Bambara – Stray

Post-Punk, Goth und viele Worte. Ein düsteres Album, welches großartig klingt und eine handvoll gute Songs bietet.

Bambara – das sind die Zwillingsbrüder Reid und Blaze Bateh und William Brookshire aus New York. Ihr neues Album Stray ist düster bis ins Mark, bedrohlich und lasziv. Die vorab erschienene Single Serafina hat mich im Oktober ziemlich umgehauen.

Ein drückendes Stück, welches mich an die alten Stücke von Nick Cave erinnert. Die anderen Songs erreichen nicht ganz die Dringlichkeit von Serafina, haben aber andere Qualitäten. Ich würde das ganze Album am ehesten als Goth-Post-Punk umreißen, in dessen Zentrum der erzählende Gesang von Frontmann Reid Bateh steht.

Er singt mit einem ähnlichen Bariton wie Nick Cave, kombiniert diesen aber mit der Theatralik von Leonard Cohen und der düsteren Ausstrahlung von Peter Murphy. Zwischen Lust und Tragik beschwört Bateh in seinem wortreichen Stil groteske bis humorvolle Bilder herauf.

Aus diesen Zutaten entstehen einige großartige Momente und Songs, aber oft stürmen oder schlingern sie einfach so vor sich hin, scheinbar ohne konkretes Ziel und ohne Ambitionen, mich mitzunehmen. Das ist schade, denn ich mag den Sound, die Stimme und die Stimmung.


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