Erst die Kaiser Chiefs und dann auch noch Elbow. Die Lust auf Alben scheint bei den Künstern zu schwinden.

Guy Garvey (Elbow): “MP3 culture and download culture has meant that songs are sold on an individual song basis – on the quality of an individual song.” (Intro)

Nick Hodgson (Kaiser Chiefs): “We want to break the routine of having to make an album every two years. It’s totally boring.” (BritMusicScene)

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1 KOMMENTAR

  1. Es ist doch DIE erfüllung für eigentlich jede Band ein eigenes Album in den Händen zu halten. Nein, ich glaub dies nicht.

  2. Im Gegenteil glaube ich, dass es in naher Zukunft mehr Alben, vor allem mehr Konzept-Alben gibt. Erstens wird die Musik wieder komplexer, das verlangt nach mehr Platz, und zweitens lässt sich mehr verdienen, wenn die Kundschaft “das ganze Album herunterladen” anklickt.

  3. Da muss ich mal wieder mein Mantra wenn’s um die Zukunft der Musik geht bringen: Kommt drauf an. In der elektronischen Musik ist es stinknormal einzelne Songs bzw. Singles rauszubringen, auch in vielen kleineren Szenen hat z.B. die 7” größere Wichtigkeit als das Album. Insofern ist das an sich nichts Neues, nur ist es mittlerweile so dass es sich für so manche Band mehr lohnen dürfte einzelne Songs zu veröffentlichen als ganze Alben, besonders für die typische “Singles-Band” die außer drei, vier Songs auf einem Album wenig bietet.

    Nur ist eben längst nicht jede Band ein solcher Fall, insbesondere je weiter man sich von populärer Musik wegbewegt, viele großartige Bands machen einfach durchgängig gute Alben aber keine einzelnen Songs die bei einem großen Publikum Erfolg haben können. Außerdem stellt z.B. die Idee der Serialisierung neue Probleme. Dabei wird dann auf einmal jeder einzelne Song so kritisch beäugt wie zuvor ein Album, warum sollte der Käufer den neuen Song von Band X kaufen wenn ihn der letzte oder die letzten beiden enttäuscht haben?

    Man kann so nicht mehr Songs rausbringen die für sich allein nicht stark sind aber im Albumkontext gewaltig gut werden, ein einzelner Song der stilistisch von den sonstigen abweicht und nur einem kleinen Teil der Fans gefällt kann zum großen Risiko werden, Experimentierfreudigkeit könnte unterdrückt werden. Es entsteht also ein neuer Druck eine bestimmte Art von Einzelwerken zu schaffen, aber wenn man die Erwartungen erfüllen kann lohnt sich der Formatwechsel sicherlich, vor allem für bereits etablierte Bands.

  4. Ich sag mal so: viele meiner Lieblingsalben sind EPs.

    Ich finde zwei Jahre als Album-Interval im Prinzip auch zu lang. Eine Band, die sich schnell entwickelt, soll ruhig alle 6 Monate eine EP ihres aktuellen Sounds/Stils herausbringen. Nix dagegen.

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