Die Tatsache, dass das Leck bei Coldplays neuer CD so spät auftrat, zeigt, wie wirkungsvoll die Maßnahmen von EMI waren. Dies sagte ein Sprecher des britischen Branchenverbandes BPI (British Phonographic Industry) zum neuesten Album “X&Y”. Dieses ist ungefähr seit Montag, also rund eine Woche vor dem offiziellen Veröffentlichungsdatum, in diversen Tauschbörsen erhältlich. Alle Sicherheitsmaßnahmen der EMI waren also wirkungslos. So mußten Pressevertreter sich ihre Vorab-CDs persönlich abholen und teilweise wurde es als Debüt der Band “The Fir Tree” ausgegeben. Umsonst.
Warum wird eigentlich so ein Aufwand betrieben, um diese Art der Vorabveröffentlichung zu verhindern? Warum ist das Album nicht bereits kurz nach dem Mastering zum digitalen Download bereit? Nicht umsonst beschweren sich namhafte Künstler wie Oasis und Beck, das die Plattenfirmen ihre fertigen Alben zulange zurückhalten. Und die werden nicht besser wie guter Wein, sondern tauchen irgendwann in den Tauschbörsen auf. Was also bringt dieses Festklammern an dem Medium CD?
Ich bin mir sicher, das sich viele Leute das Album früher in digitaler Form gekauft hätten, wenn sie nur die Möglichkeit dazu gehabt hätten. Natürlich tauchen sie dann auch in den Tauschbörsen auf, aber das tun sie auch so. Wenn man das Downloadgeschäft forcieren möchte, sollte man vielleicht langsam mal anfangen.

via: musikwoche

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