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Kritik: Clark – “Totems Flare”

clark10. Juli 2009
Warp (Rough Trade)

Es ist meiner Meinung nach kein großes Geheimnis, das ich nicht nur der Indiemusik zugetan bin, sondern auch desöfteren mal ein wenig elektronische Musik konsumiere. Früher habe ich den Warp-Katalog rauf und runter gehört, ein wenig Electro- und Glitch-Kram, Click & Cuts und so Zeug. Seit ein paar Jahren ist das allerdings immer weniger geworden, nur Modeselektor, Moderat und ein paar Oldies von Aphex Twin und Plaid. Aber ich schaue immer wieder mal bei Warp vorbei, was dort neben Maximo Park und Gravenhurst auf der elektronischen Schiene so erscheint. Und die aktuelle Platte des Wahlberliners Chris Clark hat mich umgehauen. Ist wohl irgendwie der Abschluss der Triologie, was weiß ich. Völlig wurscht. Hier wird gerockt, und zwar nicht zu knapp. Mit elektronischen Mittel, mit Zerhackstückelungen wie seinerzeit beim guten alten Aphex Twin (“Luxman Furs”) und mit komplexen Rhythmusverschiebungen. Irgendwie eine Schnittmenge aus Rave, Ambient, Elektrohouse, Post-Rock, Drum’n’Bass und Glitch.

Sicher, ein wenig 4/4-Stumpfsinn ist auch dabei, aber das fällt nicht weiter auf. Für alle, die auch mit Musik ohne Gitarren was anfangen können: große Platte!

Highlights: “Growls Garden”, “Rainbow Voodoo”, “Future Daniel”

7/10

0 Antworten auf „Kritik: Clark – “Totems Flare”“

Das erste Album von Clark fand ich ziemlich gut und hatte mich damals gefreut, ihn live sehen zu können. Leider war der Live-Auftritt etwas enttäuschend, da es einfach nur Rave-Gabba-Gedöhns war. Das zweite Album fand ich grässlich, weil es eben auch in diese Richtung ging.
Aber nach dem hier eingebetteten Stück, muss ich sagen, dass ich jetzt doch auf das neue Album gespannt bin. Klingt gar nicht übel…

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