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Digitale Downloads zu 90% alleinstehend

Ein kleiner Eindruck, welche Auswirkungen digitale Downloads auf den Musikmarkt haben könnten:
“Im abgelaufenen Vierteljahr wurden so viele Songs aus dem Internet legal heruntergeladen wie noch nie. […] Von den knapp 7 Millionen Downloads wurden 6,28 Millionen als Einzel-Stücke heruntergeladen.” (aus dem aktuellen Media Control Newsletter) Diese Aussage bezieht sich auf die digitalen Downloads im 3. Quartal 2006 in Deutschland.

Der digitale Einzeltitel-Download als schnelle Befriedigung des Hithungers, das Album als Premiumprodukt in schöner Aufmachung mit diversen Extras auf einem Tonträger?
Wobei ich mich natürlich frage, woran es liegt, das Alben oder sogenannte Bundles prozentual nicht mehr verkauft werden. Läuft der Markt einfach noch mit angezogener Handbremse aufgrund der unterschiedlichen Modelle, sei es Format, Qualität, Hardware- oder Plattformabhängigkeit, Kopierschutz- und DRM-Technologie? Oder ist ein Großteil der digitalen Konsumenten wirklich nur auf den schnellen Hit aus? Fehlt das attraktive Bundle oder die Qualität in der heutigen Musik?

Meine Umfrage zeigt, das ihr zumindest mehrheitlich Wert auf ein in meinen Augen künstlerisch viel wertvolleres Gesamtkunstwerk in Form eines Albums legt. Das finde ich sehr beruhigend, denn ich bin Albumkäufer. Aber das wißt ihr ja.