin Video Award prämiert zu werden, musste ein Clip innerhalb dieser fünf Monate mehr als 6.000 Mal gespielt werden, für den Gold-Status waren mindestens 3.000 Einsätze vorgegeben, hieß es in einer Mitteilung vom Montagvormittag.” (Sat+Kabel)

Die ersten Gewinner des Platin-Awards sind dann auch wenig überraschend: Akon, Avril Lavigne, Beyonce & Shakira, Christina Aguilera, Fall Out Boy, Gwen Stefani feat. Akon, Justin Timberlake, Kasier Chiefs, Muka, Nelly Furtado und Pussycat Dolls/Timbaland.

“Insgesamt wurden die Top-20-Videos in 120 Tagen mehr als 132.000 Mal innerhalb des internationalen MTV-Netzwerks gespielt.” Moment, 132.000 geteilt durch 120 Tage ergibt 11.000, geteilt durch 38 Länder = ca. 289. Die Preisträger wurden also 289 Mal gespielt. Also 289 Musikvideos am Tag? MTV spielt also immer noch 16 Stunden Musik am Tag? Und dann nur eine Handvoll Künstler?

Ein Hoch auf die Programmvielfalt!

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