Gleich vorweg: ich vermisse den typischen Blood Red Shoes Sound. Schade, das sie ihren auf-die-Fresse-Gesangsstil aufgegeben haben. Und dann erst die Streicher. Steve Ansell und Laura-Mary Carter sind auf dem besten Weg, eine völlig eindimensionale Indie-Kapelle zu werden….ok, ok, alles Quatsch. Aber das musste ich nach der Steilvorlage von Ariane einfach bringen.

Ich habe mich vorgestern natürlich auch wie ein kleines Kind gefreut, als ich “In Time To Voices” in meinem Promofach fand. Sie hatten mich bereits bei Song Nummer 2 am Haken, denn wann haben die beiden es bisher geschafft, eine so dynamische und mitreißende Nummer wie “Lost Kids” zu schreiben? Die ersten drei Nummern drücken den Hörer an die Wand und lassen kaum Luft zum Atmen. Aber dann: Vollbremsung. Aussteigen, Strecken, Durchatmen. Das nächste Song-Trio kommt verhaltener daher. Ich will an dieser Stelle nicht von Tiefe sprechen, aber für die Entwicklung des Bandsounds ist diese neue Klangfarbe auf jeden Fall bereichernd.

Wer jetzt denkt: da ist dann die Luft raus; mitnichten! Nach dem kurzen Wachrüttler “Je Me Perds” geht’s munter weiter. Auch zum Ende halten die beiden die Spannung, hauen eine mitreißende Passage nach der anderen raus. Ansell macht Druck und Carter schüttelt Riffs und Melodien aus dem Ärmel, das es eine wahre Freude ist.

Aber ich wollte hier nicht viele Worte machen, nur ein wenig die Vorfreude schüren. “In Time To Voices” ist bisher das Indierock-Album des Quartals.

VÖ: 30.03.2012

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