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Charts-Erhebung in der Misere?

Während in den USA Billboard scheinbar versucht, neuartige Charts in Zusammenarbeit mit der Community-Plattform iLike zu erheben, thront in Deutschland der Comedian Mario Barth mit einer Neuauflage einer DVD über den Albumcharts, auf der keine Musik enthalten ist. In Großbritannien werden jetzt neuartige Formate mit in die Chartsermittlung aufgenommen: VinylDiscs und USB-Sticks. Man hofft in der Industrie offenbar allen Ernstes, das die jüngere Bevölkerung bereit ist, statt CD-Singles lieber £4.99 (knapp 7,17€) für diese Sticks zu bezahlen. Natürlich wegen des Mehrwertes, den man durch den USB-Stick erhält.

Welcher Weg ist der richtige? Sollte man neben den Verkaufscharts klassischer Tonträger und Downloads auch die Hörgewohnheiten der Nutzer großer Community-Plattformen mit einbeziehen? Darf eine Comedy-DVD ohne Musik an der Spitze der Album-Charts stehen, nur weil man in Deutschland jetzt nicht mehr die Stückzahlen, sondern die Verkaufserlöse zählt? Oder soll man einfach alle Formate, auf denen Musik enthalten ist, mit in die Erhebung einbeziehen?