Über Daniel Woolhouse und seine Musik unter dem Künstlernamen Deptford Goth bin ich bereits vor fast zwei jahren gestolpert. Der Sound war mir auf der “Youth II EP” allerdings noch zu blechern und zu sehr im Dubstep verwurzelt, als das er mich wirklich packen konnte. Das Debütalbum “Live After Defo” konnte mich allerdings fesseln. Denn was Woolhous dort ablieferte, klang völlig anders. Ein Album, das einen Sog entfaltete, dem man sich nur schwer entziehen konnte. Verortet irgendwo zwischen James Blake und Indians.

Diesen Freitag erscheint das zweite Album “Songs”, eine Hinwendung zum entschleunigten Pop. Daniel Woolhouse traut sich und seiner Stimme noch mehr zu. „Es war keine bewusste Entscheidung“, sagt Daniel, „Aber ich habe begonnen meine Stimme mehr zu akzeptieren, was sie mehr hervorhob und dazu führte, dass die Songs eine klassischere Struktur bekamen. Mir wurde es auch wichtig, dass die Leute den Text hören. Es ist ein Prozess, offener und ehrlich zu sein.“

Das Ergebnis könnt ihr euch in voller Länge drüben bei Pitchfork anhören. Meine Anspieltipps: der Opener “Relics” und das abschließende “A Shelter, A Weapon”.

Albumstream: Deptford Goth – Songs

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