Nachdem Sony BMG eine außergerichtliche Zahlung in Höhe von 10 Millionen Dollar in der sogennanten Payola-Affäre angeboten hat, blickt die Branche weiterhin gebannt auf den weiteren Verlauf.
Payola steht für “Pay for Airplay”. Den Plattenfirmen wird vorgeworfen, gezielt für Sendeplatz im Radio gezahlt zu haben. Generalstaatsanwalt “Eliot Spitzer hatte seit elf Monaten untersucht, inwieweit Musikunternehmen mithilfe von Mittelsmännern Einfluss auf die Platzierung von Songs im Radio nehmen. In den USA ist es Sendern nach früheren Payola-Fällen nicht gestattet, im Gegenzug für finanzielle Leistungen Songs in ihr Programm aufzunehmen, ohne dies den Hörern explizit mitzuteilen. Angeblich ist es jedoch noch immer gängige Praxis, dass unabhängige Promoter die Sender für das Überlassen von Playlisten bezahlen.” (musikwoche)
Die anderen Majors erwartet laut Branchenkennern eine ähnliche Zahlung, vielleicht anhand der jeweiligen Marktanteile berechnet.

Nun schaltet sich jedoch die US-Bundesaufsichtsbehörde für Medien ein. Diese fordert Akteneinsicht. Inwieweit dies die Tragweite der Schmiergeldaffäre beeinflussen wird, wird sich zeigen. Vielleicht kommen die Plattenfirmen nicht mit einfachen (vergleichsweise geringen) Zahlungen davon.

via: musikwoche

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