Amazon arbeitet laut Gerüchten schon lange an einer eigenen Downloadplattform für Musik. Diese Gerüchte waren mal sehr präsent und sind dann irgendwann wieder verschwunden. Nun tauchen sie wieder auf.
Angeblich arbeitet Amazon an einem digitalen Musikladen, welcher im ersten Quartal des nächsten Jahres starten soll. Und zwar werden dort MP3s verkauft. Richtig, kein DRM. Zusätzlich ist ein variables Preissystem geplant. Ein Traum wird wahr. Für die Industrie, und vielleicht auch für die Kunden.

“What is most surprising (and exciting) about Amazon’s new store is that the online giant is apparently telling labels that they will only sell DRM free mp3’s and will offer variable pricing.”

Nun wird sich zeigen, ob an diesen Gerüchten etwas dran ist und ob sich die Majors trauen, ihre Kataloge freizugeben.

via hypebot

1 KOMMENTAR

  1. Ich weiß nicht, ob das wirklich so überraschend kommt. eMusic hat gezeigt, daß es anders geht und nicht zu vergessen, das dämonisierte AllOfMP3. Ob letzteres (il)legal ist, sei jetzt mal dahingestellt, aber dort wird dem Kunden immer noch Vielfalt in Auswahl und DRM-freien (!) Formaten geboten.

    Die Majors werden wohl langsam einsehen, daß sie ruhig versuchen können, die Musik mit kundenunfreundlichen Maßnahmen zu schützen – Momente nach einem Release ist der Song in einer Tauschbörse. Punkt. Ein geschützer Song braucht schließlich nur ein einziges mal gecrackt werden, um dann für jeden nutz- und verfügbar zu sein.

    Auch die Schauprozesse gegen eine Handvoll Leute – verglichen mit der Vielzahl angeblich tatsächlich Tauschender – wirkt wie ein Kampf gegen Windmühlen, den die Majors nur verlieren können und auch werden.

    Dem Kunden scheint langsam aber sicher bewusst zu werden, daß er nach Ansicht der Musik- und Filmindustrie mehrfach für verschiedene Plattformen kaufen soll, wenn er diesen darauf konsumieren möchte. So blöd wie erhofft sind die Leute dann wohl doch nicht und kaufen – verunsichert etwas falsches zu kaufen – gar nicht, oder eben nicht mehr von den Majors.

    Wenn die Anbieter nun schon mit dem Gedanken spielen, DRM-freien Content anzubieten, dann bitte noch ein wenig mehr vom beliebten Russen inspirieren lassen und auch mehr Formatvielfalt anbieten.

  2. Das es bei Amazon unterschiedliche Formate geben wird, wage ich zu bezweifeln. Natürlich wäre es schön, zum Preis einer CD ein Album in einem verlustfreien Format herunterladen zu können. Zusammen mit der Möglichkeit, eine Standardvariante im192kb/s-MP3-Format zu einem günstigen Preis zu erwerben. Aber warten wir mal ab, was überhaupt an dem Gerücht dran ist.

  3. Ganz ehrlich: Ich glaube das es maximal bei einem Indi Katalog bleiben wird.
    Die großen Labels bekommen doch das Zähneklappern wenn sie schon mp3 ohne DRM hören.
    Und zumal selbst ohne DRM ein Album immer noch in etwa das gleiche kosten wird wie die CD im Jewel Case. Und das zerstört den Gedanken leich wieder.

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