Die noch etwas vage Idee der Musikindustrie, die Preise für die Downloadmusik zu erhöhen, stößt bei Marktbeobachtern und Experten auf Unverständnis.

Wer auch immer diese Idee hatte, versteht vom Online-Musikverkauf genauso viel wie eine Kuh von Algebra (Analyst Phil Leigh von Inside Digital Media)

Unbekannte Quellen aus der Musikindustrie hatten gegenüber der Financial Times von Preiserhöhungen gesprochen. “Wir dürfen unsere Musik nicht verschenken, nur damit andere ihre iPods verkaufen können”, so äußerte sich ein Manager angeblich. Man strebe ähnliche Preise wie im Mobilen Downloadsektor an. Mindestens jedoch eine Preissteigerung von 10 – 15%.
Dies wäre der denkbar ungüstigste Zeitpunkt für eine Preissteigerung und würde den illegalen Tauschbörsen weiteren Zulauf bescheren, so Josh Bernoff von Forrester.
Adam Sinnreich von der University of Southern California vermutet hinter den anonymen Äußerungen jedoch eher einen “Testballon”, um die Reaktionen aller Beteiligten und der Konsumenten zu beobachten. Eine gemeinsame Preisabsprache hätte nämlich außerdem wettbewerbsrechtliche Konsequenzen.
Bleibt abzuwarten, was in dieser Hinsicht in naher Zukunft passiert. Eine Preisentwicklung in Richtung Handymarkt wäre meiner Meinung nach fatal, denn 1,99 Euro (z.B. Vodafone) wäre denkbar unattraktiv. Aber auch zehn bis fünfzehn Prozent machen das legale Downloaden von Musik weniger reizvoll. Schauen wir mal.

via: musikwoche

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