Im Laufe der letzten fünfzehn Jahre ist es mir immer seltener passiert, dass ich über Musik stolperte, von der ich vorher noch nie etwas gehört hatte und die mich dermaßen fesselte, dass ich mich nicht von ihr losreißen konnte.

Zu meinem großen Glück passiert genau das aber hin und wieder doch, und darüber bin ich verdammt froh. Denn welchen Sinn sollte das hier alles machen, wenn ich keine neue, aufregende Musik mehr entdecken würde?

Die französische Band Baden Baden machte auf ihrem letzten Album Mille éclairs genau solche Musik. Dort vereinten sie melancholischen Indie-Rock mit Brit-Pop, zeitgenössische Traurigkeit (“la tristesse contemporaine”) mit unbedingter Euphorie.

Ich habe das Album in den letzten vier Jahren dutzende Male gehört und war immer wieder aufs Neue begeistert. In den letzten Tage lief es wieder regelmäßig bei mir, denn die Band hat bereits vor geraumer Zeit den Nachfolger La nuit devant angekündigt.

Seit ein paar Tagen habe ich nun allabendlich ein Ritual: ich gehe auf die Facebook-Seite der Franzosen und schaue nach, ob es endlich die erste Single zu hören gibt. Heute Abend ist es endlich soweit. Beach heißt das erste, wieder einmal sehr melancholische Stück. Zwar mit ungewohnten Synthies, aber immer noch mit dieser einzigartigen Tristesse.

Facebook, Website

3 Kommentare

DEINE MEINUNG?

Please enter your comment!
Please enter your name here