Ok ok, etwas reißerisch der Titel, aber genau diese Zielsetzung scheint Warner Music laut dem Wall Street Journal zu verfolgen.
The music industry has for years struggled to develop a new physical format that could spark increased sales by replacing the CD. Now Warner Music Group Corp. is planning an aggressive attempt to address the issue by pushing consumers to buy their music on specially outfitted DVDs. Warner, the world’s fourth-largest music company, is in the final stages of securing technical licenses that will enable it to sell a bundle of music and extra features on a single DVD, according to people familiar with the matter. The DVD would include a music album that plays in both stereo and surround-sound on a standard DVD player — plus video footage that plays on a DVD player or a computer. There will also be song remixes, ring tones, photos and other digital extras that can be accessed on a computer.Nach den relativ erfolglosen Versuchen von Warner mit der DualDisc nun ein erneuter Vorstoß im Tonträgermarkt. Sicherlich nehmen die Verkäufe der CDs kontinuierlich ab, aber ob das der richtige Schritt ist?

WSJ.com: Music You Can See: Warner Plans to Sell Albums on DVDs

via heise

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Nachtrag: Es war ja eigentlich klar, das das geplante DVD-Album mit einem DRM-System versehen sein wird. Außerdem könnte es eine wie auch immer geartete Kooperarion mit Apple geben. Vermutet werden in die DVD integrierte Songs im AAC-Format.
Warner Music Group is now readying a slate of DVD-based album releases, complete with audio and video extras, ringtones, and other bonus material. The label is in the “final stages of securing technical licenses” related to the effort, according to a Friday report in the Wall Street Journal. An initial rollout is scheduled for October, and a larger push is planned for next year. The discs will not be playable in standard CD players, and tracks will be protected by a DVD-based DRM architecture. Warner will also allegedly bundle proprietary Apple AAC tracks into the DVDs, though exact usage parameters are unclear at this juncture.via Digital Music News

14 KOMMENTARE

  1. Ich bezweifle stark, dass sich das durchsetzen wird. Dann müsste man ja quasi Musik am DVD-Player anhören beziehungsweise eine neue, auf Warner-Bedürfnisse abgestimmte Anlage kaufen.
    Zudem fiele wahrscheinlich die Möglichkeit weg, die Musik ganz einfach zu digitalisieren. Vermutlich wird’s auch noch teurer.

    Wieso sollte man sich eine solche Version kaufen? Damit ich meine Musik endlich nicht mehr digitalisieren kann? Damit ich endlich meine alte, aber vom Sound her ausgezeichnete Stereo-Anlage in den Müll werfen kann? Damit ich endlich im Auto keine CDs mehr hören kann?

    Zum Glück ist es ja immer noch der Kunde, der entscheidet, was er kauft und was er nicht kauft. Ich bezweifle stark, dass viele Kunden auf die Warner-Idee abfahren werden.
    Andererseits muss ich auch sagen, dass die Zusatzangebote verlockend klingen. Wenn Warner eine solche Zusatz-DVD gemeinsam mit der CD im Handel anbietet (man also CD und DVD in einer Packung kauft), dann würde mich das sehr freuen. Vor allem hätte man so wahrscheinlich auch eine Möglichkeit gefunden, um die CD-Verkäufe wieder anzukurbeln. Ein solches Zusatzangebot bekommt man nämlich bei keinem Internetmusikhändler und erst recht in keiner Tauschbörse.

    In der oben genannten Form ist die Warner-Idee aber zu sehr auf das eigene Haus fixiert. Man wird wahrscheinlich bald merken, dass König Kunde damit wohl eher nicht zufrieden sein wird.

  2. Ja, eine solche Zusatz-DVD finde ich auch sehr reizvoll. Habe mir erst gestern die neue Kante-CD in der Special Edition mit DVD gekauft. Und das stellt für mich einen echten Mehrwert dar.
    Die komplette Umstellung auf reine DVD-Alben halte ich allerdings für kompletten Schwachsinn. Aber sollen sie nur machen.

  3. hätte mir vor langer zeit (whats the story) morning glory? ausversehen auf dvd gekauft. natürlich großer müll. aber wie auch immer.

    “Sicherlich nehmen die Verkäufe der CDs kontinuierlich ab, aber ob das der richtige Schritt ist?”

    immerhin ein besserer schritt als drm und so ein kram.

    ich muss aber ehrlich sagen, dass cds fast eigentlich das ultimative medium für die musik-industrie ist. zu mindest um die hardcore-musikliebhabenden kunden zu erreichen. klein. handlich. und sehr gute qualität. und mittlerweile sind die produktionskosten so dermaßen gering (gerade für majors), dass sie kaum ein anderes ‘qualitätsmedium’ einführen sollten. ergibt irgendwie kein sinn. finde aber eventuelle bonus-dvds, wo man vor allem auch entscheiden kann, ob man das album mit oder ohne dvd will, sehr klasse. bloc party hatte zum beispiel alle ihre videos drauf. find ich super.

    achso max: als anfang der 90er die cd wirklich stark massentauglich wurde, hst du da deinen schallplattenspieler nicht auch in die ecke gestellt um den neuen cd-player aufzustellen?

  4. Hab ich Anfang der 90er tatsächlich nicht gemacht, weil ich Anfang der 90er noch zu jung dafür war. Ist aber ein anderes Thema.

    Die Vorteile der CD gegenüber der Schallplatte sind:
    – wesentlich höhere Klangqualität
    – quasi kein Verschleiß
    – handlicher & praktischer

    So, jetzt wenden wir diesen Vergleich mal auf Warners DVD-Variante an.
    Die Klangqualität mag besser sein, aber ich wage zu bezweifeln, dass nochmals ein solcher Sprung wie von Schallplatte zu CD gelingen kann. Auf CDs kann man jedes einzelne Zupfen des Gitarristen hören (fällt mir gerade auf, da ich gerade “Stadium Arcadium” von den Peppers höre), die Klangqualität ist astrein, da geht meiner Meinung nach nicht mehr viel nach oben. Was soll man denn noch hören können?
    Beim Verschleiß ist es ein sauberes Unentschieden, da CDs und DVDs größtenteils aus dem selben Material gemacht werden.
    Auch in der Praxis ergibt sich ein Unentschieden. Zwar spricht im Moment alles für die CD (z.B. Autoradios), aber das liegt vor allem an ihrer Marktführerschaft.

    Ein Vorteil der DVD wäre – neben dem Bonusmaterial und der eventuell minimal besseren Klangqualität, die jedoch nur absoluten Kennern noch auffallen dürfte – die längere Laufzeit. Allerdings ist hier wieder die andere Frage, ob man dies überhaupt benötigt. Die Red Hot Chili Peppers hatten ja anstatt von “Stadium Arcadium” eigentlich mit drei CDs, die im Abstand von jeweils 6 Monaten erscheinen sollten, geplant. Am Ende kam eine Doppel-CD heraus. Warum? Sie haben nur das ausgewählt, was ihnen eine Veröffentlichung wert schien. Gute CDs haben meiner Meinung nach einen Bogen zwischen den Liedern, die in der perfekten Reihenfolge angeordnet sind. Mit zunehmender Anzahl an Liedern entstehen sicherlich auch Längen. Dies kann man natürlich in die andere extreme Richtung als Plädoyer für Singles deuten, aber ich halte die momentane Länge von CDs (roundabout 74 Minuten) für gehörig ausreichend, um genügend gute Lieder unterzubringen.

  5. hehe. find die idee ja auch ein wenig dümmlich. und ich werd mir bestimmt keine dvd-stereo-anlage zulegen. (obwohl meine langsam den geist aufgibt und so ein teil ist gleichzeitig auch ein dvd-film-abspiel-gerät. ach ich hab ja eh kein geld…)

    ich fand nur dein argument keine neue anlage zu kaufen historisch betrachtet etwas hinfällig. wollt dich doch nur ärgen ;P…

    ne ganz ehrlich. ist langfristig gesehen sinnlos, weil keine zielgruppe angesprochen wird. ganz ehrlich, wen wollen die denn erreichen? vielleicht seh ichs ja zu schwarz-weiß, aber es gibt doch auf der einen seite nur musik-konsumenten, also diejenigen die wirklich nur ein lied geil finden, und das wars dann, und auf der anderen seite gibts musik-liebhaber. die sich cds kaufen, weil sie erstens das komplette album wollen und zweitens etwas greifbares besitzen wollen.

    für keine der beiden gruppen ist dieses ding etwas, und eine weitere gruppe fällt mir spontan nicht ein.

    dennoch, ist immernoch eine bessere idee als drm und rootkits…

  6. Was bringt dem Konsumenten die DVD denn für Vorteile? Zum Einen bessere Klangqualität, zum Anderen die Möglichkeit Bonusmaterial auf die DVDs zu packen. Nun ist es aber so dass es den Allermeisten ohnehin schon schnurzegal ist ob sie Musik auf CD oder als eventuell auch minderwertiges MP3 hören, warum sollten dann DVDs interessant sein? Und da bis auf wenige Ausnahmen auch kaum jemand den Verlust von Covern und Booklets bei manch digitalem Download betrauert und begehrtere Extras wie Klingeltöne doch viel besser per 0190-Nummer separat verkauft werden können glaube ich kaum dass das breite Publikum Audio-DVDs besser annimmt als Super-Audio-CDs (erinnert sich noch wer an die?). Zudem sollen doch DVDs als Datenträger eh obsolet sein sobald die neue Generation mit HD-DVDs bzw. Blu-ray am Start ist. Muss ja bald soweit sein *kicher*.

    Den einzigen Markt für das Format sehe ich bei echten Musikfreaks, die sich auch für viel Geld z.B. die remasterten Rhino-Sets der Talking Heads- oder Björk-Alben als Dualdisc mit CD-Version des Albums auf der einen und DVD-Version auf der anderen Seite zulegen. Aber dass man damit verlorene Käufer zurückgewinnt oder neue Käufer hinzu? Es würde mich wundern.

  7. @nico: ja nee. sollte sich ja auch niht ausschließen, aber egal. ähm.

    nur mal so eine andere sache. schon jemals cdex benutzt? hab damit bisher aus jeder ‘kopiergeschützten’ cd mp3s rausgezogen. (sag ich übrigens offen, da ich für 20€ ja wohl die tracks auch auf meinen rechner hören darf. punkt.) kann mir vorstellen, dass das ding (spätestens nachn update) auch dvd-konvertieren kann.

  8. @Alex zu CdEx:
    Ähnlich geht’s mir mit dem Audiograbber. Und dank vernünftig eingestelltem Lame klingen die mit hoher Bitrate von der CD geholten Lieder genau so wie auf der CD (Gruß an Uli an dieser Stelle bezüglich seinen Qualitätskommentar). Und auch ich nehme mir das Recht heraus, CDs, die ich für teures Geld erstanden habe, auf den Computer und auf den MP3-Player herauszubringen.

    @all: Ich denke, bis hierhin sind sich alle einig, dass die Sache nichts wird.
    Worüber man sich aber in meinen Augen “zerstreitet” ist die Sache mit den Boni. Uli beispielsweise zieht die aktuellen Downloadzahlen heran, um zu folgern, dass der Konsument im Moment nicht gewillt ist, für ein CD-Cover und ein Booklet mehr Geld auf die Ladentheke zu legen. Ich hingegen meine, dass genau durch das Bonusmaterial wieder mehr CDs den Besitzer wechseln (und natürlich auch den Eigentümer, das mit dem Besitzer könnte man ja missverstehen) und an ihrer statt die Downloads zurückgehen.
    Ich wäre zum Beispiel für ein kleines Studiotagebuch (in Videoform) durchaus bereit, fünf Euronen mehr zu bezahlen. Klingeltöne brauche ich mangels Handy nicht, aber ich wäre wie gesagt für den Einblick ins Bandleben sehr wohl bereit mehr zu bezahlen – unter der Bedingung, dass ich von den Plattenfirmen als Kunde, der ich ja bin, und nicht als potenzieller Schwerverbrecher behandelt werde.
    Farin Urlaub macht es vor, auf seinen Platten ist kein Kopierschutz – und er wirbt sogar damit! Auf jeder CD ist ein Sticker “Kein Kopierschutz – Ehrensache!” angebracht. Trotzdem verkauft Herr Urlaub meines Wissens noch CDs. Ein Grund dafür ist meiner Meinung nach, dass er offen mit seinen Fans umgeht.

    (Jetzt geht wie üblich die Wetterei auf die GEMA los, bei Desinteresse bitte hier aufhören, kommt eh nur Altbekanntes)
    Ein grundlegendes Problem für mich ist die Stellung der GEMA in Deutschland. Ich kenne persönlich die Streetpunk-Band Oxymoron (übrigens die international erfolgreichste deutsche Formation dieses Genres), da ein entfernterer Verwandter von mir dort mitspielt. Auf ihrer Webseite haben sie lange Zeit kostenlos einige ihrer Lieder, die auch auf Platten erschienen, als MP3s zum Download angeboten. Jeder sollte sich ein Bild von dem, was ihn erwartet, machen können. Die GEMA untersagte dies. Die GEMA verbat, dass eine Band ihre eigenen Lieder (die übrigens komplett von der Band stammen, sowohl Text als auch Musik, es sind auch keine Cover) auf ihrer Homepage zum Herunterladen anbot. Ich frage mich seitdem: Warum darf der Künstler nicht selbst entscheiden, was er wo wie anbietet? Warum darf er das Kulturgut, das er schafft, nicht verschenken?
    Die Band hat die MP3s übrigens von der Seite genommen, die Links laufen ins Leere. Dafür wurde der Hinweis hinzugefügt, dass man sich, wenn man Interesse an den ehemals herunterladbaren Stücken haben sollte, sich per E-Mail an die Band wenden solle, man bekomme die MP3s dann eben per E-Mail zugesandt. Für mich ein abscheuliches Beispiel für das Monster GEMA, das keinesfalls im Interesse aller Künstler handelt.

  9. @ Max: Dass man MP3s auch mit einer Bitrate von z.B. 320 kB komprimieren kann ist mir klar, aber ist das die Qualität bei den großen kommerziellen Online-Musikangeboten? iTunes hat z.B. bei seinen AAC-Dateien soweit ich weiß 128 kB, und auch wenn das wohl besser ist als ein MP3 mit der Bitrate ist das wohl kaum CD-Qualität.

    Was ich aber auch eigentlich aussagen wollte ist nicht dass es niemanden gäbe der an hoher Klangqualität der Musik und an Booklets und Bonusmaterial interessiert wäre, bin ja selber jemand der sich wenn möglich beim Kauf immer für die Deluxe-Version einer CD mit Extrabooklet, DVD und Bandposter zum Selberbasteln entscheidet.

    Aber meinst du Leute wie wir sind exemplarisch für die breite Käufermasse? Ich denke die meisten sind durchaus zufrieden mit ihren 128kB-MP3s, wenn sie noch nicht mal auf der Audioqualität von CDs bestehen warum sollten sie dann noch bessere wollen?

  10. ist irgendwie ganz lustig. ich komprimiere meine mp3s immer in 128kb, einfach wegen der größe (rechnet sich auch prima: 1min = 1mB) und ich höre ehrlich gesagt kaum unterschiede zwischen 190kb und 128kb. unterschiede ab 190kb und noch höher sind praktisch unhörbar und auch meines erachtens technisch gesehen beeser als cd-quali, ergo: egal ob 320 oder 190, kommt das selbe raus, weil irgendwann sense ist, cd-quali erreicht. punkt. aber das ist meine meinung.

    das natürlich boni-liebhaber die traurige minderheit darstellen dürfte uns ja auch bekannt sein. leider. aber sehen wir mal der realität ins auge: den meisten musik hörern sind mit einem einzigen song von bubble-gum-pop-musiker xy bereits zufrieden, weil, was weiss ich, sie gerne dazu tanzen. brrp.

    frag mich jetzt also wirklich ob die den cd-verkauf-rückgängen so nachtrauern. hört sich für mich so an, als ob die keine online-verkäufe hätten. was ja nicht stimmt. itunes kennt jeder und ist im allgemeinen bestimmt einfacher zu bedienen als ein filesharing programm. aber kennt ihr jemand, dem booklets und so egal sind und er deswegen seinen ganzen kram über itunes, etc. bekommt? nö. die saugen gerne illegal. warum?

    aufklärung. meine meinung. habt ihr jemals eine itunes-werbung gesehen? aber ihr kennt doch bestimmt diese grässliche “sauger erhalten 5 jahre strafe”-werbung oder? ich mein das muss man sich mal vorstellen: wir leben in einem liberalen “sozial”-staat und es wird angst zur ‘aufklärung’ benutzt. das funktioniert aber nur in einer diktatur. und dann noch die absurd gigantischen strafen wenn man ‘erwischt’ wird. jetzt mal ehrlich, würdet ihr euch von einer flamme komplett fern halten, wenn die einzige negative folge sofortiger tod ist, aber positive effekte wärme und kochendes wasser? ‘auf-die-finger-hau’-strafen sind de facto viel wirkungsvoller.

    fällt mir grad noch eine andere sache ein und die ist schon schwieriger zu knacken. aufgepasst: wie siehts bei itunes, etc. mit den zahlmethoden aus? na? schonmal einen 12 Jährigen mit kredit-karte gesehen. gut, jetzt ausser bei ‘kevin allein zu haus’? viele filesharing benutzer sind minderjährig oder anfang/mitte 20. aber ich glaub das problem sind da die erwachsenen. die haben keine zeit irgendetwas einzurichten, eine art flatrate oder sagen wir limit für die kleinen, wie viel lieder sie runterladen dürften bei itunes. da fehlt die benutzerfreundlichkeit für eltern und die aufklärung der eltern, da die meist nicht wissen was die kleinen da so treiben.

    argh. menschen.

  11. @Uli: Also ich halte mich für einen ziemlich durchschnittlichen CD-Käufer mit vielleicht etwas nicht ganz durchschnittlichem Geschmack. Kann aber auch sein, dass man sich selbst eher für normal hält, als man es tatsächlich ist. Ich jedenfalls gebe meiner Meinung nach nicht mehr Geld für Musik aus als der Durchschnittsdeutsche.
    Wegen Klangqualität: Ich encodiere in 192kb und stelle selbst keinen Unterschied zur CD fest (bzw. nur sehr geringe). Vielleicht ist das Gehör aber auch schon so ruiniert, dass ich auch bei 64kb keinen Unterschied mehr feststellen würde 😉

    @Alex: Also ich selbst habe keine Musik bei iTunes geladen, mich aber schon mal durch die Software geklickt und mir ist schon bei diesem ersten “Rundgang” die Funktion aufgefallen, dass man ein Kostenmaximum setzen könne. Also die Funktion ist nicht im Drucken-Dialog platziert, sondern durchaus auffindbar. Wenn also ein Elternteil die Kosten eingrenzen will, ist das meiner Meinung nach ohne großen Aufwand möglich.

    Übrigens braucht man meines Wissens gar keine Kreditkarte, sondern kann das Ganze auch über FirstGate (oder so ähnlich) abwickeln, wo dann ein normales Bankkonto verwendet wird. Dauert zwar ein paar Tage bis man freigeschaltet wird (bzw. dies selbst tun muss, man bekommt von FirstGate einen Centbetrag überwiesen und muss diesen auf der Seite richtig nennen), aber prinzipiell kann man da auch ohne Kreditkarte kaufen (obwohl mieten wohl die passendere Bezeichnung wäre, denn man erhält ja nicht das Eigentum an der Musik).

  12. naja. fiel mir sowieso nur nebenbei ein… hab itunes nur wegen podcasts und quicktime, von daher kenn ich mich damit überhaupt nicht aus. wollt ja eigentlich auch darauf hinaus, dass die kritischen konsumenten (welche für die zurückgänge hauptsächlich verantwortlich sind) die jugendlichen sind. und keine kampagne dieser welt irgendwas dahingehend unternommen hat, um diese gruppe postiv anzusprechen. dafür werden sie aber sofort erst einmal verurteilt und mit irgendwelchen rechtskram konfrontiert. nennt mich zynisch, aber glaubt irgendjemand mit ein bisschen verstand das das etwas bringt? hat denn striktes rauchverbot der eltern jemals einen jugendlichen davon abgehalten zu rauchen?

  13. Ich denke, dass die einzige Methode, um die jugendliche Zielgruppe zum Kaufen zu animieren, darin besteht, möglichst liberal zu sein.
    Bei Farin Urlaub würde für mich beispielsweise das Argument ziehen: Er bietet die CD freiwillig ohne Kopierschutz an, weil er seinen Fans vertraut. Was bringt es mir, wenn ich diese CD brenne? Farin würde weniger Geld bekommen und würde für seinen mutigen Schritt nicht belohnt.
    Ich denke, gerade indem man Musik einen materiellen Wert beimisst, den es unbedingt zu schützen gilt (also hohe Cd-Preise + Kopierschutz, meiner Meinung nach die derzeitige Situation), beginnt die “Klauerei”. Wie viele Jugendliche haben Adobes Photoshop illegal? Wie viele haben Word illegal, wie viele haben Windows illegal?
    Aber die Softwarebranche hat den Vorteil auf der technischen Seite, sie kann den Kopierschutz fest in ihr Produkt integrieren. Die Musikindustrie (ein hässliches Wort!) kann dies nicht. Lieder hören sich auf kopierten CDs nicht anders an. Deswegen ist es in meinen Augen auch für die Musikindustrie sinnlos, einen Kampf mithilfe von Kopierschutzmaßnahmen gegen Schwarzkopien zu führen. Vielmehr kann man durch eine gute Preispolitik und einem Verschwinden der Musikindustrie in der öffentlichen Wahrnehmung (der Kunde soll das Gefühl haben, dass der Kauf einer CD in erster Linie dem Künstler zugute kommt; nach Möglichkeit soll dies auch noch stimmen 🙂 ) hier viel erreichen.

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