Ein wirklich sehr lesenswertes Dossier über den aktuellen Zustand und die Zukunft der deutschen Radiolandschaft gibt bei der Zeit. Ist zwar schon einen Monat alt, aber unbedingt zu empfehlen!

Auf vielen dieser Kanäle schwappt die immergleiche Dudelsuppe. Alle paar Minuten wird das Wetter vor dem Fenster durchgesagt, auf welchen Straßen es blitzt und was man beim tollen Gewinnspiel gewinnen kann, wenn man JETZT SOFORT bei der Radio-Hotline anruft für 49 Cent – und dann kommt bei den Privaten noch die Werbung, bis zu acht Minuten pro Stunde. […] Zwei Jahrzehnte nach der Zulassung des Privatfunks stellt sich die deutsche Radiolandschaft als ein ödes, an Höhepunkten armes Flachland dar. […] Die industrielle Optimierung des Ohrfutters erinnert an die Massentierhaltung. Die Schweine in den Boxen nehmen’s grunzend hin, und solange im Stall niemand plötzlich das Licht anmacht, fällt auch keines tot um.

Hier gibt es den ganzen Artikel

1 KOMMENTAR

  1. Ich fand das Dossier prinzipiell sehr interessant und wurde – als selbst im Privatfunk arbeitender – erstaunlich häufig auf den Artikel angesprochen. Und komme, trotz all der vielen kleinen Wahrheiten, die sich zweifelsohne in dem Artikel befinden, leider nicht umhin zu konstatieren, dass Herr Stock hier einfach mal polemisieren wollte. Mir sind die Urteile (ganz egal ob über die Öffis oder “uns” Private) einfach zu pauschal und der Ton zu kulturpessimistisch. Ein wichtiger Beitrag zur Debatte um die Zukunft des Radios in Deutschland ist der Artikel dennoch.
    Daniel

  2. Du hast sicherlich Recht, der Artikel ist schon sehr polarisierend. Aber über die Zukunft bzw. den Ist-Zustand des Radios sollte man sich Gedanken machen. Und genügend Denkanstöße liefert der Artikel auf jeden Fall.

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