30048 gespielte Titel seit 18. Feb. 2006
150 Lieblingslieder | 1 Beitrag | 1 Playlist | 42 Shouts

Das ist meine Statistik bei last.fm. Ein Leben als Musikfan in Zahlen. Meine nicht wirklich überraschenden Lieblingskünstler: The National (1.046 Mal gespielt), Radiohead (712 Mal gespielt), Arcade Fire (438 Mal gespielt), Eels (396 Mal gespielt), Interpol (382 Mal gespielt), Beirut (351 Mal gespielt), Arctic Monkeys (350 Mal gespielt), Elbow (345 Mal gespielt).

Seit etwas mehr als fünf Jahren übermittel ich meine Hörgewohnheiten und finde es befremdlich, wenn eine Musik-Software nicht auch scrobbeln kann – und sei es mit Hilfe von Plugins. Nun sind die 30.000 voll, und heute auf dem Weg nach Hause dachte ich so bei mir: Warum mache ich das eigentlich?

Abgesehn davon, das ich die Server von Last.fm mit meinen Daten zumülle nutze ich den Service überhaupt nicht. Ich höre dort weder Muisk, noch bin ich sozial sonderlich aktiv. Auch die dort hinterlegten Künstlerbiografien schaue ich mir eher selten an. Sicher, ich akzeptiere Freundschaftsanfragen und habe 115 Freunde angesammelt, aber was bringt mir das eigentlich? Dient es nur dazu, anderen Services wie Twitter, Facebook & Co meine Hörgewohnheiten mitzuteilen? Momentan werden weltweit 800 Songs pro Sekunde an Last.fm übermittelt, das sind unglaubliche 69.120.000 Songs am Tag.

Da frage ich mich: Warum machen wir das alle? Und euch: Warum macht ihr das? Welchen Nutzen habt ihr von Last.fm abseits der Dokumentation eurer Hörgewohnheiten?

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Damit das nicht in den Kommentaren untergeht::

freeQnet: Scrobbeldiekatz – warum nutze ich Last.fm?
eayz.net: Warum scrobbeln wir eigentlich?

28 KOMMENTARE

  1. Sehr gute Frage – weil ich noch keine Antwort darauf gefunden habe, habe ich mich nie bei lastFM angemeldet.
    Was bringt mir das? Meine Freunde sagen mir “Naja, dann kannst du sehen, welche Musik du wie oft hörst und so”

    Aber ehrlich, das interessiert mich nicht die Bohne.

    Diese Übereinstimmung mit anderen Mitgliedern messen zu können, finde ich zwar irgendwie nett, aber viel netter ist es doch, sich mit den betreffenden Menschen in der Real World über Musik zu unterhalten und “Übereinstimmungen” herauszufinden.

    Ich freue mich auf die Kommentare zu diesem deinem Posting, vielleicht gibt es ja tatsächlich gute Gründe für lastfm…

  2. Es wäre super, wenn das Ding mit meinem nano 5g funktionieren würde. Dann könnte ich sehen, was ich jeden Tag im Zug so höre. Was oft gehört wurde, gefällt mir meist auch. Ansonsten ist es totaler Quatsch und für mich zu nichts nutze.

  3. @Tom funktioniert doch mit dem iPod Nano 5G 😉

    Last.FM ist ein super nützliches Tool um neue Bands kennenzulernen. Ohne Last.FM wäre meine Musiksammlung wohlmöglich nur halb so groß, wie sie jetzt ist. Neue passende Künstler durch die Musikempfehlungen entdecken 😉

  4. Sehr gute Frage. Ich bin seit 2004 dabei und habe 34000 Titel gescrobbelt. Auch ich nutze nur Software und Geräte, die auch scrobbeln. Hauptsächlich um eine eigene Statistik meiner Hörgewohnheiten aufzubauen, Charts wenn man so will. Aber auch, um Recommendations gemäß meines Musikgeschmacks zu bekommen. Und das kann Last.fm immer noch am besten! Kein Dienst kommt da ran.

    Dazu nutze ich z.B. auch deren Radio-Streams (z.B. das Personal Mix Radio).

  5. Ich nutze last.fm hauptsächlich (und sehr oft) um mich bei Konzerten einzutragen die ich besuchen werde oder will. So habe ich immer einen guten Überblick welches Konzert demnächst ansteht.

  6. @Jonas: Schön wärs. Ist ein bekanntes Problem, das manche mit einem workaround hinbekommen. Bei mir leider keiner der WAs möglich. aber ist auch nicht so wichtig 😉

  7. Die nützlichste Funktion bei last.fm finde ich auch die Empfehlungen. Und die ähnliche-artist-wie-suche.

    So hole ich mir gerne Anstöße und neue Musik, wenn man mal wieder festgefahren ist nur kaum neue Musik hat. Oder wenn man einen Interpreten hat, der genau die momentanen musikbedürfnisse befriedigt ^^

    Und für mich persönlich finde ich auch die Chart-Funktion nett. Weil ich so sehe was für Phasen man grade hat oder vor 6 Monaten hatte und welche Musik-Phasen die Freunde gerade haben. 😉

  8. habe ich abgemeldet, weil ich keine bands über last.fm entdeckt habe und das scrobbeln allein daher für mich keinen sinn darstellt
    andererseits freue ich mich, wenn ich zufällig mal auf ein profil gelange und der jenige den gleichen musikgeschmack hat

  9. Ich weiß noch, dass ich mit dem Scrobbeln begonnen habe weil ich dachte, irgendwann würde die Datenbank und Technik so gut werden, dass sie neue Musik vorschlagen könnten. Mittlerweile glaub ich nicht mehr, dass das jemals eintreten wird. Dafür hat es sich mit der Zeit aber als recht interessant herausgestellt, meine Hörgewohnheiten wie ich sie empfinde mit dem zu vergleichen, was ich tatsächlich wie oft höre.

    Vor Allem aber faszinieren mich – gewiss nicht 100% statistisch aussagekräftige – Auswerungen wie der Gender Plot, der anzeigt, welchen Anteil Männer und Frauen an der Hörerschaft von KünstlerInnen haben und wo man selbst im Durchschnitt davon liegt. Auch kann es sehr gesund sein, sich klar zu machen, in welchem Verhältnis die Musik, über die in Blogs und Presse am meisten geschrieben wird mit Musik steht, die tatsächlich viel gehört wird. Und mir ist vor last.fm z.B. nie so recht aufgefallen, wie viel mehr Musik von und mit Frauen ich höre als “der Durchschnittsmann”, das Warum dahinter kann last.fm natürlich nicht liefern.

    Für reine Hörstatistiken ist last.fm eh spätestens nicht mehr zu gebrauchen, seit ich mich unter die Vinylhörenden begeben habe.

  10. @beetFreeQ: Bin gespannt!

    @Eay: Als Konzertempfehlungsdienst habe ich Last.fm nie betrachtet, aber vielleicht sollte ich das mal versuchen. Wobei ich aufgrund meiner kleinen Kinder jetzt nicht so oft auf Konzerte gehe.

    @Uli: Der Gender Plot ist in der Tat äußerst interessant. The Kills als Mädchenband und British Sea Power für die Jungs? 🙂

  11. es ist sicherlich nett aufgrund der gescrobbelten tracks die persönlichen charts der letzten wochen und monate zu sehen. viel wichtiger ist mir aber, dass dadurch ein persönliches radio entsteht, dass ich fast täglich nutze. ich bin auch der meinung, dass dies sehr gut funktioniert. die empfehlungen auf basis der übertragenen songs sind mir ebenfalls wichtig. man kann dadurch schon mal was entdecken. den persönlichen radiostream nutze ich als abonnent fast nur noch über die app für iphone und ipad. das funktioniert sogar unterwegs und daher ist last.fm unverzichtbar geworden!

  12. Bei mir steht bald die 100.000! 🙂

    Nutzen:
    – Kennenlernen ähnlicher Bands
    – Konzertplaner
    – Erstellung der eigenen Charts
    – Kontakt mit Künstlern und anderen Usern

    Tim

  13. Ich mach das, weil man mich oft fragt “eh wat hörsten so?”.
    Der Umstand, dass ich Musik meist mit’m (nicht scrobbelnden) portablen Spieler höre, wenn ich unterwegs bin, relativiert die Aussagekraft zwar ein bisschen, aber nicht sehr.

  14. Das mit den Scrobbeln macht wirklich keinen Sinn. Warum? Null Ahnung. Ich resete meine Hörgewohnheiten jedes Jahr. Muss aber zu Last.fm sagen, ohne wäre ganz übel. Nutze den riesigen Datenbestand für Recherche täglich.

  15. ich scrobble aufgrund von zwei dingen:

    zum einen nutze ich die nachbar-funktion wirklich intensiv. ich hab ne zeitlang mit absicht meine eigenen charts gefälscht, indem ich nur internationale bands gescrobbelt habe, um wiederum nur internationale nachbarn angezeigt zu bekommen. ich fand es dann unheimlich interessant zu sehen, was zur zeit gerade von gleichgesinnten in brasilien, kanada, russland oder indien gehört wird und habe dadurch auch viele bands entdeckt, die in deutschland noch nichts veröffentlicht haben oder hatten.

    zum anderen liebe ich die event funktion. wenn man sich einmal die mühe gemacht hat und sich für alle konzerte der potentiellen lieblingsbands, die in den nächsten monaten anstehen, eingetragen hat, wird man immer wieder an das entsprechende datum erinnert, kann sehen, wer noch auf diesen konzerten anzutreffen ist und sich eventuell (meistens mit leuten, die sich eh schon unter den nachbarn befinden) auf ein bier vorm oder beim konzert verabreden oder sich hinterher drüber unterhalten wie es dann war.

    alles in allem ist lastfm eine sehr empfehlenswerte sache…

  16. Also ich nutze die Empfehlungen/Ähnlichkeitsanzeige (ihr wisst was ich meine, oder?) exzessiv. So entdecke ich etwa 30-40% der Musik die ich dann später auch kaufe. Funktion Nummer zwei ist das Präsentieren des eigenen Musikgeschmacks, wenn man (dank 7digital und AmazonMp3) weder CD-Regal noch Plattenschrank hat und die externe Festplatte jetzt auch nicht so toll aussieht.

  17. also, der einzige sinn für mich wäre das zählen von gespielten songs. da auch ich freund vo statistiken bin, sowas übernimmt jedoch auch itunes ganz schön. bands lerne ich leiber über blogs kennen (dafür gibt es doch auch musikblogger). ich will ja eigentlich ne nette neue band irgendwie finden, als eine die xx% übereinstimmung mit meinem aktuellen liebling hat. da fährt man sich schnell fest. wenn ich wissen möchte was andere leute da draußen so hören, dann lese ich deren blogs, oder frage sie. ganz klassisch und so. der sinn von lastfm ist eher minimal in meinen augen.

  18. habe (jetzt erst) LastFM für mich entdeckt. das Scrobbeln habe ich gleich mal ausgeschalten. Geht auch ohne super. Muss halt nur die Sammlung ordentlich vollpacken. Wenn mir eine Empfehlung taugt, wird sie “händisch” zur Sammlung hinzugefügt.
    Wie lange die Euphorie anhält wird sich zeigen.

    • Ich hoffe ja, dass der Dienst weitermacht. Denn aktuell haben die immer wieder Probleme. Aber händisch wäre mir ehrlich gesagt zu anstrengend. Respekt!

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