Artikel zum Schlagwort: P2P
Einen ungewöhnlichen aber wie ich finde gar nicht abwegigen Weg geht das kleine Indie-Label Honor Roll Music. Für das aktuelle Album der relativ unbekannten Band Awesome New Republic schaltete sie Werbung auf dem Torrent-Portal isoHunt, und erhofft sich dadurch einen gesteigerten Bekanntheitsgrad.
“In order to get the word out, the label booked a monthly banner advertisement campaign on isoHunt, and linked that to a torrent file of the album that everyone can download for free. By doing so they hope to get people excited about their music and eventually build a strong fanbase. As far as we know, we are the first record label/band to advertise directly on a torrent search engine,” Colin Foord, the creative brain behind the campaign told TorrentFreak. “We are sponsoring isoHunt with a banner that links directly to our homepage where the album can be downloaded for free.
In a music industry that is changing quickly, Honor Roll Music recognizes that torrent sites such as isoHunt should not be vilified, but turned into partners instead in order to reach millions of music fans eager to discover and download new music. BitTorrent sites have proven to be a stepping stone for developing artists, rather than a threat.”
Das Gesetz zur “Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums” ist seit September diesen Jahres gültig und ermöglicht es Rechteinhabern, “ausschließlich und auf direktem Wege zivilrechtlich gegen sogenannte Internetpiraterie vorzugehen.” Der Auskunftsanspruch besteht allerdings nur, wenn eine Tauschbörsennutzung in “gewerblichen Ausmaß” vorliegt. Dann müssen die zuständigen Internetprovider die Daten ihrer Kunden herausgeben. Wann dieses Ausmaß erreicht ist, haben die Gerichte zu entscheiden. Und da liegt der Knackpunkt. Während viele Richter offenbar meinen, das Herunterladen eines Albums sei ein gewerblicher Vorgang, sieht man das in Frankenthal offenbar anders: hier ist “das gewerbliche Ausmaß erst bei rund 3.000 Musiktiteln beziehungsweise 200 Filmen” erreicht.
Das Landgericht Oldenburg legt wiederum völlig andere Maßstäbe an. Schon allein durch die Benutzung einer P2P-Software Musiktauschbörse ist hier offenbar ein gewerbliches Ausmaß erreicht. “Das LG Oldenburg geht sogar noch einen Schritt weiter und sieht bereits in der Nutzung einer Musiktauschbörse ein Indiz dafür, dass der Rahmen des Privaten “endgültig” überschritten sei. Kennzeichen des Privaten sei es “aber stets, dass nur ein überschaubarer, begrenzter Kreis von Kontaktpersonen angesprochen wird”.”
Ich bin mir ja nicht wirklich sicher, ob sich die zuständigen Richter jemals ernsthaft mit der Materie beschäftigt haben. Vielleicht sollten sie mal mit ihren Kindern beim Abendbrot darüber reden. Sowohl in Frankenthal als auch in Oldenburg dürfte das ganz interessante Diskussionen geben.
via Golem
Das ist schon eine tolle Geschichte. Ein Metallica-Fan ist von Beruf Toningenieur. Als er “Death Magnetic” hört, findet er das Album zwar gut, aber er denkt, das er es noch besser machen könnte. Also schmeißt er seinen Rechner an und schnippelt ein wenig an den Songs herum.
“basically, i just wanted a new album by metallica that i could listen to without getting irritated by some lame lyrics or ploddy riffs that go nowhere for three minutes before turning into something cool. the original version of death magnetic is the best thing that they’ve done since …and justice for all, but it ain’t great. my version is great.” (Metalsucks)
Das fand wohl auch der schwedische Journalist Jonn Jeppsson, der für die schwedische Zeitung Sydsvenskan schreibt. Er findet die geschnittene Version und findet diese präziser und intensiver als die Originalaufnahmen. Außerdem verlinkt er auf die (natürlich illegale) Torrent-Datei. Das bringt den Plattenboss Per Sundin auf die Palme, der das natürlich gar nicht gut findet. Auch die Band sagt ein zugesagtes Interview mit der Zeitung ab.
Ich würde die gekürzte Version nur zu gerne einmal hören, um zu testen, ob sie wirklich besser ist. Denn das Metallica sich nicht trauen, ein einmal gefundenes Riff wegzuschmeissen, obwohl es nicht passt oder den Song unnötig in die Länge zieht, das hört man dem neuen Album an.
Die ganze Geschichte gibt es in einer absolut lesenwerten Zusammenfassung hier.

Fast 30 Jahre sind Marillion jetzt im Geschäft, und zu meiner Teenagerzeit gabe es einige Klassenkameraden, die Fans dieser Band um den charismatischen Frontmann Fish waren. Ich selber besaß damals die CD “Fugazi” und fand sie gar nicht schlecht. Nach dem Weggang von Fish habe ich sowohl ihn als auch den Rest der Band aus den Augen verloren. Nur wenn ich mal zufällig was über die Band las, dachte ich “Was, die gibt es noch?”. Genau das dachte ich heute morgen auch, als ich folgendes las:
New Marillion Album Free On P2P Sites
Radiohead may have started the trend, and The Charlatans then got in the act, but Marillion are the latest band to have decided to embrace the Web and give away their new album. Happiness Is The Road is to be a free download on file-sharing sites such. (Britmusicscene)


