2. März 2007
Mute (EMI)

grindermanGrinderman. Das klingt rauh. Das klingt nach Krach. Aber eigentlich nicht nach Nick Cave. Aber Cave steht mit seinen 3 Kollegen Warren Ellis, Martyn Casey und Jim Sclavunos hinter diesem Namen.
Nach dem letzten Doppelalbum “Abattoir Blues / The Lyre of Orpheus” von Nick Cave & The Bad Seeds beschlossen sie, gemeinsam ein Album aufzunehmen, das irgendwie lauter und schneller sein sollte als das, was gerade von den Bad Seeds in den Regalen stand.

Hier versprüht hier jeder Song eine gewisse Rohheit. Unfertig wirkende Melodien und Feedbackschleifen tanzen über knarzigen Bluesrock-Gitarren, das es eine wahre Freude ist. Der Opener “Get It On” macht einem den Zugang zum Album nicht gerade leicht, aber schon das folgende und inzwischen hinreichend bekannte “No Pussy Blues” ist ein extrem gradliniger Stampfer mit Ohrwurm-Garantie.

Oftmals spielen Grinderman sehr nahe an der Schmerz- bzw. Nervgrenze, überschreiten sie zum Glück jedoch nie.

Nur das wir uns hier nicht missverstehen: Grinderman ist zwar eine Band, aber Grinderman ist auch Nick Cave. Wer mit Cave vorher nichts anfangen konnte, der wird auch hier Nichts von Interesse finden.

Hört am besten selber rein. In voller Länge:

Grinderman – “Grinderman”

Wertung: 7 von 10
7 punkte

Highlights: “No Pussy Blues”, “Electric Alice”, “When My Love Comes Down”

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1 KOMMENTAR

  1. Erst war ich enttäuscht, das Album ist weniger laut als ich es mir nach ‘No Pussy Blues’ vorgestellt hatte. Aber mittlerweile gefällt mir das Titelstück sogar am besten, obwohl gerade das nie richtig explodiert.

  2. Ging mir am Anfang ähnlich. Ich finde es aber generell immer schwierig, die vorher schon oft gehörten Singles in das Gesamtwerk Album einzuordnen. Das dauert bei mir immer ein paar Durchläufe.

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