Sama Dams kommen aus Portland und stehen dort an der Spitze einer Bewegung innerhalb der Musikszene, die sich weit vom süßen Indie-Rock entfernt hat und eine äußerst expressive Haltung anstrebt. Der befremdliche Name der Band ergibt sich durch die Buchstaben-Verschiebung eines ihrer Mitglieder: Sam Adams.

Auf ihrem zweiten Studioalbum Comfort In Doubt  präsentieren sie, was andere gerne mit Avantgarde bezeichnen. Musik, die irgendwo auf einem Pfad zwischen dunklem Post-Rock, knorrigem Noise-Rock und atmosphärischem Kammer-Pop schlendert oder besser: torkelt.

Die sich dabei aber nie auf ein Genre oder ein grundsätzliches Konzept festnageln lässt. Die Einflüsse der drei Musiker reichen laut eigener Aussage von den Dirty Projectors, The Microphones, Pink Floyd, Radiohead, Steve Reich, Scott Walker bis zu Tortoise. Für mich schimmert an einigen Stellen auch ein wenig Portishead durch (Cold Snap).

Die Beats fallen laut polternd auseinander oder geraten in Stolpern, der Bass dröhnt flächig und die Synthies und Gitarren spielen vertrackte Melodien. Die Songs werden von den Gesangslinien von Sam und Lisa Adams zusammengehalten.

Klassische Songstrukturen verwehrt mir die Band allerdings gekonnt, und der erhoffte Refrain, die Erlösung sozusagen, bleibt aus. Das war für mich anfänglich nur schwer auszuhalten, aber wie der Christoph so schön schreibt:

“‘Nothing is more exciting than discovery’ ist ein Satz, der mir von der Selbstbeschreibung der Band hängengeblieben ist. Und tatsächlich vermag das Trio aus Portland die Hörer Stück für Stück ein wenig näher an sein Schaffen heranzulassen. So tönt Musik, die nicht einfach geheimnisvoll tut, vielmehr die Faszination des nur schwer Greifbaren ganz und gar ausstrahlt.”

Wenn du auf der Suche nach einer zugänglichen Platte bist, dann solltest du weitersuchen. Denn Sama Dams fordert deine Hörgewohnheiten heraus. Solltest du die Herausforderung allerdings annehmen, dann wird dich Comfort in Doubt reichlich belohnen. Versprochen.

Sama Dams auf Tour

15.04.2016 Offenbach – Hafen 2
16.04.2016 Ulm – Hemperium
18.04.2016 Wien (AT) – Haus der Musik
20.04.2016 Gießen – MUK
21.04.2016 Rosenheim – Asta Kneipe
22.04.2016 Basel (CH) – Podium
23.04.2016 Zürich (CH) – Mundwerk
25.04.2016 Innsbruck (AT) – Weekender
27.04.2016 Chemnitz – Aaltra
28.04.2016 Berlin – Sage Club
29.04.2016 Bayreuth – Glashaus
30.04.2016 Leipzig – Horns Erben
02.05.2016 Klagenfurt (AT) – Lendhafen
05.05.2016 Graz (AT) – Wakuum

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