2. März 2007
City Slang (Universal)

neon bibleWas habe ich mir bisher alles aus den Fingern gesaugt und dann doch wieder gestrichen. Diverse Anfänge, so von wegen …der Nachfolger für das grandiose “Funeral”… Schaffen sie es, die extrem hohen Erwartungen zu erfüllen?.. zwar ist der Opener “Black Mirror” noch verhalten, behutsam, vorsichtig und leicht düster.
Ihr wisst schon. Das übliche Blabla. Aber irgendwie kommt da nichts rüber. Kein Gefühl. Denn Gefühle sind extrem wichtig, wenn man sich das neue Werk von Arcade Fire anhört.

Soll ich hier aufzählen, wie oft mir ein Schauer den Rücken runterläuft? Wie häufig ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen kann? Wie oft ich mich vor lauter Begeisterung zurückhalten muss, um im Büro nicht laut mitzusingen?

“Neon Bible” ist groß. Nicht größer als “Funeral”, aber auch nicht kleiner. Genauso groß. Wer zwei so große Alben veröffentlicht, wer eine Kirchenorgel perfekt in einen Song einbaut, wer es schafft, das ich mir einen von Bruce Springsteen beeinflussten Song anhöre, den bewundere ich. Und so langsam verstehe ich René, wenn er behauptet: “Arcade Fire sind Gott.” Man kann an sie glauben oder nicht. Aber wer an sie glaubt, der wird erleuchtet. Viel Spaß dabei!

Wertung: 10 von 10
10 punkte

Highlights: “Keep The Car Running”, “Ocean Of Noise”, “Intervention”

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1 KOMMENTAR

  1. das album ist wirklich gut, die überschwenglichen rezensionen befremden mich aber ein wenig. die ziehen ihr ding durch, bringen neue nuancen rein – fein, alles in allem auf augenhöhe mit der funeral, that’s it.

  2. Bin eigentlich deiner Meinung. Ob meine momentane Begeisterung lange anhält, wird sich zeigen. Aktuell ist “Neon Bible” auf jeden Fall mein Favorit in meiner Bibliothek. Deswegen 10 Punkte.

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