Mit undemokratischen und nahezu imperialistischen Methoden exportieren die USA ihre Kopierschutz- und Urheberrechtsgesetze in andere Länder. Neben Australien, Chile und Singapur kommen nun auch Costa Rica, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua und in die Dominikanische Republik in den Genuß des Digital Millenium Copyright Act (DMCA). Gestern unterzeichnete George Bush das Freihandelsabkommen, welches Handelschranken zu den südlichen Nachbarn fallen läßt, aber eben auch den DMCA mit exportiert.
Nach der Ratifizierung des CAFTA wird damit auch in Mittelamerika das Knacken und Umgehen von Kopierschutzsystemen oder die Bereitstellung von Technologien zum Kopierschutzknacken unter Strafe gestellt. Gleichzeitig verlängern sich die Schutzfristen für Musikaufnahmen in diesen Ländern auf 70 Jahre über den Tod des Urhebers hinaus. Darüber hinaus müssen die CAFTA-Länder Software-Patente zulassen und deren Schutz gewähren, zudem müssen sie die Herstellung sowie Import und Export von Geräten oder Software zur Entschlüsselung von Satelliten-TV-Signalen untersagen.(musikwoche)
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IEEE kritisiert Digital Millennium Copyright Act – Golem.de
Wikipedia: DMCA
Unbeabsichtigte Folgen des US-Urheberrechts

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