Die Compact Cassette oder auch Musikkassette, wie sie später genannt wurde, feiert in diesem Jahr ihr 50jähriges Bestehen. Im August des Jahres 1963 stellte die Firma Philips auf der 23. Großen Deutschen Funk-Ausstellung in Berlin die Compact Cassette samt dem passenden Kassettenrekorder vor.

Mit eben einem solchen Kassettenrekorder fing bei mir alles an. Ich konnte Kassetten abspielen und etwas mit dem eingebauten Mikrofon aufnehmen. Ich hörte damit meine Drei ???-Kassetten und meine wenigen Musikkassetten. Wenn die ZDF Hitparade mit Dieter Thomas Heck lief, schnitt ich die besten Song mit. Inklusive den empörten „Shhhhs!“ und dem oft gehörten Satz „Könnt ihr bitte leise sein?“. Ich produzierte auch eigene Hörspiele, die damals hauptsächlich im Weltraum spielten, denn irgendwann habe ich herausgefunden, das die Feder meiner Schreibtischlampe gezupft genauso wie eine Laserkanone klang, zumindest bildete ich mir das ein.

Durch diese Beschäftigung mit dem Medium Kassette lernte ich so einiges. Zum Beispiel, das man gekaufte aber nicht mehr benötigte Kassetten einfach in bespielbare umwandeln konnte, indem man oben die sogenannten Löschöhsen abklebte. Oder wie man die vom Laufwerk gefressenen Tapes wieder reparierte. Tesafilm sei Dank! Auch der Zusammenhang zwischen einem Bleistift und einer Kassette wurde mir sehr früh schmerzlich bewusst und brannte sich in mein Gedächtnis. Auf ZDF Hallo Deutschland lief vor kurzem dieser charmanten Bericht, in welchem die befragten jungen Menschen den Zusammenhang zwischen diesen beiden Gegenständen nicht herstellen konnten. Was auch nicht weiter verwunderlich ist. Immerhin haben sie die Kassette als solche noch erkannt.

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