25. Mai 2007
Playlouder (Indigo)

voxtrotNach einer gefühlten halben Ewigkeit steht das Debütalbum von Voxtrot am Freitag endlich in den Läden. Nach drei bzw. vier vorangegangen EPs, welche in Deutschland leider nur schwer erhältlich sind, nun das lang erwartete Album. Von eben diesen EPs hat es kein Song auf die Platte geschafft, weil die Band Sänger und Hauptsongwriter Ramesh Srivastava überstimmt hat. Dieser hätte nämlich gerne “Mothers, Sisters, Daughters & Wives” von der gleichnamigen EP auf dem Album gehabt. Was meiner Meinung nach vielleicht gar nicht so schlecht gewesen wäre, denn eine starke Single fehlt. Zumindest bei den ersten Durchläufen. Denn waren die EPs noch sehr poppig und zupackend, so ist “Voxtrot” in der Tat nicht so direkt, eher dunkler und komplexer.

Im Laufe der Zeit offenbaren sich aber feine Arragements und grossartigen Melodien, die immer wieder unerwartet aus den Songs hervorbrechen. Unglaublich schön ist zum Beispiel “Ghost”, mit perlendem Piano und herzergreifenden Streichern. Oder auch “Firecracker”, für mich der beste Song des Albums. Wunderbar mitreissend aufgebaut.

Gerade Fans von Belle & Sebastian sollten hier ein Ohr riskieren, denn obwohl Voxtrot aus Texas kommen, klingen sie verdammt britisch bzw. schottisch. Besonders deutlich wird dies bei “Future Pt. 1”.

Im Gegensatz zu den EPs ist die Produktion inzwischen sehr sauber, mit teilweise wunderbaren Streicherarrangements. Vielleicht fehlen dadurch hier und da ein paar Ecken und Kanten. Aber so richtig Pop muss auch mal sein. Gebt der Platte eine Chance, und ich wette mit euch, das ihr diesen Sommer einen treuen Weggefährten auf eurem MP3-Player habt.

Wertung: 8 von 10
8 punkte

“Voxtrot” bei Amazon kaufen.

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Hören:
Das komplette Album im Stream
MP3: Kid Gloves
Drei Songs einer Session bei Daytrotter (inkl. Download)

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Links:
Mein Interview mit Sänger Ramesh Srivastava
MySpace-Seite der Band
Voxtrot-Homepage

1 KOMMENTAR

  1. Das Album ist wirklich der Hammer. Gerade weil ich eigentlich nicht sooo sehr Alt./Indie Rock-Fan bin, dieses Album ist nun wirklich ein wenig dunkler, feiner und ruhiger gehalten.
    Komischerweise finde ich ‘Kid Gloves’ und ‘Stephen’ am besten…

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