Es ist geschafft. Mal wieder wurde Charts-Geschichte geschrieben. Mal wieder in Großbritannien. Nachdem es im letzten Jahr Gnarls Barkley mit ihrer Single “Crazy” gelungen war, als rein digital erhältlicher Download den Chartsthron zu erobern, kommen nun Koopa daher und landen auf Platz 31. Was ist daran so besonders? Die Band hat keinen Plattenvertrag.

Sicher, so besonders herausragend ist der Song “Blag, Steal & Borrow” meiner Meinung nach nicht, klingt für eine britische Band sogar ziemlich amerikanisch. Zumindest in den 30 Sekunden, die man im britischen iTunes Store hören kann. Aber man sieht, was ein guter Manager und eine treue Fangemeinde ausrichten können.

“Just four days ago nobody had heard of us, now it seems like everyone has. I can’t get my head around it.”

Was passiert jetzt? Macht man sich an den entscheidenden Stellen Gedanken? Sollte man sich dort nicht sogar eher Sorgen machen? Seht her, wir brauchen keinen Plattenvertrag mehr, um in die Charts zu kommen und erfolgreich zu werden.

Oder im Umkehrschluß: Warum sollten wir uns die Mühe machen, eine Künstler aufzubauen? Wir warten einfach ab, ob sich eine Käuferschaft findet und schlagen dann zu!

Eine spannende Phase ist im digitalen Markt eingetreten. Die CD-Single wird über kurz oder lang aussterben und die Charts werden nur noch durch digitale Downloads ermittelt. Auch in Deutschland wird dies passieren. Daran führt kein Weg vorbei.

Was passiert aber dann mit dem klassischen Künstler/Plattenfirma-Verhältnis?

BBC News: Unsigned band make chart history

3 KOMMENTARE

  1. Toll, das ohne plattenvertrag aber sind die Charts noch wichtig ? Was im Radio gespielt wird bestimmten vor einigen Jahren noch die Charts – aber der neue Song vom Altrockern wie Robbie Williams, Justin T., Black EP, Christina A. wird heute permanent gedudelt. Ob die in den Charts stehen oder nicht. Das letzte Album der Beatles kommt im Radio nicht vor. Obwohl eine Nr.1 im Jahr 2007. Die Charts sind eben nicht mehr das was sie mal waren. Schrecklich diese möchtegern indie Bands wie Nickelback und Co. Was soll das ? Ich höre dann die echten indies von sehr kleinen labels wie chris-musiker com oder anderen dieser Art. statt immer nur die 5 festangestellten Sänger der grossen Plattenpresser (R.Williams, Christina A., Black EP usw.) Diese Kerle sind das Problem, werden wir sie nie wieder los ??? Wie viele Jahre muss ich noch den neusten hit der Black EPs hören ??? Wie oft werden Zeitungen noch von Robbi Williams psychoproblemen berichten ???

  2. So ist das, es geht um das Geld. Waren es in den 80er Jahren noch echte Musiker die einfach die Plattenfirma hatten für den Vertrieb, werden heute gedopte No Angels in das Rennen geschickt. Folge: Die Qualität wird schlechter, diese Bands halten sich max. 2 Alben. Beispiel No Angels, die meinen heute: “Wir machen das jetzt selbst! ” – Toll, aber Mädels das habt Ihr nicht gelernt.
    Universal “betreut” euch nur noch. Folge: Termine werden verschlampt. Beispiel: Auf der No Angels Homepage von Universal findet bis heute kein Konzert in Österreich statt (Unter “Termine /News”). Aber es gibt das Konzert und viel mehr neues über die Mädels. Zu finden auf der persönlichen Homepage von “Lucy”. (Wow, die sind ja doch unterwegs). Die Seite vonJessica weiss garnix von dem Konzert in Österreich. Die Seite von Najda, auch über die Universal Seite zu erreichen, ist nur noch eine “myspace/name/…” Webseite. Kontakt zu der Band gibt´s dann wieder über die Seite von Lucy.
    Wiederum über die Seite von “Kick Management”. Aber dort gibt es keine Lucy, laut Kick Homepage…….Chaos Total.

    Universal als eine der grössten Plattenfirmen schafft es nicht seine Künstler sauber im Web vorzustellen. (Die No Angels sind ja nicht unbekannt, also keine Ausrede von wegen um unbekannte Musiker kann man sich nicht kümmern).

    Da will ich nicht wissen ,was bei den 2.000 Künstlern bei EMI läuft.
    Also, die Plattenfirmen sind so gross – haben aber zu wenig Personal für all ihre Künstler.
    Und so ein “kleiner” Laden wie der genannte Chris-Musiker com schafft es, all seine “Künstler” richtig gut zu präsentieren. Geben wir den grossen noch 10 Jahre bis zum Zusammenfall ?
    Aber wie erkenne ich den Zusammenfall?
    Wenn statt Robie Williams Promotion CD´s plötzlich Heino CD´s (irrtümlich, wegen dem Fehler eines Zeitarbeiters) versendet werden, die Sender wegen Payola dann auch noch verpflichtet sind diese Heino CD zu spielen….

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