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Peinlich: Plattenfirma nutzt Songs aus illegaler Tauschbörse

Tja, das ist so eine Sache mit diesen Flash-MP3-Playern. Schön für den Nutzer, denn er kann sich Songs der Band in hoher Qualität und voller Länge anhören. Leider können in vielen Fällen technisch versierte Nutzer die Quelle der MP3-Dateien ausmachen und diese direkt herunterladen. (siehe Deichkind)

Genau dies tat auch ein an den Eurovision Song Contest-Gewinnern Lordi interessierter Musikfreund. Dabei entdeckte er eine interessante Tatsache: alle MP3s von Lordi waren in unterschiedlicher Qualität kodiert. Das ist seltsam, denn der Betreiber der Webseite ist der finnische Ableger des Musikkonzerns Sony BMG. Die sollten doch für eine gleichbleibende Qualität bei der Kodierung sorgen können?

Damit aber nicht genung: “Stutzig wurde unser Musikfreund jedoch erst, als er in den Metadaten eines Songs die Adresse einer Webseite namens “Grupoe Musica” fand. Der Grund: Grupoe Musica ist eine spanische Edonkey-Link-Seite, die zwischenzeitlich auch den Download des fraglichen Lordi-Songs ermöglichte.” (Netzwelt)

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Plattenfima einer Band bedient sich für deren Webseite bei einer illegalen Tauschbörse. Und das ist keine kleine Plattenfirma. Das ist schon peinlich. Ok, vielleicht waren sie in Zeitnot, und da dachte sich ein schlauer Mitarbeiter: “Ich habe da mal was von diesen P2P-Angeboten gehört. Lass uns da mal schauen.”

Die fraglichen MP3s sind inzwischen von der Webseite verschwunden, allerdings sollen sich die Dateien mit direkter Verlinkung noch laden lassen. Tauschbörsen sind auf der schnellen Suche nach Musik schon verdammt praktisch, was?